Firebird Konferenz 2008

Suche


September 27, 2008

37* Firebird Development 2008/2009

Bjoern Reimer, 18:30 Uhr in Firebird Konferenz 2008

37* Firebird Development 2008/2009

In der letzten Session vor der MAD AUCTION hat Dimitry Yemanov für das Core-Team die allgemeine Entwicklung von Firebird Ende diesen Jahres und bis Ende 2009 skizziert.

Die Feature-Listen werde ich hier nicht wiedergeben, es sind aber sehr interessante Features in Planung

Klar ist, das die Release-Geschwindigkeit derzeit nicht nachlässt. Klar ist, das noch diese Jahr Firebird Firebird 2.5 Beta, 2.0.5 und 2.1.2 herauskommen soll. Mit Firebird 2.5 und 1.5.6, sowie 3.0 Alpha ist in Q1-Q2/2009 zu rechnen.

Der Hauptaugenmerk der Core-Entwickler liegt derzeit mehr bei den internen Funktionen und dem Abschluss des Umbaus der Architektur. Insbesondere die kompletten Umbauten in Firebird 2.5 wurden aber sehr ausgiebig getestet. Es wurden die SAS-Tester , sowie die Tester von RedSoft damit zitiert, das es sich mit der Alpha 1 von Firebird 2.5 um den stabilsten Firebird aller Zeiten handeln würde.

Ich gehe davon aus, das Roadmap und Feature-Listen auf den Firebirdsql-Seiten demnächst veröffentlicht werden.

Alles in Allem: Sehr gute Aussichten für die Entwickler. Aus den Zwischentönen kannte man nur heraushören, das die Foundation in Probleme kommen wird, wenn nicht mehr Geldquellen angezapft werden können.

Firebird hat auf Sourceforge alleine die 5 Mio Downloadgrenze überschritten – wer weis, wie viele Installationen in der Welt verteilt existieren. Wenn jeder, der einen Firebird-Server installiert, nur einen Euro an die Foundation spenden würde, hätte die Foundation keine Geldprobleme und könnte noch mehr Entwickler anstellen um noch größere Fortschritte zu machen!

Das RRZE ist übrigens schon Member der Firebird Foundation. Wollen Sie nicht auch 210 Euro pro Jahr investieren?

36*: Firebird, tools and Linux distribution integration

Bjoern Reimer, 17:30 Uhr in Firebird Konferenz 2008

36*: Firebird, tools and Linux distribution integration

In dieser Session, die eher eine Diskussionsrunde war, hat Philippe Makowski gefragt, wie man Firebird in gängigen Distributionen verankern kann.

Im Vergleich zu vorletztem Jahr, als während der Konferenz die Integration von Firebird in Mandriva gefeiert wurde, hat das Projekt in den letzen zwei Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Eigentlich ist Firebird in allen gängigen Distributionen vorhanden.

Auf der Liste stehen nur noch OpenSolaris und die Enterprise-Versionen von Linux

Dass Firebird auf SLES läuft, können wir in Erlangen aus eigener Erfahrung bestätigen, auch wenn es das bei uns durch ein selbstgebautes Paket tut und keines, das von SuSE bereitgestellt wird.

Da zeigt sich, das die einfache klare Struktur des Firebird-Servers nicht schwer in POSIX-Betriebssysteme zu integrieren ist, wenn sich Fachleute zusammentun: Einer aus dem Firebird Team und einer von der jeweiligen Distribution.

Weiter so!

Erst wenn Firebird in allen Distributionen verfügbar ist, werden andere Projekte auf den sehr robusten Firebird Server aufmerksam und berücksichtigen ihn eventuell bei neuen Versionen.

Als weitere Aufgabe für die Firebird-Community wurde herausgestellt, das es eine einfachere kürzere C-API geben müsse, da sonst Applikations-Entwickler zu viel Arbeit haben. Es wurde über einen Wrapper um die bestehende C-API gesprochen. Tja, hier sind die C-Programmierer gefragt!

B35: Fb{Ref?}Doc – the Firebird Documentation project

Bjoern Reimer, 16:15 Uhr in Firebird Konferenz 2008

B35: Fb{Ref?}Doc – the Firebird Documentation project

In dieser letzten regulären Session hat Frank Ingermann keinen Firebird-Server benötigt.

Er zeigte, wie einfach es ist, mit dem richtigen Editor und den richtigen Tools, ein Kapitel in DocBook zu schreiben, das dann Teil der Firebird Dokumentation werden kann.

Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen zu seiner Session, denn Doku zu schrieben ist einfach, wenn man weis worüber man schreiben soll und da ist im Friebird Projekt ja mehr als genügend Freiraum.

Ich für meinen Teil werde mich mal an “Firebird SQL by examples” versuchen und aus den Folien zu meinem Firebird Kurs in der Uni eine kleine Anleitung zu SQL (erstmal DSL und DML) zu erstellen.

Es waren nur leider wenige Teilnehmer in der Session, aber evtl. streut Frank seine Folien noch etwas und der eine oder die andere kommen auf den Geschmack. Doku schreiben ist eine Hilfe für das Firebird Projekt für all die Leute, die kein C++ programmieren können um direkt etwas an der Engine zu machen!

In der Zwischenzeit sind die Folien als PDF auf der Firebird-Seite verfügbar!

C34: Replication for a high availability infrastructure

Bjoern Reimer, 15:00 Uhr in Firebird Konferenz 2008

In dieser Session habe ich, Björn Reimer, die Grundlagen der Replikation vorgestellt, skizziert wie man asynchrone Replikation mit Firebird realisieren kann und auf mögliche Probleme und Fehlerquellen hingewiesen.

Da trotz des Termins nach dem Mittagessen einige Leute da waren, und keiner im Laufe der Session gegangen ist, kann es nicht so schlimm gewesen sein…

B33: Firebird in real time applications

Bjoern Reimer, 12:45 Uhr in Firebird Konferenz 2008

In dieser Session hat Lucas Franzen die grundlegende Architektur seiner Versand-Applikation vorgestellt, die er zwischen ein ERP System (Im Beispiel eines, das auch auf Firebird läuft) und den Lager-Roboter schaltet und sich um Versnadaufträge vom Auffinden im Lager, das einsammeln und vor allem das Versenden kümmert.

Seine Firebird DB kümmert sich dabei auch um die Berechnung der Versandkosten verschiedener Versandtmöglichkeiten.

Seine Tips, um eine möglichst flotte Datenbank ohne Beeinträchtigung des Arbeitsablaufes beim Versand zu gewähren, obwohl die Application erhebliche Arbeiten abnimmt:

  • Select what you need (Kein SELECT * FROM …)
  • Transaktionen kurz halten
  • Stored Procedures verwenden, um Interaktion Client-Server und damit auch Netztraffic zu minimieren
  • Auf das Datenvolumen achten

Sind doch ganz einfach umzusetzende Regeln, oder?

A33: Firebird on Linux – basics, A34: Firebird on Linux – advanced topics

Markus Pinkert, 11:45 Uhr in Firebird Konferenz 2008

An dieser Stelle möchte ich eine kleine Vortragsreihe erwähnen von Milan Babuskov, Entwickler des Linux-Firebird-Frontend Flamerobin, an der ich teilgenommen habe.

Zunächst fing der erste Vortrag über die “basics” recht unspektakulär an. Nichts neues, alles schon einmal gehört, Vielleicht mal ganz nett, das nochmal erzählt zu bekommen, aber gut.

Es fing an mit einer kleinen Umfrage, wer setzt Linux und Firebird ein. Danach ging es weiter mit einem kurzen Abriß: was ist Linux, was für Distris gibt es da draußen und welche Distri kann man welcher Benutzergruppe empfehlen.

Doch dann gewann der Vortrag nochmal ordentlich an Fahrt was das inhaltliche anging. Da wurden dann so konkrete Sachen besprochen wie: wie kann ich mehrere unterschiedliche Firebird-Versionen nebeneinander auf einer Maschine installieren, was ist zu beachten, wie muss ich vorgehen. Wie kann ich ein embedded Firebird aus den offiziellen Sourcen zusammenstellen. Was muss ich beachten, wenn ich mich mit einem Client auf dieses embedded System connecte. Wie kann ich dieses embedded System für meine Programme verwenden. Und alles anschaulich mit Live-Demo präsentiert, was bei einem Vortrag ja immer nochmal eine besondere Zitterpartie ist. Und wir waren immer noch bei den “basics”. Da konnte sogar ein Linux-Benutzer wie ich noch ein paar allgemeine Tipps zur Arbeit mit Linux abfassen.

So entschied ich mich, auch noch am “advanced topics”-Vortrag teil zu nehmen. Und dieser hielt sich dann auch nicht lange mit Vorreden auf. Es wurde zunächst auf Dateisystem eingegangen, welche unter Linux Verwendung finden sollten, möchte man eine Firebird-Datenbank aufsetzen. Dabei wurden Vor- und Nachteile der einzelnen Dateisysteme, welche für Linux verfügbar sind, sehr detailliert beschrieben und gegeneinander abgewägt. Auch wurde auf mögliche Partitionierungsstrategien eingegangen und darauf, welche Partitionen mit welcher Größe sinnvoll erstellt werden sollten. Weiterhin wurden ebenso noch Themen wie RAID und SMP betrachtet. Alles war sehr detailliert aber auch verständlich beschrieben. Die Themen wurden sehr detailliert beschrieben und mit direkten Beispielen und Live-Demos belegt. Man merkte, Miro hat seine Hausaufgaben gemacht. Auch gabs wieder nette allgemeine Tipps für nebenher.

Ich hoffe nur, die detaillierten Folien werden noch verfügbar gemacht. Soviel Information in zwei Stunden hatte ich lange nicht.

C32: Fire in the LAMP – FireTube an example for scaling Firebird

Bjoern Reimer, 11:15 Uhr in Firebird Konferenz 2008

Marius Popa zeigte in der Session seine Firebird Enterprise Installation, die auch für 100 Mio User skalieren kann:

Seine Umgebung für ein Videoportal besteht aus:

  • Firebird 2.x – kalr…
  • Ubuntu Linux
  • NGinx – als Webserver
  • PHP+fastcgi (5.2.x)
  • Ffmpeg+MEncoder
  • CakePHP

Das interessante an seinem Konzept ist, wie er versucht alle Single-points of failure zu verhindern in einer Share-Nothing Arichtektur und ohne teuere Spezialhardware nach Google-Art ein Optimum an Performance zu erreichen.

Als Konzepte für die Datenbank (aber auch bei der Änderung von Programmen) verwendet er eine “Write to one master, read from many” mit Replikation (und rsync bei den Dateien)

Mein Fazit: Wer wissen will, wie man große Anwendungen mit Firebird betreibt, der kann ja mal Marius fragen. Ich werde ihm auch noch eine Mail schreiben…

Letzter Tag beginnt

Bjoern Reimer, 09:47 Uhr in Firebird Konferenz 2008

Nach einem gemeinsamen Abendessen in der cita alta, der oberen Altstadt von Bergamo, die man nur über abenteuerliche Busfahrten (Busse fahren … wohin sie wollen … wann sie wollen …) und der Rückfahrt mit dem cabel car und erneut einem Bus, der sich noch mehr so verhielt, wie oben beschrieben, ist das Frühstück vom letzten Tag beendet

Konferenz kann beginnen, nachdem die Italiener mit den landessprachigen Sessions fertig sind.

Was im Laufe der Konfernz immer wieder diskutiert wird: Wo findet die nächste statt? Findet die nächste statt?
Man hört diverse Dinge, von Frankreich oder Sarajevo…

Eine Reihe von Berichten zu Sessions sind noch in Vorbereitung und werden in den nächsten Tagen hier veröffentlicht, wenn etwas mehr Zeit ist…

Versprochen!

September 26, 2008

C26: Separating web development from database logic

Bjoern Reimer, 17:30 Uhr in Firebird Konferenz 2008

In der letzten Session des Tages stellte Kollege Pinkert das Perl-Modul Hyper vor und damit das erste Perl-Thema auf einer Firebird überhaupt

Mehr über die Session darf er selber mal hier veröffentlichen…

C26: Separating Web development from database logic

Markus Pinkert, 16:30 Uhr in Firebird Konferenz 2008

Und das nun war der Vortrag, den ich, Markus Pinkert, zur Firebird-Konferenz 2008 beigesteuert habe.

In dem Vortrag bin ich zunächst auf ein paar allgemeinen Informationen zur Entwicklung von Webapplikationen eingegangen. Weiter habe ich die verwendeten Techniken bei der Entwicklung von Webapplikationen in unserer Abteilung vorgestellt.

Hauptteil des Vortrages war es, den Zuhörern zu vermitteln, in welcher Weise wir die Datenlogik von der Präsentation der Applikation im Webumfeld getrennt halten.

Kernpunkt dabei ist bei uns die Implementation von definierten Schnittstellen in Form von Views und Triggern auf der Datenbankebene, über welche die Applikation auf die Daten zugreift.

Weiterhin habe ich eine Möglichkeit angesprochen, wie wir versuchen, Datentypenvalidierung automatisiert aus der Datenbank in die Webapplikation zu übernehmen. In den Gesprächen nach dem Vortrag stellt sich heraus, das andere Teilnehmer ebenfalls ähnliche Ansätze implementiert haben. Aus diesen Gesprächen konnten sich alle Seiten wieder rum für ihre Arbeit Ideen und Erfahrungen mit nach Hause nehmen.

Nach oben