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Update des Webbaukastens

Der Webbaukasten erhielt heute ein Update: Ab sofort ist das Skript zur Anzeige von Lageplänen mit Hilfe von OpenStreetMap (OSM) vorinstalliert.  In Folge dessen ist die Installation dieses Plugins für neue Webauftritte nicht mehr notwendig.

In der Vorinstallation wird eine Karte in der Kontaktseite “kontakt.shtml” eingeblendet. Hierbei wird üblicherweise die Stadtmitte angezeigt. screenshot-osm-einbindung-orientalistik

Unabhängig davon werden wir un Kürze eine Aktualisierung des Lageplan-Dienstes vornehmen, bei dem dieser ebenfalls auf OSM umgestellt wird. Über diesen Dienst werden dann auch die Ortskoordinaten von Gebäuden der FAU, sowie von anderen wichtigen Orten, bereitgestellt.

 

Sourcen auf GitHub

Einige Projekte und Plugins von Skripten des RRZE-Webteams sind nun auch über GitHub verfügbar.

GitHub ermöglich die einfache Entwicklung von Software durch mehrere Personen. Ebenso ist dort die Meldung von speziellen Bugs und das Committen von Lösungen  möglich.

Folgende Tools aus dem Webbaukasten sind seit gestern im GitHub eingebracht wurden:

Weiterhin befinden sich schon seit längerem Plugins und Themes für WordPress in der Teamsite.

 

Probleme mit Sonderzeichen durch fehlerhaftes Systemupdate (behoben)

Derzeit gibt es vereinzelt Probleme mit Sonderzeichen bei datenbankbasierten Webseiten, die auf dem Solaris-Webcluster gehostet werden. Verursacht wurde dies durch ein fehlerhaftes Update des MySQL-Client-Libraries. Dadurch wurde der Standardzeichensatz für Datenbankverbindungen kurzzeitig von latin1 auf UTF8 verändert. Dieses Update wurde umgehend zurückgezogen.

Im Normalfall sollten Sonderzeichen daher wieder korrekt dargestellt werden. Bei fortbestehenden Problemen wenden Sie sich bitte an webmaster@rrze.fau.de, damit wir uns gemeinsam mit dem DBA-Team der Sache annehmen können.

Bitte CMS updaten

Aus aktuellem Anlaß möchte ich allen Webmistresses und Webmastern (nochmal) ganz doll ans Herz legen: Wenn Sie ein CMS betreiben, dann sorgen Sie für regelmäßige Updates. Insbesondere reagieren Sie auf Sicherheitsupdates!

Verschiedene Webauftritte der Universität wurden auch Anfang dieses Jahres wieder gehackt oder -was schlimmer ist- manipuliert. In allen Fällen kamen die Angreifer durch bekannte (teilweise altbekannte) Sicherheitslücken “rein”.  Vor Universitätsseiten wird beim Hacking kein Halt gemacht. Ganz im Gegenteil.  Im Gegensatz zu kommerziellen Websites, sind hier zwar keine Bankdaten o.ä. zu ergattern, dafür jedoch eine “gemütliche” Angriffsplattform, die eine sehr gute Netzanbindung hat. In anderen Worten: Aufgehakte Websites auf Uni-Servern werden dazu verwendet um Angriffe auf andere zu begehen. Und dies geschieht nur dann am Besten, wenn niemand auf den ersten Blick erkennt, daß die Website schon gehakt und zu einer Brutstätte für Angriffe gewandelt wurde.

In keinem der Fälle wurde daher die gehakte Website mit einem für jeden erkennbaren “Defacement” versehen. Also einer Nachricht wie “Diese Seite wurde gehakt von ..”. Entdeckt wurde es letztlich nur durch “ungewöhnliches Verhalten” der Website. Irgendeine Funktion funktionierte nicht mehr wie sie sollte…

Die Konsequenzen eines erfolgrechen Hacks können durchaus unangenehm sein: Sollten Sie als Webmaster davon gewusst haben, daß ihr CMS veraltet ist und das CMS wurde dann genutzt um eine andere Website  anzugreifen, können Sie (bzw. der rechtlich Verantwortliche des Webauftritts) unter Umständen in rechtlicher Verantwortung geraten.

Lange Rede, kurzer Sinn:  Halten Sie ihre Content Management Systeme aktuell!
Wer ein CMS trotz bekannter Sicherheitsupdates nicht aktualisiert, handelt fahrlässig.

 

 

 

 

Umzug auf neuen Webcluster beginnt

Nachdem der neue Webcluster mittlerweile einsatzbereit ist, suchen wir Webmaster, die interessiert daran sind, ihren Webauftritt dort zu testen. Neue Auftritte werden wir ab September dort anlegen. Bestehende Webauftritte brauchen in den meisten Fällen ein wenig Nacharbeit, die sich aber zumeist auf das Aktualisieren des cgi-bin-Verzeichnisses beschränken wird.

Der neue Webcluster besteht momentan aus drei Webservern und einem Dialogserver, der auf den Namen
iwan.rrze.uni-erlangen.de
hört.

Folgende Software läuft auf den neuen Systemen:

  • Apache 2.4.3
  • Perl 5.14.1
  • PHP 5.3.16
  • Varnish 3.0.3

Um zu testen, ob Ihr Webauftritt auf dem neuen Custer schon lauffähig ist, können Sie folgende Schritte durchführen:

  • Tragen Sie in der Hosts-Datei Ihres Client-Rechners einen der Aliasse für die IP-Adresse des neuen Clusters ein. In etwa:
    131.188.16.201 www.beispiel.phil.uni-erlangen.de
    Die derzeitigen Webserver haben die IP-Adresse 131.188.16.200, die zukünftigen sind unter 131.188.16.201 zu finden.
    Nähere Hinweise hierzu finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Hosts-Datei
    Diese Änderung wirkt sich nur auf Ihren eigenen Rechner aus. Von anderen Rechnern aus wird weiterhin der bisherige Webcluster benutzt.
  • Sollte Ihr Webauftritt den Webbaukasten verwenden, könnte es sein, dass die Menüs nicht angezeigt werden. In diesem Fall aktualisieren Sie bitte ihr cgi-bin-Verzeichnis. Der aktuelle Stand ist unter
    /proj/websource/docs/muster/www.defaultwebauftritt.uni-erlangen.de
    zu finden.
    Das derzeitige cgi-bin-Verzeichnis heben Sie am besten auf, als cgi-bin.old beispielsweise.
    Auf der Kommandozeile ist das in drei Zeilen erledigt:

    1. Wechseln Sie in Ihren Webroot:
      cd /proj/websource/docs/FAU/fakultaet/phil/www.beispiel.phil.uni-erlangen.de
    2. cp -R /proj/websource/docs/muster/www.defaultwebauftritt.uni-erlangen.de/cgi-bin ./cgi-bin.new
    3. jetzt haben wir alt und neu da und schieben den neuen an die richtige Stelle:
      mv cgi-bin cgi-bin.old && mv cgi-bin.new cgi-bin
  • Falls Ihr Webauftritt cronjobs verwendet, sollten diese in Zukunft auf dem neuen Dialogserver iwan.rrze.uni-erlangen.de ausgeführt werden. Bitte testen Sie diese im Vorfeld auf dem neuen System, am einfachsten durch manuellen Aufruf.
  • Wenn Sie der Ansicht sind, dass Ihr Webauftritt ohne Probleme auf dem neuen Cluster betrieben werden kann, dann schreiben Sie eine Mail an webmaster@rrze.fau.de. Wir werden dann Ihren Webauftritt auf den neuen Webcluster umziehen.

Weiterhin haben wir auch einen Web-Accelerator in Betrieb – siehe den Artikel zu Varnish in der deutschsprachigen Wikipedia.
Dieser bedient alle Webauftritte auf Port 80 – das schliesst also sämtliche Testwebauftritte sowie verschlüsselte Verbindungen aus. Desweiteren wird er nur dann aktiv, wenn man ihn explizit dazu auffordert. Ansonsten wäre die Gefahr zu groß, dass zugriffsgeschützte Seiten an unautorisierte Nutzer ausgeliefert werden.

Angenommen, Sie haben einen Ordner namens /intern, dessen Inhalte nur aus dem Uninetz erreichbar sein sollen, und Sie haben deswegen in der /intern/.htaccess folgende zwei Zeilen stehen:

Deny from All
Allow from 131.188.

Jetzt kommen nacheinander zwei Clients. Der erste hat die IP 131.188.x.x, der nächste 100.200.x.x – also irgendwo von aussen. Der erste fragt nach /intern beim Varnish an. Dieser fragt den Apache. Der Apache bekommt hierbei die Client-IP zu sehen und autorisiert den Zugriff völlig zu Recht. Allerdings hat der Varnish keine Ahnung davon, dass dieses Verzeichnis zugriffsgeschützt ist, nachdem der Apache das nicht kenntlich macht. Varnish packt jetzt also /intern in seinen Zwischenspeicher und beim nächsten, der kommt und /intern haben möchte, fragt er nicht mehr beim Apache nach, sondern sagt “hab ich da, bitteschön”. Und schon ist /intern bei 100.200.x.x gelandet, wo es nie hinsollte.

Um solche Situationen zu vermeiden, haben wir unseren Varnish so konfiguriert, dass er nur auf explizite Anforderung hin
zwischenspeichert und ansonsten einfach alle Anfragen an den Apache weiterreicht.

Um den Cache aktivieren, muss der Webauftritt einen Header mitliefern – der Header X-Enable-Cache muss den Wert yes haben, ansonsten reicht der Varnish die Antwort nur weiter und speichert nichts.

Diesen Header kann man in den .htaccess-Dateien des Webauftritts setzen.

  • Explizit einschalten lässt sich der Varnish hiermit – die IfModule-Blöcke sorgen dafür, dass der bisherige Cluster damit auch zurechtkommt, nachdem das headers-Modul nur auf den neuen Servern aktiv ist:

    <IfModule headers_module>
    	Header set X-Enable-Cache yes
    </IfModule>
    

    In einer .htaccess-Datei wirkt das rekursiv. Wenn Sie diese Zeilen in die Datei websource/.htaccess einfügen, geben Sie damit den gesamten Webauftritt für den Varnish frei!

  • Explizit deaktivieren können Sie den Varnish mit den folgenden Zeilen. Diese Konstellation wäre zum Beispiel sinnvoll in einem zu schützenden Unterverzeichnis eines explizit freigegebenen Verzeichnisses.

    <IfModule headers_module>
    	Header unset X-Enable-Cache
    </IfModule>
    
  • Für den Anfang empfiehlt es sich, zunächst mit einem Unterordner zu testen, der garantiert unkritisch ist. So können Sie beispielsweise in der websource/test/.htaccess die richtige Konfiguration ermitteln.
  • Mittels <Files> oder <FilesMatch> können Sie den Cache auch für bestimmte Dateien aktivieren oder deaktivieren:
    “Nichts cachen ausser PNGs” beispielsweise sieht so aus:

    <IfModule headers_module>
    	Header unset X-Enable-Cache
    	<FilesMatch "\.png$">
    		Header set X-Enable-Cache yes
    	</FilesMatch>
    </IfModule>