23.5.-3.6. Von Münzen und Mythen

Plakat der Ausstellung Von Münzen und Mythen
Abbildung der Stadtgöttin Roma
Die Stadtgöttin Roma

Vom Aes Grave zum Denar, die Münzen der römischen Republik
Erst im dritten Jahrhundert vor Christus entwickelte die römische Republik eine eigene Währung, zu diesem Zeitpunkt stritt sie mit den anderen Großmächten der Antike um die Vorherrschaft im Mittelmeerraum. Die Römer verwendeten für ihre Münzen nicht wie die Griechen Edelmetall, sondern Bronze, was die Umrechnung zu den marktbeherrschenden griechischen Währungssystemen sehr schwierig gestaltete. Als erste erfanden sie allerdings ein System, das allein auf dem Nennwert der Münze beruhte und nicht mehr auf dem Materialwert – ein Konzept, das auch für unsere heutige Währung gilt.
Auf den Münzen in der Antike wurde die Welt der Götter und Mythen dargestellt, die für die Entstehung des Gemeinwesen wichtig war und sein Selbstverständnis prägte. Die Bildsprache für ihren Götterhimmel mussten die Römer innerhalb weniger Jahrzehnte entwerfem und sich dabei deutlich von den griechischen Münzdarstellungen absetzen. So erhielt die Stadtgöttin Roma einen Helm, der einer phrygischen Mütze ähnelt und damit auf eine Herkunft östlich der griechischen Sphäre verweist. Der Sage nach stammten die Römer ja vom trojanischen Prinzen Äneas ab.
Die Ausstellung im Sitzungssaal der Alten Universitätsbibliothek ist Montag bis Freitag von 11:00 bis 16:00 Uhr geöffnet, an gesetzlichen Feiertagen geschlossen. Der Eintritt ist frei!

Die meisten Münzen in der Universitätsbibliothek sind ein Teil der Prof. Dr. Ulrich und Ilse Zwicker-Stiftung. Prof. Ulrich Zwicker, ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Werkstoffwissenschaften (Metalle), hat zusammen mit seiner Frau über Jahre hinweg eine kostbare Münzsammlung mit einem Schwerpunkt auf Münzen der klassischen Antike zusammengetragen, erforscht und in einem Katalog nachgewiesen.