Chongqing Summer School 2015

Ein kleiner Erfahrungsblog

Inhalt

Caribbean Waterpark

Das Miltiär IST ein Wecker. Kein guter, aber ein zuverlässiger. Und wenn man schon nicht mehr schlafen kann, kann man zumindest zuschauen. Das hat sich auch gelohnt, denn heute war scheinbar der letzte Tag, an dem alles perfekt Einstudierte ein letztes Mal aufgeführt wurde. Zumindest flogen nach Marschieren und Theater spielen die Mützen der Auszubildenden. Theater? Ja, das Militär demonstrierte, wie mit Attentätern umgegangen wird, die in einen Kursraum eindringen und eine Geißel nehmen. Ob das zu Anschauungszwecken dient, wie man sich verhält und dass man sich mit einem Stuhl (dessen Beine in Richtung des Angreifers zeigen) gut verteidigen kann oder einfach nur Eigenlob sein soll, ist uns leider nicht bekannt.
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Bekannt ist uns nun aber, dass es zwei Kilometer von der Uni entfernt einen Wasserpark gibt – einfach der Straße nach Norden folgen. Ein dreisitziges Motorradtaxi brachte uns zu unserem Treffen mit einer chinesischen Couchsurferin und zwei Freunden. Zum Studentenpreis verbrachten wir etwa 6 Stunden mit Wellenbad und Wasserrutschen. Egal ob mit Teppich, Gummifloß, vorwärts oder rückwärts, fast senkrecht oder kindgerecht: Alles ist zu befahren/berutschen wenn man sich nur anstellt. Nur im Wellenbad gibt es keine Schlange. Hier kann jeder einfach so rein. Natürlich nur mit Schwimmreifen, denn die meisten Chinesen können nicht schwimmen.

Warum nicht? Nur wenige Chinesen wohnen überhaupt an großen Gewässern, besonders in den Bergen mangelt es daran. Schwimmunterricht gibt es in der Schule nicht, dazu ist die Sportart wohl zu unpopulär. Und im Freibad wird man braun, was nicht als schön empfunden wird. Deshalb findet man hier auch alles vom minimalen Bikini bis hin zum „Schwimmkleid“ und anderen verhüllenden Oberbekleidungen.

Zurück ins Wasser: Ohne einen eigenen Reifen wird es schon manchmal eng. Auch dicht gedrängt ist man im Umkleidebereich, der eigentlich nur aus Duschen besteht und wenige kleine Bänke enthält – nicht vergleichbar mit einer deutschen Massenumkleide, aber ok. Auf dem Nachhauseweg legten wir einen Stopp bei einem kleinen Restaurant ein. Alle anderen Läden und Stände hatten schon geschlossen. Sie verkaufen meist, wer hätte es gedacht, Schwimmbekleidung und Schwimmringe. Schwimmflügel, Schwimmwesten, Gummitiere und Wasserpistolen sind komischerweise seltener.
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