Chongqing Summer School 2015

Ein kleiner Erfahrungsblog

Inhalt

Chinesiche Kunst die 2.

Der Unterricht am Vormittag fand heute bei uns zum ersten Mal nicht bei Herrn Yang statt. Der war wegen einer medizinischen Untersuchung nicht da. Sein weiblicher Ersatz nahm uns gleich mit Pīnyīn (Lautschrift in europäischem Alphabet) und Aussprache hart ran. Da weht ein anderer Wind, was nicht negativ für uns ist. Neben Sprachen und Ländern lernten wir, zu fragen wohin jemand geht.

Die zweite Kunststunde stand ab 15 Uhr an. Statt Papier zu bemalen wurde es heute zerschnitten. Feinste Schnitte können zu extrem schönen und aufwendigen Bildern führen, von denen uns auch Beispiele präsentiert wurden. Wir beschränkten uns zuerst auf eine einfache symmetrisch ausgeführte Einführung. Ein quadratisches Papier wird hierbei in die Form von 吉吉 (gesprochen jíjí), dem doppelten Zeichen für Glück gebracht. Rote Farbe (die das Papier übrigens auch loslässt wenn es feucht wird) steht ebenfalls für Geldsegen, Glück und Freude. Dieses Zeichen wird traditionell an die Türe eines frisch verheirateten Paares gehängt, ist aber auch anderswo anzutreffen. Eine Anleitung um es selbst herzustellen findet sich hier.

Natürlich versuchten wir unser Können auch an komplizierteren Formen wie Blumen. Hierzu wird das Quadrat mittig in ein Dreieck gefaltet und dieses wieder in ein halb so großes Dreieck. Dann wird dieses Dreieck kompliziert gedrittelt, geschnitten und wieder aufgefaltet. Fertig ist ein blumenförmiges, rundliches Muster. Auch andere Faltungen sind möglich und die Kreativität grenzenlos. Fast so wie die Anzahl an herumfligenden roten Papierschnipseln.

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