In der Tagung sollen die zahlreichen Tierfiguren in Kafkas Erzählungen – vom käferartigen ‚Ungeziefer’ Gregor Samsa in Die Verwandlung (1915) bis hin zur Arien singenden Maus in Josefine, die Sängerin oder das Volk der Mäuse (1924) – ausführlich im Kontext der Tierforschungen und Tierschaustellungen um 1900 erörtert werden. Durch diese kulturwissenschaftliche Perspektivierung möchte die Tagung einen neuen Zugang zu Kafkas Tierfiguren entwickeln. Ziel ist es dabei, diese Tierfiguren nicht nur parabolisch bzw. allegorisch als poetologische Selbstreflexion der Texte und/ oder als kritische Reflexion der geschichtlichen Situation des (West-)Judentums zu verstehen, sondern sie als höchst vielschichtige Darstellungsformen zu erfassen, die den wissenschaftlichen wie kulturpolitischen Problemkomplex einer Grenzziehung von Animalität und Humanität, tierischer Natur und menschlicher Kultur in innovativer Weise behandeln.

Am 3.10. ab 15:30 Uhr, in B302

Weiter Infos hier: Tagung_Kafkas Tiere.

Es ergeht herzliche Einladung an alle Interessierten.