Israel-Exkursion 2017

Inter-religiöse Begegnungen in Israel und Palästina

Inhalt

Tag 2: Der Vormittag

Heute morgen um 6.30 Uhr (5.30 Uhr deutscher Zeit) wurden wir alle von der Rezeption durch das schrille Klingeln des Telefons liebevoll geweckt. Nach dem Frühstück stiegen wir um 7.45 Uhr in den Bus und fuhren nach Hebron. Wir machten uns nach der Ankunft sofort auf den Weg über den „verlassenen“ Bazar zur Machpela-Höhle. Der verlassene Bazar machte seinem Namen alle Ehre, denn abgesehen von einigen israelischen Siedlern und Soldaten sind die Straßen hier menschenleer und die Geschäfte verriegelt – zu kompliziert gestaltet sich an diesem Ort, auf den sowohl Judentum als auch Islam Ansprüche geltend machen, das Zusammenleben von Juden und Muslimen, was zusätzlich noch durch jüdische Siedlungstätigkeiten in der Umgebung verstärkt wird.
In der Machpela-Höhle befinden sich der Tradition zufolge die Ruhestätten von Abraham, Isaak und Jakob sowie die ihrer Frauen Sara, Rebekka und Lea.
Um die Abraham-Moschee betreten zu dürfen, bekamen wir Frauen Kapuzenumhänge in blauer und brauner Farbe.
Anschließend gingen wir um das Gebäude herum und besichtigten die nebenan im selben Gebäude gelegene Synagoge. Bemerkenswert war, dass wir von beiden Seiten aus den Blick auf die Sarkophage hatten, auch wenn man vollkommen die Orientierung verloren hatte.
Als alle wieder ihren Platz im Bus eingenommen hatten, ging es weiter. Bei einem kurzen Stopp versorgte uns Maurice mit Aprikosen. Anschließend wurden wir herzlich von Frau Faten Mukarker begrüßt.
Sie erzählte eindrucksvoll und spannend über die Lage und die Probleme zwischen den Bewohnern Israels und Palästinas. Dies veranschaulichte sie anhand von Landkarten und durch Zitate aus ihrem selbstverfassten Buch.
Für unser leibliches Wohl wurde ebenfalls gesorgt. Neben einem frischen Salat reichte man uns auch ein Linsengericht, welches allen unglaublich gut schmeckte. Tee und Blätterteiggebäck rundeten das Mittagessen ab.
(Text: Hannah Ebeling und Viktoria Strümper)