Israel-Exkursion 2017

Inter-religiöse Begegnungen in Israel und Palästina

Inhalt

Tag 3: Der Nachmittag und Abend

Die Reisegruppe wandelte durch die belebten Straßen des arabischen Basars und konnte in Ruhe Eindrücke und facettenreiche Gerüche einverleiben sowie auch das eine oder andere Mitbringsel ergattern.

Nach dem ausgiebigen und stufenreichen Verdauungsspaziergang versammelte sich die Truppe, um sich nun dem für viele Christen heiligsten Begegnungsort in Jerusalem zu widmen. Golgota oder die Grabeskirche ist über mehrere Eingänge begehbar.

Die Kirche wurde über dem Ort gebaut, an dem Helena (die Mutter Konstantins des Großen) einst die Kreuzigung- und Begräbnisstelle Jesu vermutete.

Der Innenraum war für die einen voll spiritueller Stimmung und Hingabe, für die anderen ein Ort bedrückender Geschäftigkeit und irritierender Selbstinszenierung (Selfies vor der Grabstätte) – nicht zu vereinbaren mit dem jesuanischen Geist.

Im Inneren regelt ein orthodoxer Christ mit schwarzem Gewand und langem Bart die Zeiten, die dem Besucher zum Verweilen zustehen. Insgesamt gestaltet sich der Besuch hektisch. Fotografieren ist nicht erlaubt und streng werden Besucher hinein und heraus geschleust.

Die Studienreisenden konnten anschließend die restliche heilige Stätte erkunden. Kerzen wurden angezündet und vor dem vermutlichen Standort des Kreuzes gekniet.

An anderer Stelle ist ganz deutlich der Riss im Golgota-Fels erkennbar.

Sehr unterschiedlich waren die Empfindungen und Reaktionen der einzelnen Teilnehmer auf die Begegnung mit diesem Ort, und es blieben offene Fragen, Gefühle und Gedanken, die bei abendlichen Gesprächen noch reflektiert wurden.

(Bilder und Text: Ines Rottammer)