Israel-Exkursion 2017

Inter-religiöse Begegnungen in Israel und Palästina

Inhalt

Tag 9: Der Vormittag und Nachmittag

Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns um kurz nach acht Uhr auf den Weg zum Berg Tabor, welcher auch unter dem Namen „Berg der Verklärung“ bekannt ist. Unser Ziel, die Verklärungsbasilika, erreichten wir wegen der schwer befahrbaren und kurvenreichen Strecke nur mit Hilfe kleinerer Taxibusse. Während der Fahrt begleitete uns die atemberaubende Aussicht auf die Ebenen ringsum und die israelische Vegetation.

Bei der Verklärungsbasilika handelt es sich um eine Kirche der Franziskaner. Nach biblischer Darstellung erschien Jesus an dieser Stelle seinen Jüngern in seiner göttlichen Gestalt (Lk 9, 28f.). Bei dem Ort handelt es sich aber nicht nur um den Ort der Verklärung Jesu, sondern auch um den Ort des Missionsbefehls (Mt 28, 16-20). Am Eingang der Basilika befinden sich zwei Kapellen: die rechte zu Ehren Elias und die linke zu Ehren Moses.

Unser Weg führte uns weiter in die Stadt Nazareth, in der 80.000 Einwohner leben. Dort besuchten wir die „Santuario di Nazareth“. Hierbei handelt es um eine Kirche, welche auf der Grotte steht, in der Maria eine Erscheinung des Engels Gabriel hatte.

Nach einem kleinen Mittagssnack und letzten Souvenir-Einkäufen begingen wir eine wunderschöne Bootsfahrt auf dem See Genezareth. Der See ist bis zu 21 km lang und an seiner breitesten Stelle 13 km breit und damit nicht so klein, wie sich ihn viele von uns vorgestellt hatten. Im Gegensatz zum Toten Meer, welches an seiner tiefsten Stelle bis zu 300 m tief ist, beträgt die tiefste Stelle des Sees nur 40 m.

Nachdem wir Teilnehmer die wunderbare Umgebung genossen und auf vielen Bilder festgehalten hatten, überraschten uns unsere Dozenten mit einer Andacht, welche ganz unter dem Thema der Sturmstillung Jesu stand (Mk 4,35-42). Neben gemeinsam gesungenen Liedern, persönlichen Gebeten und Fürbitten sowie einem Agapemahl begleitete uns während der Andacht das Bild „Der Lotse“ von Rika Unger.

Es zeigt die aussichtslos erscheinende Situation zweier Seefahrer, welche von hohen Wellen bedroht werden. Das Kunstwerk macht in eindrucksvoller Art und Weise deutlich, dass die Situation dennoch nicht aussichtslos ist. Und auch wir wurden uns während der Andacht erneut bewusst, dass uns als Christen kein Sturm und keine Gefahr zum Wanken bringen muss, denn Gott, „der Lotse“, ist in seinem Sohn Jesus Christus bei uns, lässt uns nicht fallen und weist uns den richtigen Weg.

Unsere letzte Station an diesem erlebnisreichen Tag war der Berg der Seligpreisungen. An diesem Ort soll Jesus die Bergpredigt gehalten (Mt 5) und die Apostel unter seinen Jüngern ausgewählt haben. Wir besichtigten die sich dort befindende Kirche der Seligpreisungen. Diese weist eine oktogonale Form auf, welche an die ersten acht Seligpreisungen erinnern soll. Der neunten Seligpreisung ist die Kuppel der Kirche gewidmet.

(Bilder und Text: Jessica Blümlein und Katarina Beppler)