Fachschaft Humanmedizin der FAU Erlangen-Nürnberg

Hochschulpolitik, Partys, Sommerfest, Medimeisterschaften …

Inhalt

2. Semester

Endlich nicht mehr zu den Kleinen gehören!

Hat man das erste Semester mit all seinen Höhen und Tiefen und vielleicht sogar Physik hinter sich gebracht, darf man sich schon mal kräftig selbst feiern. Sobald der größte Jubel vorbei und das neue Semester in greifbare Nähe gerückt ist, werden jedoch die ersten Probleme offenbar. Nicht mehr klein sein bedeutet nicht automatisch groß sein – das merkt man spätestens, wenn einem mit Semesteranfang keiner mehr in großen Gesamteinführungen erzählt wie, wann, was, wo passieren wird. Diese Informationen muss man sich jetzt alle beizeiten selbst besorgen. Also Punkt eins: Internet. Es lohnt sich regelmäßig in den Seiten des Studiendekanats und vor allem in die Online-Kursbuchung reinzuschauen! Letzteres ist ganz wichtig, weil sich hier (wie im ersten Semester ja auch schon) vor Semesterbeginn einiges entscheiden lässt.

Das 2. Semester steht fast ausschließlich im Zeichen der „kleinen und großen“ Anatomie. Die „kleine“ bzw. Mikroanatomie mit der Histologie, die durch Kurs und Vorlesung so ziemlich jeden morgen die Herzen höher schlagen lässt… Hier wird zuerst durch die Vorlesung in die Theorie der Gewebelehre eingeführt, die dann nachher in der Praxis, also auf den Präparaten, mit dem Mikroskop nachvollzogen wird. Die mündliche Prüfung kann bei Nichtbestehen auch durch eine Klausur ersetzt werden, die jedoch deutlich schwieriger ist.

Und natürlich habt ihr auch die „große Anatomie“: die topographische Anatomie mit Präpkurs & Co., in dem nach dem Demokurs im ersten Semester jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden. Dazu gleich soviel: Ja, der Präpkurs fängt gleich am ersten Tag für die erste Gruppe an. Kittel und Handschuhe sind natürlich Pflicht, das Präparierbesteck bekommt ihr vom Institut gestellt. Übrigens: Nein, es ist echt nicht so schlimm, schließlich gewöhnt man sich an alles und außerdem ist man sowieso so beschäftigt, dass man erst gar nicht soviel darüber nachdenken kann. In Erlangen präparieren übrigens acht Studenten an einem Tisch mit jeweils einer Leiche. Die Leiche ist und bleibt erstmal komplett und wird in bestimmte Regionen (die nach jedem Testat wechseln) unterteilt präpariert. So bekommt man schichtweise einen guten Überblick über den gesamten Körper. Die Testate, es sind vier an der Zahl, werden mündlich an der Leiche abgehalten. Der Stoff ist sehr umfangreich und ihr müsst nicht nur erklären, sondern auch zeigen können – aber keine Panik, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Die übrigen (nichtanatomischen) Fächer sind die Physiologie und die Propädeutik der Biochemie. Wünschenswert wäre es, wenn man hier regelmäßig immer ungefähr auf dem Laufenden bleibt – auch wenn die anderen Fächer drücken. Die Biochemie wartet zwar erst im nächsten Semester mit ihrer „Bonusklausur“ auf, aber bis dahin sollte man die Chemie nicht aus den Augen verlieren.

In der Physiologie ist die Sache schon etwas akuter, durch die regelmäßigen angekündigten Kurztestate bei denen nicht versäumt werden sollte beizeiten seine Schäfchen ins Trockene zu bringen, damit einen am Schluß nicht zu viele Punkte von der „erfolgreichen Teilnahme“ trennen und man in der Nachprüfung den kompletten Stoff wissen muss.

Zuletzt das ominöse Fach „Berufsfelderkundung“ steht im Stundenplan nicht für regelmäßig zu besuchende Wochenstunden sondern ist vielmehr ein zweitägiges Praktikum in den Ferien. Zwei Tage bei irgendeiner Krankenkasse oder ähnlichem hospitieren, einen Bericht darüber schreiben, fertig.

 

Update WS17/18 Gregor