Fachschaft Humanmedizin der FAU Erlangen-Nürnberg

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Physikum geschafft! Jetzt seid ihr reif für die Klinik

Ihr werdet gleich in der ersten Woche merken, dass hier ein etwas anderer Wind weht und zwar ein ruhigerer. Außer der Einführungsveranstaltung am Donnerstag findet nämlich nichts statt.

Mikrobiologie:

Die Vorlesung ist in drei große Teile eingeteilt. Zunächst wird zum größten Teil des Semesters von Professor Bogdan über Bakteriologie geredet. Dann kommt ein Teil Virologie und zwischendrin immer wieder kurze Abstecher zur Hygiene.

Es gibt ein Skript und als Buch bietet sich die Duale Reihe Mikrobiologie an, wo man fast alles was in der Vorlesung dran ist auch findet.

Die Prüfung am Ende besteht aus 40 Fragen (14 Virologie, 6 Hygiene und 20 Bakteriologie) und nur 30 min Zeit, ist nicht leicht aber fair. Professor Bogdan ist es sehr wichtig, dass man die Vorlesung besucht, deshalb fragt er viel, was er nur in der Vorlesung sagt und aber nicht unbedingt schon im Skript steht.

Pathologie:

Die Dozenten der Vorlesung wechseln, generell kommt immer der jeweilige Pathologe, der am Institut Fachmann für das Gebiet ist. Vieles ist anschaulich aber einige der Pathomechanismen erinnern auch sehr an die Trockenheit der Biochemie, sind aber in dieser Fülle bisher nicht geprüft worden.

Für die Klausur gilt: Vorlesung durcharbeiten und Altklausuren kreuzen. Die Klausur ist nicht einfach, aber durchaus gut machbar.

Das Mikroskopieren findet zweiwöchentlich abends im Histologie-Saal statt und ähnelt auch dem Histokurs weitgehend, außer, dass die Präparate jetzt pathologisch sind.

Die praktischen Prüfung besteht au 10 Präparaten für die man 50 Minuten Zeit hat. Man bekommt diese in einer kleinen Präparate-Mappe und sitzt dann am Mikroskop und muss sowohl Organ, als auch Diagnose auf ein Blatt Papier schreiben. Organ gibt einen, Diagnose zwei Punkte.

Einmal pro Woche gibt es zudem morgens ein Seminar, in dem man häufige Krankheiten bespricht. Dabei werden auch verschiedene pathogene Organe gezeigt, die meistens relativ frisch aus dem OP oder dem Sektionssaal kommen. Das Seminar ist je nach Kursleiter mehr oder weniger interessant.

Pharmakologie:

In diesem Fach freuen sich alle, die auf ein solides physiologisches und biochemisches Fundament bauen können. Für alle anderen wird es ein bisschen härter. In der Vorlesung wird normalerweise erst die physiologische Funktionsweise erklärt, und dann die Einflussmöglichkeiten mit Medikamentennamen dargestellt.

Meistens wird die Vorlesung von Professor Ludwig gehalten, was sehr unterhaltsam ist, allerdings ist es ganz normal sich die Frage zu stellen, ob man daheim oder in der Bibliothek beim Karteikarten schreiben nicht effektiver lernt, anstatt sich in die Vorlesung zu setzen.

Lohnenswert ist es allemal, da Professor Ludwig zu fast allem eine Anekdote kennt und was zu erzählen weiß, was die Zeit im Biochemie-Hörsaal auch nicht ganz verloren erscheinen lässt.

Die Klausur ist kein Pappenstiel, aber man sollte sich wirklich gut vorbereiten. Altklausuren sind gut um ein Gefühl für die Fragen zu bekommen. An allzu viele Altfragen kann ich mich leider nicht erinnern.

Medizinische Informatik (Q1 Teil 1):

Ein Fach das bei vielen Studenten auf sehr geringes Interesse stößt, weil sich nicht viele mit diesen Inhalten über das private E-Mail-Konto und die Facebook-Seite hinaus beschäftigen wollen. Einerseits schade, weil die elektronische Datenverarbeitung im Krankenhaus immer wichtiger wird und hoffentlich das Papier-Chaos der Krankenakten bald überwunden ist, andererseits verständlich, weil die Lehrinhalte wegen der Rasanz der Entwicklung in 2 Jahren schon wieder überholt sein werden.

Ein paar Grundlagen können niemandem schaden, denken sich auch die Informatiker und haben die Klausur auf schriftlich umgestellt, was vom Niveau betrachtet verheerend war und in einer gut gefüllten Nachklausur geendet hat. Schade dass mit dieser Erhöhung der Schwierigkeit auch gleich die Übung weggefallen ist und jetzt Alibi-mäßig als 2. Teil der Vorlesung mittwochs im Hörsaal abgehalten wird, statt in besser zu betreuenden Kleingruppen.

Notfallmedizin (Q4):

Wie es an der Überschrift zu erkennen ist, ein Querschnittsfach, in dem Dozenten verschiedenster Richtungen die Notfälle und speziellen Behandlungskonzepte ihrer Kliniken vorstellen. Als Grundlage beginnen die Anästhesisten mit den wichtigsten Fakten zur Reanimation, da die auch die Notfallmediziner des Krankenhauses stellen. Außerdem besetzen sie in Erlangen den Notarztwagen und vermitteln für Nicht-Rettungsdiensterfahrene einen Einblick in die präklinische Notfallrettung.

Die restlichen Vorträge sind zum Teil sehr spannend, aber auch langweilig und einschläfernd. Wieder einmal könnt ihr hier aber mit Hilfe der Evaluation eingreifen und den Semestern euch bessere Vorlesungen bescheren.

Die Prüfung ist mündlich in 4er-Gruppen und total entspannt. Die Prüfer fragen wirklich keine komplizierten Sachen. Man sollte sich die letzte Repetitoriums-Vorlesung von Herrn Breuer dringend anhören und das Skript lernen. Hier kann man kaum durchfallen.

Prävention (Q10):

Kurz und knapp: es erinnert ein wenig an PsychSoz. Ist aber lange nicht so lernintensiv und kann gut mit Altklausuren und etwas gesundem Menschenverstand bestanden werden.

 

Gesundheitsökonomie (Q3):

Auch hier nur kurz: ein wenig Wirtschaft und soziale Strukturen, inklusive Krankenversicherungssystem. Klausur war fair und mit Altklausuren gut machbar.

Allgemeinmedizin:

Hier gibt es seit neustem einen eigenen Lehrstuhl. Deswegen dürfen wir gespannt sein, was es so neues geben wird in Zukunft.

 

 

 

WS 2013/2014 Anne