Fachschaft Humanmedizin der FAU Erlangen-Nürnberg

Hochschulpolitik, Partys, Sommerfest, Medimeisterschaften …

Inhalt

6. Semester

Bildgebende Verfahren, Strahlenbehandlung, Strahlenschutz (Q11):

Der Eingangsblock ist eine Ringvorlesung, wie es für den klinischen Abschnitt typisch ist. Thematisch zusammengehörig mit dem Praktikum aus dem 5. Semester werden 5 Tage lang die unterschiedlichsten Diagnose und Therapieverfahren vorgestellt. Die Qualität der einzelnen Vorlesungen ist sehr dozentenabhängig. Bei Herrn Lorz gibt man den abgestempelten Laufzettel aus dem 5. Semester ab und darf an der MC-Klausur teilnehmen.

Mikrobiologie:

Die Veranstaltung besteht aus einem wöchentlichen, dreistündigen Praktikum, in dem man die Versuche aus dem Kursbuch bearbeitet. Im Gegensatz zur Biochemie ist das Praktikum sehr straff und gut organisiert und Frau Rupp und Frau Wehrmann helfen einem gerne weiter. Es wird jedoch sehr viel Theoretisches in teilweise rasendem Tempo wiederholt bzw. neue Inhalte vermittelt. Daher sollte man sich ein bisschen auf die jeweilige Thematik vorbereiten, dann ist es nicht ganz so stressig und auch für das Bestehen der Prüfung nicht unnütz. Von der Gram-Färbung bis zur EBV-Diagnostik ist alles dabei. Agar-Platten mit Bakterien, das Kligler-Röhrchen mit den Salmonellen und das Mikroskop dürfen natürlich auch nicht fehlen.

In der Woche vor der Prüfung findet jeweils abends drei- bis viermal ein Repetitorium statt, wo vor allem Fragen beantwortet werden. Außerdem wird einen ganzen Tag lang der Kurssaal geöffnet zum freien Mikroskopieren.

Am Prüfungstag selbst zieht man seinen Prüfer, der entweder Mikrobiologe, Virologe oder Hygieniker ist. Alle Prüfer sind angehalten zu jedem Gebiet etwas zu fragen, so dass man zu jedem Thema etwas sagen können sollte. Prinzipiell sind die im Praktikum behandelten Themen schon Kerngebiet der Prüfung, es wird aber auch mal etwas anderes gefragt. Es wird man ca. 20 Minuten geprüft und die Noten spiegeln nicht immer das jeweilige Können und den Arbeitsaufwand wieder, den man sich im Semester zugemutet hat. Allerdings wird die Prüfung auch selten nicht bestanden und hinzugehen lohnt sich.

Pharmakologie Seminar:

Jeden Donnerstag von 16 – 19 Uhr sitzt man in Gruppen mit 20 Studenten und 2 Tutoren zusammen und bearbeitet verschiedene Medikamentengruppen. Im Wintersemester ist die Zeit schon knapp, im Sommer noch viel kürzer. Hier sollte man sich definitiv vorbereiten, sonst kommt man wirklich schlecht mit und die mündliche Prüfung am Ende erscheint unmöglich.

Es geht jede Woche um einen bestimmten Themenkomplex, der anhand von klinischen Fallbeispielen bearbeitet wird. Die Medikamente, die man können soll, werden explizit erwähnt, auch was man dazu alles wissen sollte. Man erarbeitet teils gemeinsam und teils in Kurzreferaten den Stoff, der dann vom Seminarleiter noch ergänzt wird. Jede Woche stellt man den anderen kurz eine Medikamentengruppe vor, was auf die mündliche Prüfung vorbereiten soll.

Seinen Prüfer bekommt man im Gegensatz zu Mikrobiologie schon eine Woche vorher mitgeteilt, so dass man sich mit Hilfe der Prüfungsprotokolle ganz gut vorbereiten kann. Die Prüfung dauert 10 bis 15 Minuten.

Innere Medizin (Sommersemester):

Die Ringvorlesung im Ulmenweg im Großen Hörsaal zusammen mit dem 7. Semester steht und fällt wie alle Veranstaltungen mit dem Dozenten. Im Sommersemester wird die Hälfte des Semesters von den Kardiologen bestritten, dieser Teil ist eine sehr lohnende Veranstaltung. Professor Achenbach hat zu fast jeder Vorlesung einen Patienten dabei und über die ausgeteilten Funkkopfhörer kann man die Untersuchung mit dem Stethoskop verfolgen und bekommt die Herzvitien und ihre typischen Geräusche aus erster Hand erklärt. Der Vorlesungsabschnitt zur Geriatrie sowie der Abschnitt zur Rheumatologie und Immunologie war schon wesentlich anstrengender, die Klausur am Ende dagegen aber gar nicht, wenn man sich die Altklausuren anschaut. Als Mediziner sollte man in diese Vorlesung aber auf jeden Fall gehen, weil hier die Grundlagen besprochen werden.

Innere Medizin (Wintersemester):

Die Vorlesung findet über zwei Semester statt. Im Wintersemester werden die Themen Hämatologie, Hämatoonkologie, Gastroenterologie, Pulmologie, Endokrinologie und Nephrologie behandelt. Es gibt wieder viele Patientenvorstellungen, v.a. von der Nephrologie und Hämatologie/Onkologie sind sehr gut (gerade Prof. Mackensen gibt sich viel Mühe). Die Stoffmenge ist recht groß und auch die Klausur am Ende nicht wirklich einfach.

Pathologie:

Die Veranstaltung besteht in diesem Semester aus 90 minütigen Vorlesung montagmorgens, die erwartungsgemäß meistens schlecht besucht wird. Allerdings sind die Vorlesungen eine gute Vorbereitung für den später am Montagvormittag stattfindenden Mikroskopierkurs, da dieser immer vom gleichen Dozenten abgehalten wird, der sich meistens auf das schon vermittelte Wissen bezieht.

In den vier Tagen vor der Prüfung, die am Ende der Semesterferien steht, wird ein Repetitorium von Professor Strömmer angeboten, welcher wirklich sehr gut über die kommende Klausur informiert ist. Vormittags die Vorlesung und vor allem nachmittags der Mikroskopierkurs lohnen sich. Das online-Mikroskopieren bei der vhb hilft zusätzlich bei der Prüfungsvorbereitung.

Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen Teil mit MC Fragen und 10 Präparaten zum Mikroskopieren und ist nicht unanspruchsvoll. Die zukünftige Digitalisierung des Mikroskopierteils auf Tabletts, dürfte es auch nicht leichter machen.

Chirurgie/Unfallchirurgie:

Die Vorlesung hält zu großen Teilen Professor Ignaz Schneider und er bemüht sich mit seinen teilweise schon in die Jahre gekommen und wenig beschrifteten Folien keine Langeweile aufkommen zu lassen. Er selbst ist Proktologe, weshalb die distalen Darmabschnitte auch Hauptgegenstand der Vorlesung sind. Die Note der MC Klausur zählt zu einem Drittel zum Chirurgie-Schein und ist durchaus machbar.

Humangenetik:

Die Vorlesung findet mittwochmorgens im kleinen Hörsaal Innere statt. Nicht jeder ist bereit zu so früher Stunde aufzustehen, dementsprechend ist die Vorlesung nicht gerade überfüllt. Professor Reis bemüht sich sehr, im Laufe des Semesters immer wieder wissenschaftliche Methoden und aktuelle Forschungen zu erklären. Die Folien sind teilweise recht spärlich beschriftet und deshalb etwas unübersichtlich. Auch in dieser MC Klausur am Ende des Semesters hat sich der Anteil neuer Fragen in den letzten Semestern erhöht, was Humangenetik nicht unbedingt zur einfachsten Prüfung des Semesters macht.

Praktikum klinische Chemie, Hämatologie und Transfusionsmedizin:

Besteht aus jeweils vier Praktikumsterminen zu jedem der drei Themengebiete und einer eher schlecht besuchten zweistündigen Vorlesung. Die Skripte werden nur teilweise zur Verfügung gestellt, die Vorlesung an sich ist aber eigentlich ganz gut.

Das Praktikum findet in einem teuer ausgestatteten Kursraum der klinischen Chemie statt, neben dem Simulationszentrum der Anästhesie. In Hämatologie betrachtet man Blutausstriche unter dem Mikroskop, in klinischer Chemie fühlt man sich zurückversetzt ins Biochemiepraktikum, und in Transfusionsmedizin macht man die Kreuzprobe und lernt, wie man eine Konserve Blut anhängt, ohne danach verklagt zu werden. Die Dozenten versuchen die Nachmittage mit Fallbeispielen und Gruppenarbeiten aufzulockern.

Die Klausur besteht aus MC-Fragen, anfangs 10 Bilder danach dann Vorlesungsstoff. Bestehen war kein Problem.

Praktikum Notfallmedizin:

Man übt an drei Nachmittagen Basic und Advanced Life Support an der Puppe, inklusive Intubation, Zugang und Defibrillation. Im sonst sehr theoretischen Studentenalltag eine erfrischende Abwechslung mit motivierten Tutoren und Assistenzärzten.

Epidemiologie und medizinischen Biometrie (Q11, Teil 2):

An zwei Freitagen hat man Vorlesung und am darauf folgenden Termin dann eine vierstündige verpflichtende Übung, in welcher in Gruppenarbeit verschiedene Aufgaben gelöst werden müssen. Einen der vier Übungstermine darf man fehlen ohne Entschuldiging.

In diesem Fach geht’s um Statistik und Zahlen, was dazu dient, Studien besser bewerten und interpretieren zu können. Außerdem können Grundkenntnisse in diesem Fach die Auswertung der Doktorarbeit erleichtern, aber das begeistert bei derart trockenem Stoff nicht wirklich. Die Klausur ist nicht leicht, die Übungen helfen allerdings beim Lernen einen Schwerpunkt zu setzen.

Update WS17/18 Franziska Hecht