Aktuelles vom Lehrstuhl Emp. Wirtschaftssoziologie

Ein weiterer Blog des FAU-Blogdienstes

Inhalt

Vertretung im Wintersemester durch Prof. Dr. Marc Keuschnigg

Frau Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans hat den Ruf auf die W3-Professur „Empirische Hochschul- und Wissenschaftsforschung“ an die Leibniz Universität Hannover, verbunden mit der wissenschaftlichen Leitung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), zum 1.9.2015 angenommen.

Der Lehrstuhl für Empirische Wirtschaftssoziologie wird ab 1.10. von Prof. Dr. Marc Keuschnigg vertreten. Als wissenschaftliche MitarbeiterInnen sind weiterhin Antje Buche, Corinna Frodermann, Nicole Kaiser, Gerhard Krug und Katharina Seebaß tätig.

Gerne informieren wir Sie über die Fortführung des Studienprogramms am Lehrstuhl für Empirische Wirtschaftssoziologie. Begonnene Abschlussarbeiten am Lehrstuhl werden von den zuständigen Betreuenden bis zu ihrer Fertigstellung begleitet und bewertet.

Die Lehrveranstaltungen im WS15/16 werden durch Prof. Dr. Marc Keuschnigg sowie den wissenschaftlichen MitarbeiterInnen wie bisher angeboten. Informationen zu den angebotenen Veranstaltungen finden Sie im Univis und auf Studon. Die Koordination des Master Sozialökonomik übernimmt ab 1.10. Prof. Dr. Martin Abraham. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin wird weiterhin Nicole Kaiser die Masterkoordination unterstützen.

Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne an das Sekretariat (wiwi-wisoz@fau.de) wenden.

Lehrveranstaltungen Marc Keuschnigg im WS 2015/16

Spezielle Methoden der empirischen Sozialforschung:
Experimente in der Soziologie

Bachelor-Seminar, Mittwoch 15.00-16.30 Uhr

Prof. Dr. Marc Keuschnigg

Aufgrund ihrer hohen internen Validität werden Experimente vielfach als Goldstandard wissenschaftlicher Forschung bezeichnet. Die Probleme von sozialwissenschaftlichen Experimenten werden dagegen häufig in der ungeklärten Übertragbarkeit ihrer Ergebnisse auf die „reale Welt“ gesehen. Nicht zuletzt aufgrund ihrer strittigen externen Validität stößt die experimentelle Methode bis heute vor allem in der Soziologie auf gehörigen Gegenwind.

Dieses Seminar liefert gute Gründe für die Durchführung von Experimenten. Zunächst wird in die Methodologie von sozialwissenschaftlichen Experimenten eingeführt und Potenziale, aber auch Probleme experimenteller Forschung anhand ausgewählter Anwendungsgebiete aus der Wirtschafts-, Bildungs-, und Umweltsoziologie erörtert. Im Anschluss besprechen wir dringend notwendige Methodenforschung zum Einsatz von Labor-, Feld-, Vignetten- und natürlichen Experimenten in der Soziologie. Das Experiment wird dabei keinesfalls als Ersatz, sondern vielmehr als Ergänzung zu den in der empirischen Sozialforschung verbreiteten Untersuchungsplänen verstanden.

Das vertiefende Seminar richtet sich an quantitativ-empirisch interessierte Studierende und soll zur vermehrten Nutzung experimenteller Verfahren in der empirischen Sozialforschung einladen.

Prüfungsanforderungen: Referat und Hausarbeit

Literatur: Keuschnigg, M. und T. Wolbring (Hrsg.), 2015. Experimente in den Sozialwissenschaften. 22. Sonderband der Sozialen Welt. Nomos, Wiesbaden.

 

Bildungssoziologie

Master-Seminar, Donnerstag 11.30-13.00 Uhr

Prof. Dr. Marc Keuschnigg

Spätestens seit Dahrendorfs einflussreichem Buch „Bildung ist Bürgerrecht“ (1965) beschäftigen sich verschiedene sozialwissenschaftliche Disziplinen mit Fragen der Bildungsforschung und -politik. In diesem Seminar werden nach einer theoretischen Einführung Befunde der Bildungsforschung diskutiert. Die Veranstaltung ist dabei in zwei thematische Schwerpunktbereiche gegliedert: Im ersten Teil widmen wir uns der Frage wie sich die Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen Gruppen auf Bildungsbeteiligung und -erträge auswirkt. Im Zweiten Teil fokussieren wir ausgewählte aktuelle Entwicklungen im Bildungssystem (z.B. G9 vs.G8, Bachelor und Master vs. Magister und Diplom).

Das Seminar richtet sich an Master-Studierende der Sozialökonomik und Wirtschaftspädagogik. Voraussetzung sind gute Kenntnisse der englischen Sprache, da ein Großteil der einschlägigen Publikationen nicht auf Deutsch vorliegt. Begrüßt wird außerdem ein Interesse an quantitativer Sozialforschung.

Prüfungsanforderungen: Referat und Hausarbeit

Literatur: Kristen, C., 1999. Bildungsentscheidungen und Bildungsungleichheit: Ein Überblick über den Forschungsstand. Arbeitspapier Nr. 5 des Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung, online unter http://www.mzes.uni-mannheim.de/publications/wp/wp-5.pdf