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Das Café Katzentempel

Miau. Foto: Milena Kühnlein

Immer wieder stellen wir auf unserem Blog ausgefallene, süße, besondere, schöne oder coole Cafés, Bars und Restaurants der Region vor. Diesmal: das „Café Katzentempel“ im Nürnberg.

Über das neueröffnete Café Katzentempel in Nürnberg wurde schon einiges berichtet und geschrieben. Nun habe ich mich im Auftrag unseres Blogs selbst auf den Weg dorthin gemacht. In Los Angeles, Köln oder Wien gibt es sie zum Beispiel schon: Cafés, in denen Katzen frei herumlaufen, spielen und leben. Das Konzept setzt sich daraus zusammen, dass die Gäste Zeit mit den Tieren verbringen, sie beobachten und streicheln können – insofern die Samtpfoten das wollen. Wolfgang Bayer, Besitzer und Gründer des Katzentempels in Nürnberg, stellt nämlich klar: „Wir sind die Gäste der Katzen, nicht umgekehrt. Die Katzen müssen auf die Leute zukommen, das ist der Unterschied zu einem Streichelzoo.“

Ich persönlich war wirklich skeptisch. Katzen sind nicht meine Lieblingstiere, diese selbstgefällige Art macht sie für mich als Haustiere wesentlich unsympathischer als Hunde (Todesdrohungen für diese Aussage bitte direkt an meine Mailadresse richten). Als Kundin des Cafés versuchte ich trotzdem unvoreingenommen zu sein. Das Café liegt zentral in der Nähe der Lorenzkirche, das Ambiente ist ordentlich und ansprechend und die Auswahl an Getränken und Speisen riesig. Neben typischen Snacks wie Kuchen und Sandwiches gibt es auch gesunde Burger und Salate. Alles ist vegan oder vegetarisch. Also bestellte ich einen Cappuccino mit Hafermilch und einen Pfannkuchen mit Marmelade. Schon wenig später sprang eine zierliche Katze direkt auf meinen Schoss und machte es sich dort bequem, wobei selbst mir so ein kleines bisschen das Herz aufging. Während es sie sich auf meinen Oberschenkeln zum Knäul eingewickelt hat, beugte ich mich über sie zum Tisch, um meinen ersten Bissen zu nehmen. So habe ich tatsächlich noch nie gegessen (ich bin keine Haustierhalterin, für alle die sich jetzt wundern). Das Essen schmeckte ausgesprochen gut und auch der Kaffee ließ keine Wünsche offen. An diesem Tag war wenig los im Katzentempel. Ansonsten sollte man –insbesondere am Wochenende – lieber reservieren. Natürlich mag es befremdlich sein, wenn Katzen auf den Tisch springen, an dem man gerade isst, aber dieses Café ist eben außergewöhnlich und richtet sich speziell an Tierliebhaber. Doch wer platziert hier eigentlich gerade sein Pfötchen neben meine Kaffeetasse? Das Beweisfoto hierzu finden sie auf dieser Seite.

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Auslandssemester in Kanada, einem Land mit Trimestern und fünf Jahreszeiten – Teil 1

Wer findet Julia?

Québec ist die größte Provinz Kanadas mit dem größten frankophonen Bevölkerungsanteil. Mit dem Direktaustausch-Programm Kanada PÉÉ (Programme d’Échanges Étudiants) des BCI (Bureau de coopération interuniversitaire) können Studierende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg nach Québec reisen, um dort zu studieren und ihr Französisch zu verbessern. Leider ist dieses Austauschprogramm an der FAU bei weitem nicht so bekannt wie viele andere. Höchste Zeit, dass sich das ändert! Wir haben uns mit zwei Studierenden getroffen, die jüngst am Québec-Austauschprogramm teilgenommen haben und erst vor wenigen Monaten wieder an die FAU zurückgekehrt sind. Julia Appel und Felix Ernst haben uns von ihren Eindrücken und Erfahrungen in Sherbrooke bzw. Montréal berichtet. Im folgenden Interview könnt ihr zunächst einiges über Julias Auslandssemester in Sherbrooke erfahren. Wie Felix seine Zeit in Montréal verbracht hat, berichten wir ebenfalls in einigen Tagen und auch dieses Interview solltet ihr nicht verpassen.

Hallo, Julia! Kannst du dich kurz vorstellen?

Julia: Sehr gerne. Ich bin Julia, bin 22 Jahre alt, studiere Romanistik und Pädagogik an der FAU im Bachelor und war im letzten Herbst und Winter, also in meinem 5. Fachsemester, für ein Trimester (das Semester ist dort in drei Blöcke aufgeteilt) in Québec an der Université de Sherbrooke.

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Kulturgeografie in Erlangen: Eine Exkursion auf die Philippinen

Arm und reich: Die Wolkenkratzer im Finanzzentrum von Makati nebenWellblechhütten einer informellen
Siedlung. Foto: Scheerin Alouo

7107 Inseln mitten im pazifischen Ozean: Die Philippinen sind nicht nur ein beliebtes Reiseziel, sondern auch politisch und gesellschaftlich enorm spannend. FAU-Masterstudentin Scheerin Alou hat zusammen mit 23 anderen Studenten und Dozent Dr. Boris Michel eine Exkursion dorthin gestartet. Was sie zwischen Meeresrauschen, Palmen und türkisblauem Wasser alles erlebt hat, erzählt sie uns im Interview.

 In welchem Rahmen an die Exkursion zu den Philippinen denn stattgefunden?

Scheerin: Das ist im Studium der Kulturgeografie so vorgesehen. Wir müssen sowohl im Bachelor als auch im Master eine große Exkursion machen und diesmal waren es eben die Philippinen. Wir waren zwei Wochen dort.

Wieso wurde dieses Exkursionsziel festgelegt?

Scheerin: Das hängt immer davon ab, wo unsere Dozenten ihren Länderschwerpunkt haben. Dr.  Boris Michel hat eben in Manila gelebt und dort über Städteentwicklung promoviert.  Er kannte sich dementsprechend gut aus.

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FAU-Medizinstudentin von Deutscher Balint-Gesellschaft e.V. ausgezeichnet

Louisa Hecht: „Das ist für uns Studenten eine schöne Anerkennung.“ Foto: Milena Kühnlein

Louisa Hecht studiert im 9. Fachsemester Medizin an der FAU und hat zusammen mit Kommilitonen eine Anamnesegruppe gegründet. Hier lernen Mediziner, Zahnmediziner, Psychologen und Logopäden gemeinsam den Umgang im Gespräch mit Patienten. Das Projekt verfolgt auch insofern eine enorm wichtige Aufgabe, als dass die Studierenden hier ergänzend zum Studium Kontakt zu realen Patienten erfahren. Nun wurde Louisa Hecht dafür von der Deutschen Balint-Gesellschaft e.V. (DBG) ausgezeichnet.

Erstmal vorab: Was genau versteht man unter Anamnese?

Louisa: Anamnese ist das Erstgespräch zwischen einem Arzt und einem Patienten. Also das, worauf alle folgenden Untersuchungen und Therapieentscheidungen aufbauen. Im Medizinstudium haben wir erst ab dem 8. Semester Kontakt zu Patienten. Um diese entscheidende Fertigkeit des Arzt-Seins schon früher zu trainieren, habe ich mit ein paar Kommilitonen zum Wintersemester 2015/16 die Anamnesegruppen Erlangen gegründet.

Wie bist Du auf diese Idee gekommen?

Louisa: Ich habe in München meine Vorklinik gemacht. Dort habe ich das Konzept der Anamnesegruppen kennen gelernt. Als ich nach dem Physikum nach Erlangen kam, habe ich gemerkt,  dass es hier keine derartigen Projekte gab. Da habe ich mit ein paar Kommilitonen beschlossen auch in Erlangen Anamnesegruppen auf zu bauen.

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