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Beschwingter durchs Studium mit der Erlanger Universitätsmusik

Die Orangerie - Sitz der Erlanger Universitätsmusik. Foto: Anna Appel

Die Orangerie – Sitz der Erlanger Universitätsmusik. Foto: Anna Appel

„Sing! Sing mal wieder – Rock, Punk, Soul oder Weihnachtslieder!“ (Wise Guys)

Dir fehlt der Klavierunterricht oder der Schulchor? Du hattest früher nie genug Zeit und Geld übrig, um Gesangsunterricht zu nehmen? Dann bist du an der FAU genau richtig gelandet, denn hier gibt es zahlreiche Musikangebote für Studierende aller Fachrichtungen. Von Chor und Big Band bis Einzelunterricht in Gesang oder einem Instrument bietet die Erlanger Universitätsmusik viele Möglichkeiten für Studierende, die gerne musikalisch aktiv sind. Verschiedene Musikrichtungen werden bedient.

Die Erlanger Universitätsmusik unter der Leitung von Universitätsmusikdirektor Prof. Dr. Konrad Klek befindet sich in der Orangerie (Schlossgarten 1) und wurde 1854 als Institut für Kirchenmusik gegründet. Deshalb gehört sie noch heute formell zum Fachbereich Theologie. Doch der Name Erlanger Universitätsmusik zeigt, dass sie sich nicht ausschließlich der Kirchenmusik verschrieben hat – auch Jazz, Rock, Pop und allgemein klassische Musik stehen auf dem Plan.

Üb-Instrumente und ECTS-Punkte

Du bist interessiert am Instrumentalunterricht, aber weißt nicht, wie du ohne ein eigenes Instrument üben sollst? Kein Problem: In der Orangerie wie auch in Alterlangen (Schallershofer Straße 84) stehen Dir mehrere Flügel, Klaviere und Üb-Orgeln zur Verfügung. Lediglich eine Anmeldung im Sekretariat der Erlanger Universitätsmusik in der Orangerie ist notwendig. Außerdem kannst du durch die Teilnahme an den musikalischen Angeboten sogar ECTS-Punkte im Bereich Schlüsselqualifikationen sammeln. Ein beschwingteres Studium ist also in mehrfacher Hinsicht möglich, wenn man eines der Musikangebote der FAU nutzt. Zum einen kann man den Stress abbauen, der sich die Woche über angestaut hat, denn Musizieren befreit den Geist von unnötigen Belastungen. Zum anderen hat man auch innerhalb des Studiums weniger Stress, da man sich sein Hobby gleichzeitig als Schlüsselqualifikation anrechnen lassen kann, anstatt zusätzlichen Lernaufwand für diese Punkte zu betreiben.

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Einmal Sherlock Holmes spielen: Live-Escape-Games im ParaPark in Fürth

Zsófia gründete Anfang 2015 mit ihrer Familie den ParaPark in Fürth. Foto: Salome Mayer

Zsófia gründete Anfang 2015 mit ihrer Familie den ParaPark in Fürth. Foto: Salome Mayer

Sich einsperren lassen und dafür noch bezahlen? Was abgefahren klingt, kann man im ParaPark in Fürth tatsächlich machen. Sinn des Ganzen: Innerhalb einer Stunde Codes knacken, kreative Lösungen finden und dabei als Team zusammenwachsen. Nur so kann man die Tür in die Freiheit wieder öffnen. Wir haben uns in das Kellergewölbe in der Gartenstraße gewagt und das Live-Escape-Game „9. Portal“ gespielt.

„Ohne Joker schafft es niemand“

Als sich die Tür hinter uns schließt wissen wir nur: Wir müssen hier wieder herauskommen. Wie? Das wird sich zeigen. Wir nehmen den in schummriges Licht getauchten Raum unter die Lupe. Was bedeutet wohl das alte Radio auf der Kommode, deren Schieber mit einem Vorhängeschloss gesichert sind? Wie finden wir den Code heraus? Und wo ist der Schlüssel zur nächsten Tür? Jeder von uns fünf nimmt sich eine Ecke des Raumes vor. Wir tasten Wände ab, nehmen Bilder und Skulpturen von den Wänden, durchblättern Bücher, rücken Schränke von der Wand weg. Auf einem Bildschirm sehen wir die Zeit, die uns noch bleibt: 56:39 Minuten, 56:38, unerbittlich zerrinnen die Sekunden, die Minuten. „Leute, ich habe eine Zahl entdeckt“, ruft jemand; der nächste findet ein großes Holzstück, das wohl zu einem Puzzle gehört. Wie die Fundstücke zusammenpassen wissen wir nicht – jetzt ist Kombinationsgabe gefragt. Ein halbes Auge, das auf einen Spiegel gemalt ist, mustert uns bei unseren Überlegungen. Bestimmt ist es auch Teil der Lösung, aber wir kommen nicht drauf, was wir tun müssen, um diesen Geheimcode zu knacken. Wir fordern über das Walkie-Talkie, unserer einzigen Verbindung in die Außenwelt, Hilfe von Max, dem Moderator, an. Er beobachtet uns über Kameras und gibt uns den entscheidenden Hinweis. Fünf Joker hat jedes Team. „Nutzt diese Möglichkeit am Anfang. Wenn ihr am Schluss keine Zeit mehr habt, dafür aber noch alle Joker, bringt euch das nichts“, hatte Max uns in der kurzen Einführung gesagt, bevor er uns einschloss. Ohne Tipps von außen hat es noch kein Team geschafft, sich zu befreien.

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„Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel“ – Wissenswertes zum Debütroman des FAU-Alumnus Philip Krömer

FAU-Alumnus Philip Krömer stellte vor wenigen Monaten seinen unglaublichen Debutroman "Ymir" vor. Foto: Silviu Guiman

FAU-Alumnus Philip Krömer stellte vor wenigen Monaten seinen unglaublichen Debütroman „Ymir“ vor. Foto: Silviu Guiman

Der junge Autor Philip Krömer ist Mitglied des 2015 gegründeten Erlanger „homunculus verlags“. Dieser stellte sich dem „re>flex Magazin“ bereits im letzten Jahr vor. In einem Interview beantworteten die vier jungen Verleger, damals allesamt noch Studenten der FAU, Fragen zum Homunculus und erläuterten ihre Positionierung sowie ihr Motto „Literatur für alle Zeit“. Und im Mai dieses Jahres brachten sie uns auf den aktuellen Stand und berichteten von Philips erstem Roman „Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel“, der letzten März veröffentlicht wurde. Er spielt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs und verhandelt verschiedene Weltbilder. Es geht, so Philip, aber auch um Island, Wagner, um Monster und um Liebe. Nun ist es an der Zeit, sich genauer mit seinem Text auseinanderzusetzen.

Beim Lesen des Romans war ich schwer beeindruckt. Der intelligente Text besticht durch seine einzigartige, poetische Sprache und seine komplexe Erzählstruktur. Trotzdem liest er sich spannend und kurzweilig und bietet genug Raum zum Schmunzeln. Allerdings enthält der Roman zahlreiche Einflüsse von nordischer Mythologie einerseits und „wissenschaftlicher“ Theorie aus der Zeit um 1930 andererseits. So sieht sich der heutige Leser mit Anschauungen konfrontiert, zu denen er kaum Bezugspunkte aufweisen kann. Und der Text wirft viele Fragen auf. Damit jene, die „Ymir“ bereits gelesen haben, den komplexen Unterbau des Romans besser durchdringen können und alle anderen Lust aufs Lesen bekommen, – keine Angst, es wird nicht zu viel verraten – habe ich einige Fragen an den Autor Philip Krömer gerichtet, welche er in folgendem Interview beantwortet.

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„Planen, priorisieren, anfangen!“ – Dr. Annette Arend gibt Tipps zum Verfassen von Hausarbeiten

Dr. Annette Arend ist Expertin für das Verfassen von wissenschaftlichen Hausarbeiten. Foto: Salome Mayer

Dr. Annette Arend ist Expertin für das Verfassen von wissenschaftlichen Hausarbeiten. Foto: Salome Mayer

Die vorlesungsfreie Zeit ist für viele Studenten keine Ferienzeit, sondern harte Arbeitszeit. Dann heißt es nämlich – besonders für die Geisteswissenschaftler – Hausarbeiten schreiben. Für einige, besonders am Anfang des Studiums, eine sehr herausfordernde Aufgabe. Wie man Schreibblockaden überwindet und warum es peinlich werden kann, mit Fremdwörtern um sich zu werfen, verrät Dr. Annette Arend vom Grundlagen- und Orientierungsstudium der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie (GOS) am Zentralinstitut für Angewandte Ethik und Wissenschaftskommunikation (ZIEW).

Der Abgabetermin liegt noch in weiter Ferne, das Wetter ist so schön – die Hausarbeit kann warten. Wie kann man seinen inneren Schweinehund überlisten und die Hausarbeit nicht länger aufschieben?

Annette Arend: Es handelt es sich erst einmal um eine grundsätzliche Entscheidung: Ich will diese Arbeit schreiben. Danach kann man weiter überlegen: Welche Fristen setze ich mir? Eine Seminararbeit heißt ja nicht, den ganzen Sommer zu verpassen! Es hilft, sich einen Zeitplan zu erstellen: Wie lange brauche ich für die Recherche, wie lange für das Lesen, wie lange sitze ich an meiner Rohfassung und wann will ich die Arbeit wem zum Überarbeiten geben? Die Kurzformel ist „Planen, priorisieren und anfangen“. Priorisieren heißt zum Beispiel zu sagen: Ich habe nun acht Bücher zu dem Aspekt gelesen, aber es gibt nochmals 17 Stück. Davon schaue ich mir nur noch eins näher an, dafür habe ich noch einen Tag und dann muss ich endlich anfangen zu schreiben.

Soweit so gut: Ich habe meinen Zeitplan erstellt – doch wie bringe ich mich dazu, diesen auch umzusetzen?

Annette Arend: Wichtig ist die Regelmäßigkeit. Jeden Tag zwei Stunden an dem Projekt zu arbeiten ist besser, als an einem Tag acht Stunden durchzupowern und dann eine Woche lang wieder gar nichts zu machen. Dabei können Rituale helfen. Manche nehmen sich vor: Jeden Morgen nach dem Zähneputzen setze ich mich eine ¾-Stunde an den Schreibtisch und beschäftige mich mit meiner Arbeit. Wenn man das nicht alleine schafft, gebe ich den Tipp: Verabredet euch! Viele sind in der gleichen Situation, da findet man jemanden, mit dem man sich jeden Morgen um 10 Uhr in der Bibliothek trifft. Man kann zusammen Mittagspause machen und sich einen Wecker stellen, damit man wieder zur Arbeit zurückkehrt. Wenn man sich über seine Themen austauscht, bringt einen das möglicherweise noch auf neue Gedanken. Nachmittags kann man zur Belohnung dann zusammen ins Freibad. So etabliert man einen gewissen Rhythmus.

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