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Interview mit Prof. Dr. Maren Conrad

Prof. Dr. Maren Conrad. Foto: Leonie Kästner

Seit 2017 existiert im Department Germanistik und Komparatistik eine Juniorprofessur für Kinder- und Jugendliteratur, innegehalten von Prof. Dr. Maren Conrad. Erfahrt in diesem Interview mehr über ihren Werdegang, ihre ersten Schritte in Franken und einen literaturwissenschaftlichen Teilbereich, in dem es noch viel zu entdecken gibt.

Unter Ihren Lehr- und Forschungsschwerpunkten finden sich u.a.  Kinder- und Jugendliteratur (KJL) und dystopisches Erzählen – was hat Sie an diesen Themen angezogen?

Prof. Dr. Conrad: Meine Juniorprofessur ist in der neueren deutschen Literatur angesiedelt und hat einen Schwerpunkt in der Kinder- und Jugendliteratur. Kleine Formen und Themen die eher am Rande der ganz ‚klassischen Literaturwissenschaft‘ beheimatet sind – wie Balladen und die Fantastikforschung, zu denen ich promoviert habe – lagen  mir schon immer sehr am Herzen. Zur Kinder- und Jugendliteratur bin ich unter anderem über die Fantastikforschung gekommen. Und die KJL ist auch so ein Randthema, das in der Fachdidaktik eine große Rolle spielt, in der Literaturwissenschaft aber große Forschungslücken aufweist.

Als besonderes Forschungsgebiet interessiere ich mich für ganz moderne Formen des Erzählens, in der Kinder- und Jugendliteratur ist das zum Beispiel das Erzählen in digitalen oder transmedialen Bilderbüchern, Spielbüchern oder Computerspielen.

Mein Interesse an Dystopien und postapokalyptischen Szenarien kommt auch aus der Fantastikforschung, rührt aber nicht zuletzt auch daher, dass ich in Kiel studiert habe, wo das Katastrophenforschungszentrum gegründet wurde. Katastrophenerzählungen haben mich schon immer fasziniert und Erzählungen vom ‚letzten Menschen‘ sind ja erst in den letzten 10 Jahren wirklich populär geworden und darum noch nicht sehr intensiv erforscht worden. Die Postapokalypse ist dabei das Szenario einer ultimativen Katastrophe, und das fasziniert mich besonders. Postapokalyptische Robinsonaden, also Erzählungen vom letzten Menschen, der alleine auf der Welt übrigbleibt, wenn alle anderen fort sind, haben einfach einen besonderen Reiz, weil sie einerseits sehr traditionell, andererseits sehr ungewöhnlich erzählen können, das ist einfach ein extrem innovatives Sujet.

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Nürnberger auf der Welcome-Konferenz in Berlin

Auf der Welcome Konferenz in Berlin (Foto: Matthias Marx)

Auf der Welcome-Konferenz in Berlin (Foto: Matthias Marx)

Seit 2016 werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ehrenamtliche Studierendeninitiativen im Rahmen des Welcome-Programms gefördert. „Ziel des Programms ist es, studierfähige Geflüchtete beim Einstieg in ein Studium zu unterstützen“ heißt es im Wortlaut des Herausgebers.

Am 10. und 11. September fand die Tagung mit dem Titel „Verleihung des Welcome-Preises und Welcome-Konferenz“ in Berlin statt. Dort wurden die drei besten Projekte im Bereich der Integration von Geflüchteten an Hochschulen ausgezeichnet. Eingeladen waren, neben den Organisator*innen der nominierten Programme, auch andere studentische Hilfskräfte aus diversen deutschen Hochschulen, um einen aktiven Austausch zu gewährleisten. Auch eine studentische Hilfskraft der Uni-Nürnberg war dabei, um Expertise für ihr neues Tandem-Projekt zu erlangen. Weiterlesen

Das Tandem-Projekt der FAU

 

Beim gemeinsamen Kochen (Foto: FAU Integra)

Beim gemeinsamen Kochen (Foto: FAU-Integra)

„Integration durch Bildung wird [..] in den nächsten Jahren zum Schwerpunkt von Politik werden müssen“ sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka schon im Jahr 2015. Mittlerweile gibt es an fast jeder Hochschule Deutschlands ein Integra-Programm, das über den DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. Es umfasst verschiedene Maßnahmenpakete, die Menschen mit Fluchthintergrund den Weg ins Studium erleichtern soll.

Auch an der FAU kann die Integra-Abteilung einen Raum für internationale Begegnungen schaffen und im Bereich der Integration von Geflüchteten unterstützend wirken. Im Folgenden soll das von FAU-Integra ins Leben gerufene „Tandem-Projekt“ vorgestellt werden. Dafür habe ich Mitorganisator Maher Allamaa interviewt: Weiterlesen

Arbeitsalltag als Bibliothekshilfskraft

Die Teilbibliothek Germanistik. Foto: Leonie Kästner

Jede Bibliothek ist ein kleines bisschen anders, sowohl auf der für alle zugänglichen Ebene der Aufteilung und des Buchbestands als auch hinter den Kulissen. Dies lässt sich bereits nach zwei Stellen an verschiedenen Teilbibliotheken der FAU sagen: Alte Geschichte und Klassische Philologie und die der Germanistik. Während bei letzterer die Aufsicht an der Theke und das einstellen der Bücher zwei voneinander getrennte Aufgabenbereiche mit jeweiliger Einteilung bilden, fällt bei der ersten beides zusammen. Die Pflanzen, die in der Alten Geschichte und Klassischen Philologie zweimal in der Woche gegossen gehören, sucht man in der Germanistik vergebens.

Erzählt man jemanden, dass man in einer Bibliothek arbeitet, so lautet eine häufige Frage: „Was macht man da eigentlich?“

Für manche Stunden lautet die Antwort: „Nicht viel.“

Aber das ist natürlich nicht alles – ganz im Gegenteil.

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