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Der Lehrstuhl für Laserphysik baut einen Mini-Teilchenbeschleuniger

Der Laser. Foto: Lisa Wolf

Der Laser. Foto: Lisa Wolf

Das benötigt man:

Einen Laser (ca. 60.000 – 200.000 Euro / Stück)
Diverse Spiegel
Einen Elektronenstrahl (z. B. Elektronenmikroskop als Quelle)
Einen Mikrochip aus Silizium mit strukturiertem Nanogitter (alternativ aus Glas, ist aber schwerer zu bearbeiten)

So geht’s:

Zunächst in einem Reinraum die Gitterstruktur auf der Silizium-Oberfläche erstellen. Danach in einem Optiklabor den Laser starten. Durch die geschickte Kombination diverser Spiegel das Laserlicht in die für die Beschleunigung ideal geeignete Form bringen und schließlich in die „Black Box“ leiten. In diesem ominösen Vakuum-Gefäß geschieht die Magie. Hier den Laser- mit dem Elektronenstrahl auf dem zuvor präparierten Nanogitter kreuzen. Wenn man alles richtig gemacht hat, werden die Elektronen in dem Mikrochip beschleunigt.

Ok, ganz so einfach ist es dann doch nicht einen Mini-Teilchenbeschleuniger zu entwickeln. Nicht umsonst beschäftigt sich ein internationales Forscherteam unter Federführung des Lehrstuhls für Laserphysik der FAU und der Stanford University mit dem Projekt, das mit insgesamt 13,5 Mio. Dollar Forschungsgeld gefördert wird, von dem 2,4 Mio nach Erlangen gehen. Das Projekt vereint die Forschungsgebiete der Optik, Festkörperphysik und Nanotechnologie. Im Folgenden will ich in meinen Worten so simpel wie möglich wiedergeben, wie mir Prof. Hommelhoff, Inhaber des Lehrstuhls für Laserphysik, die Grundlagen des Projekts erklärte:

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Der botanische Garten im Winter – 15 Momentaufnahmen

Tropiiical. (Die tropische Pflanze). Foto: Lisa Wolf

Tropiiical. (Die tropische Pflanze). Foto: Lisa Wolf

Winterliche Fotos aus dem botanischen Garten der FAU in Erlangen zeigen, warum sich ein Besuch auch in der kalten Jahreszeit lohnt.

Das feucht-warme Klima in den Gewächshäusern ist der perfekte Fluchtort vor der grau-kalten Wirklichkeit. Bei Palmen, farbenfrohen Blüten und einem Plastikkrokodil kann man sich an tropische Orte träumen. Das suchende Auge entdeckt hier viel Wunderliches. Oft weiß man gar nicht wie fremde Nutzpflanzen, die man regelmäßig im Supermarkt kauft, wachsen. Wenn man dann sieht wo Ingwer, Erdnüsse und Co. herkommen, fühlt man sich ein bisschen wie das Stadtkind mit der lila Kuh. Zur Sinneserweiterung trägt ein Schlendergang mit Hunger in der Mittagspause bei. Da könnte es durchaus passieren, dass manche Pflanze an die eine oder andere Leckerei erinnert.

Auch draußen ist der botanische Garten im Winter keinesfalls ein trostlos vertrocknetes Abbild seiner Blüte zur Sommerzeit. Die Winterpflanzen prahlen nicht so mit ihrer Schönheit wie Rosen oder Tulpen. Sie sind eher bescheidene Charaktere und setzten auf ihre eigenen Reize. Zierliche Zierkohle, knallige Beeren und filigrane Misteln sowie Bäume im Stickkleid suchen ihre Bewunderer.

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Manchmal morbide, immer interessant – die Anatomische Sammlung der FAU

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Die Anatomische Sammlung der FAU ist definitiv einen Besuch wert. Foto: Lisa Wolf

Die Anatomische Sammlung ist so alt wie die FAU selbst (diese wurde 1743 gegründet). Dementsprechend zahlreich sind alte wie neue Feucht- und Trockenpräparate, Modelle und Plastinate, die die Entwicklung und den Bau des menschlichen Körpers veranschaulichen. Neben wenigen Ganzkörperexponaten sind vor allem einzelne Organe und Körperteile wie z. B. Kehlkopf, Herz (mit Bypässen), Beckengefäße oder Gesichtsmuskulatur zu sehen. Prof. Dr. Winfried Neuhuber, Inhaber des Lehrstuhls für Anatomie I,  führte mich durch die Sammlung.

Das gesamte Institutsgebäude in der Krankenhausstr. 9 ist eigentlich ein Museum. Es „steht“ seit 118 Jahren in dieser Form und ist denkmalgeschützt. Die Räumlichkeiten sind großzügig gestaltet, da es früher an einer Lüftungsanlage mangelte. Die Präpariersäle befinden sich heute im dritten, die anatomische Sammlung im zweiten Stock. „Zwischenzeitlich war die Sammlung Jahrzehnte geschlossen, da mein Vorgänger Prof. Johannes Rohen dem Brauch ein Ende bereiten wollte, wonach man den Besuch der Bergkirchweih damit verband sich Gruselgeschichten im Anatomischen Institut erzählen zu lassen.“, so Prof. Dr. Neuhuber. Später wurde die Sammlung neugestaltet mit dem Ziel, sie für eine interessierte Laienöffentlichkeit zugänglich zu machen. Präparate, die nicht dafür geeignet schienen oder dubioser Herkunft waren, wurden eingeäschert und beigesetzt.

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Was isst man eigentlich in Somalia, Syrien oder Afghanistan? – Die ESG in Nürnberg & das Projekt Refukitchen

Das Projekt "Refukitchen – Kochen für ein neues Wir". Foto: Lisa Wolf

Das Projekt „Refukitchen – Kochen für ein neues Wir“. Foto: Lisa Wolf

Treffpunkt, Begegnungsraum, Anlaufstelle, Impulsgeber und junge Gemeinde: die Evangelische Studierendengemeinde Nürnberg (ESG) ist vieles. Zusammen mit der Jungen Kirche Nürnberg (LUX) ist die ESG in gemütlichen Räumen in der Nähe vom Nordostbahnhof Nürnberg beheimatet. Hier kreuzen sich die Wege von Studierenden unterschiedlichster Fachrichtungen und Nationalitäten wie auch Flüchtlingen, gesellschaftlich Engagierten, Christen und Nichtchristen. Das breite Angebot der ESG lässt sich unter vier Stichworte summieren: Glaube & Kirche – Freizeit- & Kulturprogramm – Seelsorge & Persönlichkeitsentwicklung – gesellschaftliches Engagement.

Glaube & Kirche

Die ESG ist evangelische Kirche an der Hochschule und als solche natürlich ein Ort um christlichen Glauben, Spiritualität und Transzendenz zu Gott hin zu leben und zu entwickeln, beispielsweise bei Andachten und Gottesdiensten, Exerzitien, der Visionssuche oder auch dem Pilgern. „Doch das ist nicht alles, wir sind ein sehr offener Begegnungsraum.“, betont Kerstin Voges die seit 2007 Hochschulpfarrerin in der ESG ist. „Oft denken die Studierenden, es gäbe Erwartungen beispielsweise der Art ‚wie evangelisch bist du‘? Unsere Aufgabe ist es aber uns um die Person in ihrem Ganzen zu kümmern.“ Deshalb gibt es auch ein breites Angebot in der Studierendengemeinde.

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