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Inhalt Kommunalka – Von weißrussischen Gedichten, Kafka und polnischem Käsekuchen – Teil 2

Hier geht es zum ersten Teil unseres Interview.

Befasst ihr euch hauptsächlich mit Russland oder allgemein mit osteuropäischen Staaten? 

Sonja: Igor kommt ja aus der Ukraine und dadurch haben wir einen größeren Bezug zu dieser Region.

Igor: Wir haben einen Bezug zu Russland, weil Igor aus der Ukraine kommt. Das klingt super. lacht.

Cornelia: Das ist ja gleich nebenan. lacht.

Igor: Ich bin tatsächlich mehr mit der russischen als mit der ukrainischen Kultur aufgewachsen und deswegen habe ich bisher den Fokus ein bisschen in Richtung Russland gelenkt.

Sonja: Ich habe auch Russisch gelernt in der Uni. Aber wir wollen uns auch mit vielen anderen osteuropäischen Ländern beschäftigen. Als nächstes möchten wir uns mit Tschechien auseinandersetzen. Dazu habe ich viel Bezug, weil meine Oma aus Tschechien kommt. Wir wollen bald zusammen nach Prag fahren.

Cornelia: Und wir möchten uns dort auch mit Kafka und der jüdischen Kultur befassen. Wir wollen uns Tschechien also nicht unbedingt geschichtlich oder politisch, sondern vor allem kulturell annähern.

Sonja: Wir sind immer offen für alles. Kommunalka soll auch von den verschiedenen Mitgliedern leben, sodass jeder etwas einbringen kann. Jeder kann uns schreiben und sagen, was er machen möchte und wir versuchen, das dann zu ermöglichen. Auf Dauer wollen wir aber nicht immer nur zu dritt Aktionen für andere organisieren, sondern es soll alles gemeinsam laufen. Wer Lust hat, kann bei uns etwas machen.

Cornelia: Wir wollen eher eine Art Anlaufstelle sein.

Sonja: Oder eine Plattform.

Igor: Bei unserem Sommerfest war ein kleines Bühnenprogramm vorgesehen, bei dem wir eine deutsch-russische Lesung einer russischen Geschichte gemacht haben. Und Sonja hat weißrussische und ukrainische Volkslieder gesungen. Auf einmal meldete sich ein Mann, der meinte, er habe weißrussische Gedichte auf Deutsch übersetzt und er fragte, ob er die auch spontan vortragen dürfe. Das hat uns sehr gefreut. Wir finden die Idee einer Open Stage total gut. Das war einfach ein absolutes Highlight.

Sonja: Das wollen wir demnächst auch mal wieder machen.

Cornelia: Und es hat sich völlig von selbst ergeben. Kommunalka steht und fällt mit den Leuten, die mitmachen bzw. gestaltet sich so, je nachdem wer gerade mitmacht.

Sonja: Man muss sich nicht bei Kommunalka verpflichten, um bei uns mitzumachen, sondern, wenn man Lust auf eine Veranstaltung hat, dann kann man einfach kommen und etwas machen.

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Kommunalka – Von weißrussischen Gedichten, Kafka und polnischem Käsekuchen

Die Gründer von Kommunalka: Cornelia, Sonja, Igor (v. l.). Foto: Anna Appel

Seit Ende Mai dieses Jahres gibt es eine neue Gruppe an der FAU, die sich „Kommunalka“ nennt. Nach einer Russland-Exkursion im Rahmen des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte (Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt der Geschichte Osteuropas) der FAU wollten die FAU-Studierenden Cornelia, Sonja und Igor sich unbedingt weiterhin mit Osteuropa und seinen verschiedenen Staaten, Menschen und Kulturen beschäftigen – und das am liebsten gemeinsam. Deshalb haben sie Kommunalka ins Leben gerufen und möchten nun zusammen mit anderen Osteuropa-Interessierten sprechen, feiern und osteuropäische Kunst, Kultur und Literatur entdecken. Außerdem möchten sie am liebsten alle osteuropäischen Länder bereisen. Vor zwei Wochen haben sie die Ukraine besucht und sind jetzt noch motivierter, mit Kommunalka persönliche Kontakte zu knüpfen und Osteuropa zu erkunden. Nun durften wir Cornelia, Sonja und Igor in einem sehr lebendigen und heiteren Gespräch persönlich kennenlernen.

Hallo, schön euch kennenzulernen! Könnt ihr mir bitte ein bisschen was über Kommunalka erzählen? Was ist Kommunalka?

Cornelia: Freut uns ebenso! Wir wollen den Kulturaustausch zwischen Osteuropa und Erlangen stärken und uns mit Themen auseinandersetzen, die Menschen im osteuropäischen Raum beschäftigen. Dabei möchten wir uns ganz bewusst den Blick auf alle osteuropäischen Länder offenhalten, persönlichen Kontakt zu den Menschen herstellen, die in Osteuropa leben und ihre Alltagskultur kennenlernen. Wir fragen uns, was die Menschen in Osteuropa – abgesehen von den politischen Krisen und Themen – wirklich bewegt. Welche Bücher lesen sie? Was gibt es in Osteuropa an Kunst und Kultur? Und was erleichtert den Alltag der Menschen in den osteuropäischen Ländern?

Sonja: Wir waren alle drei zusammen auf einer Russland-Exkursion im Rahmen des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte. Ich studiere zwar als einzige von uns dreien nicht Osteuropäische Geschichte, durfte aber trotzdem an der Exkursion teilnehmen. Man kommt in Russland mit gewissen Vorstellungen von und Klischees über Osteuropa an. Nachdem wir uns aber mit vielen Menschen vor Ort unterhalten haben, waren wir teilweise sehr überrascht über ihre Ansichten und die Art, wie sie leben. Und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es wichtig ist, sich persönlich kennenzulernen und gegenseitige Vorurteile zu überwinden.

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Leben retten unter ärztlicher Aufsicht

Frau Dr. med. Susanne Achenbach. Fotorechte: Susanne Achenbach

Für Studierende der FAU gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich sozial zu engagieren. Viele davon wurden in unserem Blog bereits vorgestellt. Manche Studierende helfen älteren Menschen bei „Wohnen für Hilfe“, andere unterstützen Flüchtlinge in der „AG Medizin und Menschenrechte“ und wieder andere setzen sich für die Hochschulpolitik ein, indem sie zum Beispiel in der Studierendenvertretung mitarbeiten. Es gibt aber auch Menschen, die gerne direkt dort helfen möchten, wo es gerade am allernötigsten ist und wo sich andere Menschen in akuter Gefahr befinden. Wenn man diesen Wunsch verspürt, aber nicht die Möglichkeit hat, in ein Entwicklungsland oder Kriegsgebiet zu reisen und auch nicht unbedingt Medizin studieren möchte, kann man trotzdem vor der eigenen Haustür Leben retten. Und zwar durch die Blutspende am Universitätsklinikum (UK) Erlangen.

Vor allem Studierende, aber auch andere Erlangerinnen und Erlanger begeben sich freiwillig und regelmäßig in die sicheren Hände von Ärzten und Schwestern der Transfusionsmedizinischen Abteilung des UK Erlangen, um mit ihrem eigenen Blut Schwächeren zu helfen. Wie die Blutspende am UK Erlangen abläuft, was man dabei alles beachten muss und warum ihr am besten selbst Blut spenden solltet, erklärte uns Frau Dr. med. Susanne Achenbach, Oberärztin am UK Erlangen und Leiterin des Spende-Bereichs der Transfusionsmedizinischen Abteilung, in einem persönlichen Gespräch.

Frau Dr. Achenbach, wie läuft die Blutspende bei Ihnen am UK Erlangen ab?

Susanne Achenbach: Bevor die Spende-Willigen in unserer Einrichtung überhaupt Blut spenden dürfen, gibt es zunächst eine umfangreiche Voruntersuchung, für die ein Vortermin ausgemacht werden muss. Dabei wird mittels Fragebögen festgestellt, ob ein Spender überhaupt zur Spende geeignet ist. Wir überprüfen also, ob es irgendwelche Gründe gibt, die zu einem Ausschluss von der Spende führen könnten, entweder nur zeitweise oder aber dauerhaft. Anschließend führen wir ein ausführliches Aufklärungsgespräch mit dem Spender. Wenn alles passt, folgen darauf eine körperliche Untersuchung, eine Blutentnahme sowie ein EKG. All das wird verwendet, um die Spendereignung festzustellen. Nach ungefähr einer Woche können die Spender erfragen, ob sie als Spender geeignet sind. Wenn dann immer noch alles passt, können erste Spende-Termine vereinbart werden.

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Projektify – Ein Marktplatz für Webprojekte gewinnt den Ideenwettbewerb „innovation check 2017“

Mit Projektify gewannen Dominic Lindner und Martin Weber den Ideenwettbewerb „innovation check 2017“. Foto: Projektify

Projektify ist ein Onlinemarktplatz für Internetprojekte, den Dominic Lindner und Martin Weber 2015 zuerst als Kleinanzeigenmarkt ins Leben gerufen und seitdem zu einer großen Plattform ausgebaut haben, welche auf den Verkauf von Unternehmen, Startups und Onlineshops sowie Webprojekten spezialisiert ist. Im März 2017 ist aus ihrem Projekt der Verein Projektify e.V. hervorgegangen. Um eine Rückmeldung von Experten bezüglich ihres Projekts zu bekommen und die bereits geplante Zukunftsversion ihrer Plattform auf den Prüfstand zu stellen, hat das Team von Projektify am diesjährigen Ideenwettbewerb „innovation check“ teilgenommen, der jährlich von der FAU und der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm ausgetragen wird, und schließlich den ersten Platz und somit 1.500€ Preisgeld ergattert. Der Wettbewerb für innovative Geschäftsideen fand dieses Jahr bereits zum sechsten Mal statt. Am 14. Juli hat die Expertenjury das Team von Projektify im Zentrum für Medizinische Physik und Technik zum Sieger von „innovation check 2017“ gekürt. Dominic Lindner, Vorstand und einer der beiden Gründer von Projektify e.V., hat Wirtschaftsinformatik an der FAU studiert und promoviert nun über „Arbeit 4.0“. In einem kurzweiligen Gespräch hat er uns von Projektify und seiner Teilnahme am Wettbewerb „innovation check 2017“ berichtet.
 

Dominic, du hast Projektify gemeinsam mit Martin Weber gegründet. Wie entstand die Idee zu eurem Projekt?

Dominic: Die Idee zu Projektify entstand im Oktober 2015. Martin und ich haben die Plattform wie bei einem Hackathon aus dem Boden gestampft. Wir saßen ein ganzes Wochenende lang zusammen und innerhalb von 48 Stunden ging unser Webprojekte-Marktplatz online, zunächst allerdings als Kleinanzeigenmarkt.

Auf die Geschäftsidee sind wir aufgrund unseres ersten gemeinsamen Projekts, einem 3D-Möbelkonfigurator, gekommen. Als wir dieses Programm fertiggestellt hatten, konnten wir einfach keine gute Verkaufsplattform im Internet finden. So sind wir auf eine Marktlücke gestoßen. Auch ließen sich kaum Informationen zum Kauf und Verkauf von Webprojekten finden, was uns dazu bewogen hat, einen umfangreichen Blog zu errichten. Darin werden Fragen nach Preisfindung, Verkaufsprozess und Übergabeprozess geklärt.  Auf der Basis unseres Verkaufswissens aus unserem ersten Projekt haben wir Projektify aufgebaut und waren quasi sogar unser erster eigener Kunde. Für die Entwicklung von Projektify konnten wir also einfach den Arbeitsprozess unseres vorherigen Projekts nachbilden, indem wir unsere brennendsten Fragen in Form von Blogartikeln selbst beantwortet haben.

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