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Arbeitsalltag als Bibliothekshilfskraft

Die Teilbibliothek Germanistik. Foto: Leonie Kästner

Jede Bibliothek ist ein kleines bisschen anders, sowohl auf der für alle zugänglichen Ebene der Aufteilung und des Buchbestands als auch hinter den Kulissen. Dies lässt sich bereits nach zwei Stellen an verschiedenen Teilbibliotheken der FAU sagen: Alte Geschichte und Klassische Philologie und die der Germanistik. Während bei letzterer die Aufsicht an der Theke und das einstellen der Bücher zwei voneinander getrennte Aufgabenbereiche mit jeweiliger Einteilung bilden, fällt bei der ersten beides zusammen. Die Pflanzen, die in der Alten Geschichte und Klassischen Philologie zweimal in der Woche gegossen gehören, sucht man in der Germanistik vergebens.

Erzählt man jemanden, dass man in einer Bibliothek arbeitet, so lautet eine häufige Frage: „Was macht man da eigentlich?“

Für manche Stunden lautet die Antwort: „Nicht viel.“

Aber das ist natürlich nicht alles – ganz im Gegenteil.

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My first year in Germany

Nuremberg is not as crazy as Hanoi or New York – but a perfect place to calm down. Photo: Anh Tran

It’s been almost one year since I came to Germany to do my master program. By now I can get around the city central without having to look at Google map. One year may not be enough time to explore every place in Nürnberg, but I can get the hang of it. I have established some daily routine, where to buy grocery, my favorite route to the Uni and to my student job. Sometimes, I venture on a new way back home and then congratulate myself for being so adventurous.

A lot people asked me: Why did I decide to come to Nürnberg? And I always give the same answer. I got accepted into FAU and it seems like a nice city, very peaceful. Nürnberg may not be as glamorous as New York, or as chaotic and crowded as my home city, Hanoi. It is peaceful in a sense that I can take my time walking around without being pushed by people. I see greens in the parks and on my way to Uni. I can let my mind wander without being bombarded by ads and flashing billboards.

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Ein Besuch im Kaffeehausladen

Wiener Kaffeehauskultur mitten in Nürnberg. Foto: Leonie Kästner

Ein kleines Stück des legendären Glanzes der Wiener Kaffeehauskultur mitten in Nürnberg? Hinaus in die Öffentlichkeit, unter Menschen und sich doch so fühlen, als befände man sich gemütlich Daheim? Ja, das ist möglich und zwar im sogenannten Kaffeehausladen, in der Wielandstraße 37, geöffnet Montag bis Freitag 10.00-19.00 Uhr und Samstag 10.30-18.00.

Gegründet von Rose Marie Bayer in der Tradition der Kaffeehäuser befindet sich seit mittlerweile elf Jahren in einer ruhigen Nebenstraße, bei guten Wetter lässt es sich an kleinen Tischen draußen am Gehweg sitzen – was mit Kuchen und Getränken platztechnisch eine Herausforderung sein kann, aber eine, die man gerne löst. Innen erwartet einen eine bunte Mischung aus Tischen, Stühlen, Sesseln und Sofas, eng beieinander stehend, überall verschiedene Stoffe, Holz und Metall. Rechts vom Eingang lädt eine Theke mit Vitrine und ein Regal, in dem unter Kuchenglocken süße Köstlichkeiten auf einen warten, zum probieren ein. Alles selbstgebacken. Wir entscheiden uns an diesem Tag für einen Himbeerkuchen, ohne Gelantine hergestellt war er oben ein wenig weich und, wie wir nach dem ersten Bissen feststellten, sehr lecker. Dazu einen Tee, der mit Kandis in einer kleinen Zuckerdose gereicht wird, und das Kaffeehaus Spezial, das mit 4,50€ zwar ein wenig teurer ist, aber eine Tipp für alle, die sich nicht zwischen Kaffee und heißer Schokolade entscheiden wollen – „Eine feine Mischung aus handgerührter Schokolade, Espresso und geschäumter Milch“, wie es in der Speiße- und Getränkekarte heißt. Der Rest befindet sich im mittleren Preissegment. Zufälligerweise haben wir den ersten Eröffnungstag nach zwei Wochen Ferien erwischt, weswegen es noch recht ruhig war und das Wohnzimmergefühl stärker.

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Auf dem 38. Erlanger Poetenfest

Maike Wetzel auf dem Hauptpodium. Foto: Leonie Kästner

Samstag, der 25.8.2018. Nieselregen und eine grau-weiße Wolkendecke, durch die man keinen Spalt Blau erkennen kann – vielleicht nicht der geeignetste Tag das Poetenfest in Erlangen zu besuchen. Doch nach dem Prinzip „Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Kleidung“ nahm ich nach langem wieder eine Jacke und ein Regenschirm aus dem Schrank, um mich damit auszurüsten. Das Poetenfest fand mittlerweile bereits zum 38. Mal statt. Wie immer wurde auch dieses Jahr ein breites Spektrum an Lesungen, Ausstellungen, Workshops und Diskussionsmöglichkeiten geboten. Eine Chance neuen Lesestoff zu finden und mit Autoren und Autorinnen persönlich in Kontakt zu treten.

Um 14.00 Uhr fand in der Orangerie ein Podiumsgespräch zum Thema „Nach #metoo – Neue Frauen- und Männerbilder“ statt, wodurch sich hervorragend Interesse mit Schutz vor dem Regen vermischen ließ. Bereits einige Minuten bevor das Gespräch begann, drängten sich zu viele Menschen für die Anzahl an Stühlen im vorgesehenen Raum, weswegen sich einige Personen drumherum an die Wände stellten oder durch die geöffneten Türen hineinschauten. Das Gespräch selbst wurde von Antonia Baum, Heike-Melba Fendel, Vincent-Immanuel Herr und Matthias Weigel unter der Moderation von Margarita Tsomou geführt. Das Publikum nahm mit zwischenzeitlichen Klatschen und Fragen im Nachhinein teil. Interessant war es auf jedem Fall, durch die vier unterschiedlichen Standpunkte, entstanden auch ganz unterschiedliche Blickwinkel auf die Thematik, bei denen einem manche mehr überzeugen konnten als andere. In diesem Sinne war #metoo zu verletzlich machend, zu emotional, doch auch wichtig und ein Mittel eine Stimme zu geben, die lange erstickt worden ist.

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