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Hoch die Hände an die Kletterwände

Fotos: Felix Klaassen

Die kalte Jahreszeit hat begonnen. Draußen ist es frostig und der Tatendrang der Studenten sinkt. Nun wird die Zeit hauptsächlich auf Netflix verbracht und sich durch das Studium gehangelt. Doch für wen das auf Dauer zu langweilig ist, gibt es gute Neuigkeiten. Statt nur durch das Studium kann man sich auch einfach von Wand zu Wand hangeln.

Wer sich jetzt eisige und haushohe Kletterwände vorstellt kann sich beruhigen. Es gibt auch noch eine gemütlichere Möglichkeit um zu Klettern. Und zwar das Bouldern.

Bouldern? Was ist denn das?

Im Prinzip ist bouldern gleich klettern. Es gibt nur eine Einschränkung. Man klettert nur in solchen Höhen, von welchen ohne Probleme auch wieder heruntergesprungen werden kann. In der Halle wird die Landung auf dem Boden durch zusätzliche Matten noch erleichtert.

Dementsprechend gibt es beim Bouldern auch keine Sicherung. Wichtig für die Ausrüstung sind neben sportlicher Kleidung also nur Kletterschuhe. Wahlweise dient noch Magnesiumkarbonat als Unterstützung. Es verhindert bei verschwitzten Händen ein Abrutschen und wird in dem sogenannten „Chalkbag“ aufbewahrt. Damit benötigt es für das Bouldern keinerlei Vorkenntnisse oder Kurse. Jeder kann sofort loslegen!

Was ist zu beachten?

An den Wänden sind verschiedenste Kletterrouten angebracht. Diese sind durch Klettergriffe einer bestimmten Farbe markiert. Die Farbe gibt auch an, um welchen Schwierigkeitsgrad es sich handelt. Meist sind die Griffe markiert, an denen die Route beginnt. Klettert gerade jemand, ist es wichtig die Landefläche rundherum frei zu machen.

Anfangs wird man sich noch etwas schwerer tun, da häufig durch fehlende Technik zu viel Kraft verbraucht wird. Aber keine Sorge, das meiste lernt man von ganz allein, je mehr Übung man hat. Außerdem stehen andere Kletterer gerne mit Tipps zur Seite. Wer trotzdem noch mehr an seiner Technik feilen möchte, kann natürlich auch einen Kurs besuchen.

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Streiten mit Niveau – zu Besuch beim Debattierclub der FAU

Jeden Donnerstag trifft sich der Debattierclub der FAU. Mitmachen kann jeder. Foto: Felix Klaassen

Was habe ich mir da nur eingebrockt? Gleich muss ich ran. Frei reden! Sieben Minuten lang! Vor dem ganzen Parlament! Ob das gut geht? Die ersten beiden Redner waren ziemlich gut. Und die kritischen Gegenfragen haben sie auch locker weg gesteckt.

„Der nächste Redner der Regierung ist an der Reihe.“

Das bin ich. Langsam begebe ich mich zum Rednerpult. Was war das Thema nochmal? Ach ja. Das bedingungslose Grundeinkommen. Heute bin ich kompromisslos dafür. Meine Partei möchte es durchsetzen und dafür braucht es Überzeugungskraft.

1500 € pro Monat für jeden ab dem 20. Lebensjahr. Völlig bedingungslos. Egal ob Großverdiener oder Arbeitsloser, jeder soll das Geld bekommen. Meine Kollegin hat schon gut vorgelegt. Ich weiß schon fast nicht mehr, was ich auf ihre Rede hin noch sagen soll. Automatisierung und Digitalisierung lassen Arbeitsplätze verschwinden und die Armut steigt. Wir brauchen eine Veränderung, die nachhaltig der Gesellschaft dient und genau das wollen wir heute durchsetzen…

In der Regierung sitze ich eigentlich nicht. Wie ich dort gelandet bin? Per Los!

– Das wäre mal eine spannende Alternative zu unserem derzeitigen Wahlsystem!? 😉 –

Heute bin ich im Debattierclub der FAU. Hier treffen sich jeden Donnerstag um 18 Uhr diskussionsfreudige Studenten und stürzen sich auf aktuelle Themen.

Jetzt mag der ein oder andere behaupten: „Spannende Diskussionen hab ich jede Woche in der Kneipe auch.“ Wohl war, jedoch läuft es im Debattierclub doch etwas anders ab, als in der Kneipe. Nicht umsonst wird dieser mit dem Slogan, „Streiten mit Niveau“ beworben. Hier gelten klare Regeln.

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Arbeitsalltag als Bibliothekshilfskraft

Die Teilbibliothek Germanistik. Foto: Leonie Kästner

Jede Bibliothek ist ein kleines bisschen anders, sowohl auf der für alle zugänglichen Ebene der Aufteilung und des Buchbestands als auch hinter den Kulissen. Dies lässt sich bereits nach zwei Stellen an verschiedenen Teilbibliotheken der FAU sagen: Alte Geschichte und Klassische Philologie und die der Germanistik. Während bei letzterer die Aufsicht an der Theke und das einstellen der Bücher zwei voneinander getrennte Aufgabenbereiche mit jeweiliger Einteilung bilden, fällt bei der ersten beides zusammen. Die Pflanzen, die in der Alten Geschichte und Klassischen Philologie zweimal in der Woche gegossen gehören, sucht man in der Germanistik vergebens.

Erzählt man jemanden, dass man in einer Bibliothek arbeitet, so lautet eine häufige Frage: „Was macht man da eigentlich?“

Für manche Stunden lautet die Antwort: „Nicht viel.“

Aber das ist natürlich nicht alles – ganz im Gegenteil.

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My first year in Germany

Nuremberg is not as crazy as Hanoi or New York – but a perfect place to calm down. Photo: Anh Tran

It’s been almost one year since I came to Germany to do my master program. By now I can get around the city central without having to look at Google map. One year may not be enough time to explore every place in Nürnberg, but I can get the hang of it. I have established some daily routine, where to buy grocery, my favorite route to the Uni and to my student job. Sometimes, I venture on a new way back home and then congratulate myself for being so adventurous.

A lot people asked me: Why did I decide to come to Nürnberg? And I always give the same answer. I got accepted into FAU and it seems like a nice city, very peaceful. Nürnberg may not be as glamorous as New York, or as chaotic and crowded as my home city, Hanoi. It is peaceful in a sense that I can take my time walking around without being pushed by people. I see greens in the parks and on my way to Uni. I can let my mind wander without being bombarded by ads and flashing billboards.

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