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CONTACT 2016: Das Wunschunternehmen kennenlernen

Paul, Timo und Paulus haben sich neben ihrem Studium an der Techfak im Planungskommitee der Messe eingebracht (Foto: Milena Kühnlein)

Paul, Timo und Paulus haben sich neben ihrem Studium an der Techfak im Planungskommitee der Messe eingebracht (Foto: Milena Kühnlein)

Die drei Herren auf dem Bild haben zu Recht gut lachen. Tausende ehrenamtliche Arbeitsstunden einer freizeitschlingenden Organisation scheinen sich gelohnt zu haben. Dabei ist die CONTACT Messe 2016 noch gar nicht an den Start gegangen. Die drei Jungs (v.links) Paul, Timo und Paulus sind Studenten der Technischen Fakultät und haben sich neben dem Studium im Planungskommitee der Messe eingebracht und für einige Neuheiten gesorgt.
Die CONTACT Messe findet vom 23. bis 24. November täglich von 9:30-16:30 Uhr in der Tentoria an der Technischen Fakultät statt und ist quasi ein Muss für alle TechFak-Studis. Übrigens, es gibt dort auch kostenlose Waffeln.

Hallo Timo, Paul und Paulus. Ihr seid alle aktiv in der Planung der Contact Messe verbandelt. Was kann man sich unter dieser Veranstaltung eigentlich vorstellen?

Timo: Die nun startende Messe ist unsere 23. Messe in Nordbayern. Unsere Messe ist vorwiegend erstmal für technische Studierende vorgesehen. Wir wollen aber auch die Wirtschaftsingenieure, WiSo-Studenten, Fachhochschulstudenten, und Naturwissenschaftler inkludieren. Über 60 Firmen und Unternehmen nehmen an der zweitägigen Messe teil. Letztes Jahr haben wir 5.500 Besucher gezählt. Wir versuchen alle Departments abzudecken und haben die Firmen dementsprechend breit gefächert.

Wie kann man sich die Planung vorstellen, seid ihr persönlich an die Firmen herangetreten?

Timo: Genau, wir haben die Firmen persönlich angeschrieben. In den letzten Jahren hat sich so eine breite Datenbank an Kontakten zu Unternehmen aufgebaut. Ein paar Unternehmen kommen immer wieder, aber es findet ein reger Wechsel statt. Wir achten darauf, Firmen ins Boot zu holen, die vielleicht letztes Jahr auf Grund der Kapazität nicht kommen konnten. Trotzdem wollen wir das Spektrum besonders breit haben und alle Bereiche abdecken.

Das Programm-Heft zur CONTACT 2016 (Foto: Milena Kühnlein)

Das Programm-Heft zur CONTACT 2016 (Foto: Milena Kühnlein)

Stures „An den Ständen vorbeilaufen“ und „Kugelschreiber einheimsen“ wird bei einer Kontaktmesse wohl eher nicht der Fall sein. Was kann man von den zwei Tagen erwarten?

Timo: Es geht um Praktika, Werkstudentenjobs und Festanstellungen. Es ist eben, wie gesagt, eine Kontaktmesse, bei der der Austausch zwischen Firmen und Studenten im Vordergrund steht. Ausgeschriebene Stellen findet man auch online, aber um die Firmenkultur und die Arbeitsweise kennenzulernen, braucht es persönlichen Austausch und Dialog. Zudem achten wir darauf, nicht nur Personaler einzuladen, sondern eben auch Naturwissenschaftler oder Elektrotechniker. So kann man sich mit einer Person unterhalten, die jetzt schon den Job macht, den man selbst eines Tages machen könnte oder wird.
Paul: Unser Ziel ist, einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen.

Was hat es mit diesen Matching-Points auf sich?

Timo: Die Matching-Points vereinfachen die Kontaktfindung zwischen Unternehmen und Besuchern. Jeder Besucher bekommt je nach Studiengang eine Farbe zugeordnet und kann so sofort sehen, welches Unternehmen für ihn interessant sein könnte. Im Umkehrschluss wissen die Unternehmen eben auch sofort, welcher Student potentieller Kandidat ist.

Wie kamt ihr beide denn dazu, euch für die CONTACT Messe so zu engagieren?

Timo: Wir sind beide sehr aktiv in der ETG Kurzschluss, das ist eine Hochschulgruppe der TechFak. Die ETG und die Jungingenieure managen eben die organisatorischen Dinge der Messe. Die Messe ist das größte Event der beiden Hochschulgruppen.

Habt ihr eure zukünftigen Arbeitgeber auch über die Messe kennengelernt?

Timo: Also, ich gehe eher in die Forschung, weswegen es für mich nicht so interessant ist. Für mich ist das Team hauptsächlich interessant. Wir beide haben etwa 500 freiwillige Arbeitsstunden in das Projekt investiert.
Paul: Wir betonen das auch, dass wir das wirklich freiwillig machen und ehrenamtlich arbeiten.

Das Logo der CONTACT ziert die Team-Shirts (Foto: Milena Kühnlein)

Das Logo der CONTACT ziert die Team-Shirts (Foto: Milena Kühnlein)

Welche Resonanzen gab es für die Messe aus den vergangenen Jahren?

Timo: Das ist schwer zu sagen. Die Messe ist in den letzten zwei Jahren enorm gewachsen. Die Firmen kommen mittlerweile aktiv auf uns zu und wir müssen Unternehmen sogar absagen. Im Genauen mussten wir 40 Firmen absagen, weil es einfach zu viele sind. Wir würden natürlich gerne alle einladen, aber das geht eben nicht.  Wir können uns die Unternehmen nun je nach Bereich aussuchen und dadurch einfach viel breiter mischen, um jeden Fachbereich gut abzudecken.

Studenten sind schon lange nicht mehr nur Studenten. Erlebt ihr selbst, dass immer mehr Studis schon während der Unizeit in Unternehmen tätig werden?

Timo: Ich glaube ein großer Faktor, der da mitreinspielt, ist das teils verpflichtende praktische Jahr, wie es bei den Ingenieuren vorgesehen wird. Die Unternehmer haben dann die Chance, sich auf der Messe ihre Praktikanten auszusuchen und eventuell später zu übernehmen. Ich würde schon sagen, dass sich immer mehr Studierende schon während des Studiums an spätere Arbeitgeber wenden.

Elektrotechniker, Informatiker oder Ingenieure: Das sind nicht gerade Berufsgruppen, die ungefragt sind. Wer wirbt bei der Contact Messe um wen?

Timo: Das ist eine gute Frage! Es ist beidseitig. Die Messe findet mitten am Campus statt, was dazu führt, dass einige Studenten einfach mal vorbeischauen und sich unverbindlich informieren. Die Unternehmen freuen sich allerdings sehr, wenn Studenten gezielt auf sie zukommen und im besten Fall sogar Hintergrundwissen mitbringen. Das macht einen klasse Eindruck.
Paul: Die Firmen, die ausstellen, haben sicher großes Interesse daran, die Studierenden auch zu bekommen, sprich auf Unternehmensseite zu bringen. Da wird wirklich aktiv auf die Studenten zugegangen, was super ist.

Vielen Dank für das Interview!
Milena Kühnlein