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Die Fränkische Schweiz erleben – Das Walberla

Der Blick über die Fränkische Schweiz. Ein absoluter Traum im Sommer (und in den anderen Jahreszeiten auch). Foto: Kristin Löchle

Das Sommersemester… Geprägt durch viele Feiertage, eine kurze Vorlesungsdauer, Sonnenschein und guter Laune. Da fällt es dem ein oder anderen Studierenden schon mal schwer, sich auf das Lernen zu konzentrieren. Die Tage werden lieber im Freibad, mit einem Eis im Schlossgarten oder einem Radler im Biergarten verbracht. Wer sein kühles Bier gerne auch einmal woanders als in Erlangen oder Nürnberg genießen will, dem sei ein Ausflug in die Fränkische Schweiz empfohlen. Es wird Zeit, das Semesterticket für ein wenig körperliche Betätigung und Kultur zu verwenden. Wie wäre es also mit einer leichten Wanderung aufs Walberla für den Anfang?

Der Berg der Franken

Das im fränkischen Volksmund bezeichnete Walberla ist Teil der Ehrenbürg. Die Ehrenbürg besteht aus dem 512 Meter hohen Walberla und dem 532 Meter hohen Rodenstein. Laut Wikipedia wurde 1768 die Bezeichnung Walberla das erste Mal erwähnt. So haben Erlanger Studierenden wohl schon damals davon gesprochen, aufs Walberla zu gehen. Möglicherweise hängt der Name mit der dort stehenden Walburgis-Kapelle zusammen. Ob das wirklich stimmt oder sich nur um eine nette Geschichte handelt, sei dahingestellt. Fest steht, dass sich ein Besuch dorthin lohnt. Wer auch davon sprechen möchte, aufs Walberla zu gehen, wie es die Erlanger Studierenden einst machten, sollte sich auf zum Bahnhof machen.

Mit dem Semesterticket in die Fränkische Schweiz

Von Erlangen aus steigt man in einen Zug nach Forchheim ein, um dort schließlich in den Agilis nach Kirchehrenbach umzusteigen. Für alle, die noch nicht mit einem Agilis gefahren sind – das ist ein kleines Züglein, das in verschiedenen Regionen Käffer und kleinere Städte abklappert. Auf dem Weg nach Kirchehrenbach fährt man an kleinen Bahnhöfen (wenn man einen Ausstiegsplatz mitten in einem Feld so nennen kann) vorbei. Schnell erreicht man mit dem immer hupenden Zug das Ziel Kirchehrenbach.

Aufs Walberla hinauf

Auf dem Gipfel des Walberlas. Foto: Kristin Löchle

Der Ort Kirchehrenbach verfügt über einen schon etwas größeren Bahnhof. Von dort aus folgt man der Bahnhofstraße und biegt links in die Hauptstraße ein. Auf der rechten Seite kommt schließlich eine Kirche, an der man auch wieder rechts vorbei einen kleinen Hügel hinauf geht. Dort oben angekommen kann man sich nun entscheiden, ob man die Tour „Rund ums Walberla“ machen möchte oder einfach drauflosläuft. Wir haben uns gegen eine Rundtour entschieden.

Das Walberla hat man beim Aufstieg immer wieder im Blick, weshalb es eigentlich kaum möglich sein dürfte, sich zu verlaufen. Ungefähr auf halber Strecke den Berg hinauf befindet sich neben einem großen Kreuz eine Bank. Der Ausblick von dort ist schon sehenswert. So bietet es sich an, auf der Bank eine kurze Trinkpause einzulegen und die Umgebung und die Sicht zu genießen. Der restliche Weg ist dann nicht mehr weit. Oben angekommen hat man einen fantastischen Blick auf das Wiesenttal. Auch der Tafelberg an sich ist wunderschön. Die Walburgis-Kapelle sieht auf der großen Wiesenfläche etwas verloren aus, was das Gesamtbild sehr idyllisch werden lässt. Außerdem sind am Rande des Plateaus große, interessant geformte Felsen. Auf der einen Seite befindet sich nach wenigen Metern den Berg hinunter eine ein- oder zweimann große Höhle. Beim Abstieg kann man noch eine Pause unterhalb des vorher erwähnten Kreuzes gemacht. Dort stehen ein paar größere Felsen hervor und laden zum Entspannen ein.

Den Tag ausklingen lassen

Wieder auf der Hauptstraße Kirchehrenbachs angekommen kann man sich in der Gaststätte „Zur Sonne“ ein wohlverdientes Bier gönnen, bevor es zurück nach Erlangen oder Nürnberg geht. Insgesamt war unsere Tour nicht allzu lange. Daher kann ich sie für einen etwas kühleren Sommertag gut empfehlen. Wenn man etwas mehr laufen und/oder sehen möchte und das Wetter günstig ist, kann man die Tour jederzeit auch ausweiten und sich noch den Rodenstein und die umliegenden Dörfer angucken.

Viel Freude beim Wandern und Entdecken!

Kristin Löchle

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