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Die Machete im Versicherungsdschungel

Haftpflicht-, Renten- oder Unfallversicherung: Das Wirrwarr an Versicherungen ist dichter als das Fahrradaufkommen in der Erlanger Innenstadt. Wer soll sich da noch zurechtfinden? Gerade für junge Menschen, die sich bislang nicht mit dem Thema Versicherung auseinandersetzen mussten, kann es schwierig sein, die für sich optimale Versicherung zu finden. Der ehemalige FAU-Student David Warmuth hat sich diesem Problem angenommen. Kurz nach seinem Master an der WiSo in Nürnberg begann der 29-Jährige zusammen mit einem Freund an einer Homepage zu tüfteln, die eine Machete im Versicherungsdschungel darstellt. Im November 2016 ging Riopo erfolgreich an den Start und David hat sich die Zeit genommen, uns zu erzählen, was hinter der Idee steckt.

Hallo David. Wie kam Dir denn diese doch sehr ausgefallene und spezifische Idee von Riopo?

David: Mein Kumpel kam mit dieser Idee auf mich zu. Bislang war es so, dass entweder Vergleichsportale im Internet oder eben unabhängige Versicherungsmakler beziehungsweise Versicherungsvertreter zur Verfügung standen, wenn es darum ging, die auf die persönliche Situation zugeschnittene Versicherung zu finden. Unsere Homepage stellt nun einen Mittelweg dar, die das Internet nutzt, um an Versicherungssuchende Angebote mit direktem Ansprechpartner zu vermitteln.

Wie kann man nun auf Riopo die geeignete Versicherung für sich finden?

David: Es ist eine Plattform für Suchende und Anbieter. Die Suchenden können anonym und kostenfrei inserieren, für welchen Zweck sie eine Versicherung suchen. Auf diese Inserate melden sich nun Versicherungsvertreter oder Makler. Der Kunde darf nun aus den unverbindlichen Angeboten selbst entscheiden, welches zu ihm passt. In der Regel folgt auf ein Inserat noch am selben Tag ein Angebot. Ob der Kunde auf dieses Angebot eingeht oder auf weitere Angebote warten möchte, bleibt ihm überlassen.

Das klingt sehr verbraucherfreundlich.

David: Ist es! Wir geben den Versicherungssuchenden damit die Chance, sich einen Überblick über Angebote zu machen, einen genauen Überblick über mögliche Leistungen zu bekommen. Riopo ist zudem sowohl für Suchende als auch für den Anbieter kostenlos.

Du bist mittlerweile in München berufstätig. Wie integrierst du Riopo in deinen Alltag?

David: Zwischen Master und Berufseinstieg habe ich mich voll und ganz der Homepage gewidmet. Nun kümmere ich mich nebenberuflich mit viel Herzblut und Leidenschaft darum. Natürlich kostet es viel Zeit, aber es macht auch unheimlich Spaß, sich damit zu beschäftigen und Riopo weiterzuentwickeln.

Wo möchtet ihr mit dieser Plattform hin?

David: Wir planen derzeit, ein Level voranzuschreiten und Riopo auch im Rahmen einer App anzubieten. Das ist natürlich nicht ganz einfach, weswegen wir mit Softwareentwicklern zusammenarbeiten. Das wäre der nächste wichtige Schritt für die Zukunft Riopos.

Wie sieht die Arbeitsteilung zwischen Dir und deinem Kumpel aus?

David: Mein Kumpel brachte das fachliche Knowhow über Versicherungen mit, da er aus dieser Branche stammt. Ich kümmerte mich um die Umsetzung, die finanziellen und technischen Aspekte. Mein Kumpel ist zudem weiter im Marketing aktiv.

Was zeichnet euer Startup aus?

David: Wir sein kein typisches InsurTech-Startup Unternehmen, welches rein auf Provision aus ist, sondern wollen dem Versicherungssuchenden einen neuen Kanal zu Ansprechpartnern und Beratern beiten. Ansonsten sind wir wie die meisten Startup Unternehmer darauf bedacht, alles selbst zu machen, selbst zu entwickeln und zu organisieren. Das ist unser Anspruch.

Was war bislang euer größter Erfolg mit Riopo?

David: Natürlich freut es uns jedes Mal, wenn ein Kunde über uns die passende Versicherung findet. Das passiert nun bereits regelmäßig und darauf sind wir sehr stolz. Es zeigt, dass unsere Idee eine kleine Marktlücke schließt. Zudem durften wir positives Feedback im Versicherungsjournal über uns lesen, was uns enorm gefreut hat.

Vielen Dank für das Interview!

Milena Kühnlein