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Ein Studiengang, drei unterschiedliche Stipendien – Teil 1/3

Bianca Ritter

Bianca Ritter studiert Psychologie und ist Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung. Foto: privat

Ab heute berichte ich euch freitags von Studenten aus der FAU, die zugleich Stipendiaten aus unterschiedlichen Stiftungen sind. Zumindest eine weitere Gemeinsamkeit weisen diese auf: Sie studieren alle Psychologie. So unterschiedlich und interessant wie die Studierenden, ist auch ihr jeweiliger Weg zu der Förderung.

Bianca Ritter von der Friedrich-Ebert-Stiftung

Zur Person:

Bianca studiert im ersten Mastersemester Psychologie an der FAU. Sie wollte nach dem Abitur ursprünglich Medizin studieren, hat aber während eines Praktikums und auch die Zeit danach, sich von dieser Idee distanziert, da der Arztberuf nicht ganz ihrer Vorstellung entsprach. So hat sie nach dem Abitur eine wertvolle Erfahrung gesammelt und die Zeit außerdem auch erstmal dafür genutzt um sich finanziell unabhängig zu machen. Nachdem Bianca für das Psychologie-Studium an der FAU eine Zusage hatte, hat sie sich für ein Stipendium bei der Friedrich-Ebert-Stiftung beworben.

Die Vorurteile:

Die Stiftung fördert nicht nur politisch ausgerichtete Menschen, sondern vor allem diejenigen, die die passenden persönlichen Werte vertreten. Zudem besteht die Möglichkeit sich jederzeit erneut zu bewerben. Bianca schätzt “Etwa 70% der mit mir in dem Neumitgliederseminar sitzenden Stipendiaten wiesen weder einen auffällig politisch aktiven Lebenslauf auf, noch gehörten sie einer Partei an.” Außerdem seien die Noten allein auch kein Auswahlkriterium, daher sollte man bei der Bewerbung einfach alle Nachweise über ausgeführte Tätigkeiten anhängen.

Zum Bewerbungsablauf:

Es gibt insgesamt vier Bewerbungsschritte, die sich bei Bianca folgendermaßen gestaltet haben: Nach der Online-Bewerbung musste sie erst einmal mehrere Wochen auf die Vorauswahl warten, die positiv für sie ausfiel und sie so zum nächsten Schritt berechtigt war: Weitere Bewerbungsunterlagen, wie z.B. Gutachten von Lehrern einzureichen. Danach folgte der dritte Schritt: Die persönlichen Gespräche. Diese finden meist in der Nähe statt. Ausnahmsweise bei Bianca nicht: Eine Anreise nach Essen stand an, die sich letztendlich lohnte. Denn im letzten Schritt teilte der Auswahlausschuss ihr schriftlich mit, dass sie eine Förderung erhalten wird.

Während der Förderungszeit:

Als Bianca eine 3,7 hatte, habe sie befürchtet dass dies das Ende der Förderung bedeuten könnte, doch ihre Betreuerin habe sie beruhigt und ihr zur Kenntnis gegeben dass das mal vorkommen kann. Die Betreuer wissen, dass man auch nur Mensch ist und sind sehr respektvoll. Schlechte Noten können also vorkommen. Durch verschiedene Veranstaltungen, die man angeboten bekommt, lernt man nicht nur relevante Kompetenzen zu erlangen sondern auch total viele interessante Stipendiaten kennen.

Tipps:

Vor allem Studierende der MINT-Fächer scheinen sich nicht zu trauen sich zu bewerben. Dabei sind diese besonders gefragt! Also traut euch ruhig.

Hier findet ihr Teil 2 und Teil 3 der Reihe.

Nursel Esma Ayar