Inhalt

#erlangenshots – die Instagram-Ausstellung in der Stadtbibliothek

Die #erlangenshots sind noch bis zum 10.5. in der Stadtbibliothek zu bestaunen. Foto: Christine Hetterle

Die #erlangenshots sind noch bis zum 10.5. in der Stadtbibliothek zu bestaunen. Foto: Christine Hetterle

Am 14.04 lud die Stadtbibliothek zur Vernissage der ersten Instagram-Ausstellung in Erlangen und schon das Warten in der Schlange vor dem Eingang hat verraten, dass es eine vielversprechende Angelegenheit wird. Aufkleber am Boden führen die Besucher durch die gesamte Ausstellung, die sich auf zwei Etagen erstreckt und in Schlangenlinien an Bücherregalen und Fenstern vorbeiführt. Unser OB Florian Janik hielt im Bürgersaal eine kurze Ansprache zur Einleitung und hob dabei die besondere Bedeutung von Instagram hervor: „Die Anwesenheit vieler unserer Kulturamtsleiter sagt einiges über dieses Medium aus. Das zeigt, dass das, worum es heute Abend geht, viel mehr ist als nur eine Spielerei.“

Alle ausgestellten Fotos sind Instagram-Fotos, die im Zeitraum von November 2015 bis Mitte März 2016 mit dem Hashtag #erlangenshots verschlagwortet wurden und zeigen viele Seiten, Facetten und Nuancen unserer Stadt – nicht etwa von einem namhaften Profi-Fotografen, sondern von Hobbyfotografen mit Smartphones. „Das Schöne an dieser Veranstaltung ist, dass sie einen ganz eigenen Blick auf unsere Stadt wirft, wie ihre Bürger sie wahrnehmen.“, so auch Florian Janik.

2.500 getaggte Fotos

#gehtmalrein. Foto: Christine Hetterle

#gehtmalrein. Foto: Christine Hetterle

Angestoßen durch eine Instagram-Ausstellung in Nürnberg trafen sich die Organisatoren dieser Veranstaltung im vergangenen November und brachten in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek, dem Kunstpalais, dem Stadtmuseum, der Volkshochschule, dem Tourismus & Marketing Verein, dem Theater, dem E-Werk und der FAU die Idee ins Rollen. Das Ergebnis waren 2.500 getaggte Fotos, von welchen es 180 in die Ausstellung geschafft haben. Jedes Foto ist mit einer Nummer versehen, sodass sich die Besucher die Nummer ihres persönlichen Favoriten merken und auf einen Zettel schreiben können, um bis zum 10.05 das „beste“ Foto der Ausstellung zu küren. Jedoch kann man nicht wirklich behaupten, dass eines besser ist als das andere, höchstens „noch interessanter“, denn jedes Bild zeigt eine andere Ecke und Eigenheit vom vielseitigen Erlangen – mal von der siemensianischen Seite, mal als malerisches Postkartenmotiv, mal im Detail oder Großaufnahme und mal… ja, was genau eigentlich? Das Interessanteste war tatsächlich, dem Rätselraten der Anderen zuzuhören. Teilweise waren sogar alteingesessene Erlanger überrascht, was für andere Seiten die Heimat noch zu bieten hat. Und damit erfüllt sich auch der eigentliche Zweck der Sache: reale Kommunikation bewegt durch ein virtuelles Kommunikationsmedium. Auch OB Florian Janik sieht in einem Medium wie Instagram ein großes Potenzial: „Ich glaube, dass diese Art und Weise zu kommunizieren weit mehr verändern wird, als wir es uns heute noch vorstellen können.“

Instagram kann auch mehr als nur #selfie, #instacat oder #foodporn, was mit dieser Ausstellung eindeutig bewiesen wurde. Einige der Schnappschüsse waren so gut durchdacht und getroffen, dass man sie gern in einem Hochglanz-Bildband auf seinem Kaffeetisch liegen hätte. Die Ausstellung in der Stadtbibliothek läuft noch bis zum 10.05 und ist absolut sehenswert.

#gehtmalrein

Christine Hetterle