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Futsal Nürnberg – Studenten spielen in der höchsten Futsalliga Deutschlands

Beim Futsal geht es zur Sache – wenn auch technischer als beim Rasensport. Foto: Sebastian Glauber

Im Jahr 2013 gründet eine Gruppe von (ehemaligen- und aktuellen) Studenten die Mannschaft „Futsal Nürnberg“. Nach einigen erfolgreichen Saisons mit diversen Aufstiegen spielt die talentierte Truppe nun in der höchsten Futsalliga Deutschlands: Der Regionalliga Süd. Von Beginn an in Funktion als Spielertrainer mit dabei: Sebastian Glauber. Ich habe Sebastian (mittlerweile Spieler und Abteilungsleiter) einige Fragen zum Erfolgsprojekt „Futsal Nürnberg“ gestellt.

Sebastian, zunächst als Einstieg für alle Neulinge: Was ist Futsal eigentlich für ein Sport?

Sebastian: Futsal ist die offizielle Hallenfußballvariante der FIFA und ein sehr schneller und intensiver Sport. Offensiv- und Defensivaktionen wechseln sich rasch ab, weswegen die Spieler immer gefordert sind schnell zu handeln. In einer Mannschaft spielen 4 Feldspieler und ein Torwart, d.h. es gibt keine Ruhephasen im Spiel und jeder ist immer ins Spiel eingebunden.

Was für Menschen trifft man in eurer Mannschaft?  Gibt es dort nach wie vor viele Studenten?

Sebastian: Bei uns sind sowohl ehemalige und aktuelle Studenten, als auch Spieler aktiv, die in Ihren Heimatländern mit Futsal aufgewachsen sind und mittlerweile beruflich in Nürnberg gelandet sind.

Mittlerweile gibt es auch eine Hochschulsport-Gruppe Futsal. Habt ihr Berührungspunkte mit diesem Angebot?

Sebastian: Es gibt sowohl in Erlangen als auch in Nürnberg einen Futsal-Hochschulkurs. Den Nürnberger Kurs haben wir parallel zu unserer Mannschaftsgründung gebildet, um auch der breiten Masse die Sportart vorzustellen. Der Erlanger Kurs wird von einem ehemaligen Mitspieler von uns geleitet, der Nürnberger Kurs von aktuellen Spielern unserer Mannschaft. Dementsprechend sind die Verbindungen da und wir freuen uns immer über den Austausch oder den ein oder anderen Spieler, der über das Angebot zu unserer Mannschaft stößt.

Ihr habt euch zu einer erfolgreichen Mannschaft entwickelt, die zur Futsalelite in Deutschland gezählt werden darf. Wie kann man Teil (Spieler, Unterstützer, Sponsor etc.) von diesem Projekt werden?

Sebastian: Wir sind immer auf der Suche nach Unterstützung in vielfältiger Hinsicht, um unsere mühevolle Aufbauarbeit nachhaltig zu etablieren und weiterzuentwickeln. Interessierte Spieler für das Regionalliga-Team können sich per Mail oder Facebook einfach mal für ein Probetraining anmelden. Gerade jetzt in der „Off-Season“ (Anmerkung: Saison startet erst im September) ist die perfekte Gelegenheit dafür. Für Spieler, die eher hobbymäßig Futsal spielen wollen, haben wir ebenfalls ein Angebot: Unseren „Futsal-Sonntagskick“, welcher ab Oktober zum „Futsal-Freitagskick“ wird. Hier treffen sich ehemalige Spieler, Freunde und Bekannte aus unserem Umfeld und neue, interessierte Spieler um ungezwungen Futsal zu zocken. Bei Interesse kann man einfach unseren Kursleiter Alexej kontaktieren, Mitte Mai geht es hier weiter. Unterstützer und mögliche Sponsoren mit Interesse an einer Kooperation melden sich gerne per Mail unter futsal-nuernberg@web.de.

Ihr habt bereits einige namenhafte Sponsoren. Wie mühsam war es, Unterstützer für euer Anliegen zu finden?

Sebastian: Es war für uns am Beginn sehr schwierig! Wir hatten großes Glück, von Anfang an die Sparkasse Nürnberg als starken Partner zu haben. Sponsoren und Unterstützer sind die Basis für unsere sportliche Entwicklung. Man muss bedenken, wir spielen in Hessen oder Baden-Württemberg, da fallen sowohl Fahrt- als auch Schiedsrichterkoste an, die nicht ohne sind. Des Weiteren unterstützt uns der Waschsalon Trommelwirbel, die Pizzeria Roberto und die Craft-Beer-Brauerei Orca Brau. Letztere beiden werden wohl ab der kommenden Saison den Verkauf bei unseren Heimspielen (Anmerkung: Samstag Abend / 18 Uhr) übernehmen, man kann sich also immer auf leckere Pizzen und sehr gutes Bier freuen!

Dieses Jahr feiert ihr euer fünfjähriges Bestehen. Wenn du zurückschaust, was ist euer Erfolgsrezept?

Sebastian: Das wichtigste war wohl der Wille und das Engagement die vielfältigen Hürden (Organisatorisch, Finanziell etc.) zu meistern um überhaupt erst die Basis für die sportliche Entwicklung zu schaffen. Man muss bedenken; wir haben uns gegründet ohne Trikots, Sponsoren etc..

Abschließend ein Blick in die Zukunft: Wo siehst du das Team „Futsal Nürnberg“ in fünf Jahren? Was sind eure Ziele für die Zukunft?

Sebastian: Mein Ziel wäre, dass wir auch in 5 Jahren noch auf bestmöglichen Niveau Futsal spielen, die Sportart sich nachhaltig in der Region etabliert hat und die Heimspiele sehr gut besucht werden.

Danke für deine Zeit und alles Gute für die nächste Saison!

Matthias Marx