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Gaming als Beruf – das Praktikum-Tagebuch Teil 1

Katha, Andy, (leiternder Redakteur der Games Aktuell) und Ich. Foto: Computec Media

Katha, Andy (leiternder Redakteur der Games Aktuell) und Ich. Foto: Computec Media

Am 15. Februar habe ich bei Computec Media mit meinem Praktikum angefangen. Computec ist ein Verlag mit Hauptsitz in Fürth. Sie sind für sämtliche Zeitungen, Webseiten und Apps rund um Gaming und Film und Fernsehen zuständig. Ich habe in der Gaming-Redaktion ein Praktikumsplatz ergattert und habe dort so viel Lustiges und Abgefahrenes erlebt, dass ich es mit euch teilen möchte. Angefangen habe ich mit einer weiteren Praktikantin, Katha. In der ersten Woche haben wir die Administrator-Rechte für die „Better Together“ Facebook-Seite bekommen, um dort regelmäßig Memes zu posten. Memes sind lustige Bilder mit kurzen Sprüchen. Wir sollen natürlich nur welche mit Gaming-Bezug machen. Als Ideenquelle haben wir 9gag.com verwendet. Das ist schon ziemlich cool: Ich scrolle durch das Internet und bekomme dafür Geld.

Schon gleich am Ende der zweiten Woche bin ich zu einem Podcast eingeladen worden. Ein Podcast ist eine Art Radiosendung, die man sich online anhören oder herunterladen kann. In diesem Podcast sprachen Andy, der leitende Redakteur von dem Games Aktuell-Magazin, Marc, der Social Media Manager, und ich über verschiedene Themen aus der Gaming-Welt. Das war besonders lustig, denn nachdem der Podcast auf die Games Aktuell-Webseite hochgeladen wird, können alle Fans und Zuhörer darunter Kommentare hinterlassen. Ich war sehr erstaunt wie viele positive Kommentare ich bekommen habe.

Ein paar Tage darauf kam Andy auf mich zu und fragte, ob ich für die Games Aktuell einen Test zu einem Indie-Game schreiben möchte. Das Spiel hieß „The Flame in the Flood“. Man musste als junges Mädchen in der verlassenen Wildnis überleben. An seiner Seite nur der treue Hund Aesop. Ein Hauptfeature dieses Spiels ist die Fortbewegung über einen Fluss. Das Spiel war recht unterhaltsam, aber nach zwei Stunden habe ich die Kopfhörer abgelegt, weil ich schon ein schlechtes Gewissen hatte, wie lang ich vor dem Bildschirm saß. Aber dann sagte mein Mit-Praktikant Georg, der schon länger dabei war, dass ich mindestens 4 Stunden spielen sollte. Am besten wäre natürlich so lange es geht, damit ich ein möglichst umfangreiches Bild vom Spiel bekomme. Ich konnte es nicht fassen: Meine Aufgabe war es für die Arbeit Spiele zu spielen. In welchem Himmel bin ich denn gelandet?!

Natürlich sind Video-Spiele nicht jedermanns Thema. Aber ich habe festgestellt, dass alle Leute in der Redaktion viel toleranter und offener für alles sind, als, ich sag mal „normale“ Menschen. Wenn man Leidenschaften, wie Filme oder etwas ganz Abgefahrenes wie Bogenschießen oder ähnliches hat, dann sind die viel toleranter für solche Themen. Die haben dann auch Verständnis für deine Begeisterung und versuchen diese zu teilen. Es ist einfach erfrischend, wenn man begeistert über seine neuen Erlebnisse aus Fallout 4 erzählen kann, ohne dass jemand mit den Augen rollt. Ganz im Gegenteil: Sie fragen sogar noch nach und wollen mehr erfahren. So viel Entgegenkommen bekommt man selten.

In dieser Redaktion sind alle noch ein bisschen Kind geblieben. Das ist aber umso förderlicher für die Artikel, die wir schreiben. Denn nur mit Begeisterung und Herzblut wird ein Text richtig gut. Es sind noch viele andere lustige und spannende Dinge passiert. Mehr davon erfahrt ihr im nächsten Teil.

Wenn ihr euch für solche Themen interessiert, dann besucht doch folgende Webseiten:

www.gamesaktuell.de

www.pcgames.de

www.facebook.com/BetterTogetherCommunity

Isabel Steuer