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Mehr als eine gewöhnliche Postkarte

Derin Oezel und Alina Tsibulskaya studieren an der FAU den Masterstudiengang Economics, Nora Blessing den Bachelorstudiengang Sozialökonomik und Sol Muda ist ehemalige Erasmus-Studentin an der FAU (v.l.n.r.). Foto: Daniel Sekula

Wer denkt, Postkarten schreiben war gestern, liegt falsch: Die FAU-Studentinnen Nora Blessing, Alina Tsibulskaya, Derin Oezel und Sol Muda entwickelten eine Geschäftsidee, die das Postkartenschreiben wieder aufleben lässt. Was das Besondere an ihren Postkarten ist, verraten die Studierenden in einem Interview.

Was ist das Besondere an euren Postkarten?

Sol: Auf unseren Postkarten sind schöne gemalte und gezeichnete Motive von Nürnberg abgebildet. Auf der Rückseite haben wir einen QR-Code gedruckt, indem eine Video-Stadttour hinterlegt ist. Wenn man diesen mit dem Handy scannt, bekommt man verschiedene Orte von Nürnberg zu sehen, beispielsweise den Hauptmarkt, die Burg oder andere Sehenswürdigkeiten und Lieblingsplätze.

Derin: Auch für Touristen ist die Postkarte interessant. Sie können diese entweder an ihre Freunde in der Heimat schicken oder als Tour-Guide durch Nürnberg verwenden.

Wie seid ihr auf diese Geschäftsidee gekommen?

Nora: Die Postkarte wird in diesem Jahr 150 Jahre alt. Wir möchten das traditionelle Format der Postkarte wieder aufleben lassen und so die Menschen miteinander verbinden.

Alina: Einige von uns sind nicht aus Nürnberg: Sol stammt aus Argentinien, Derin kommt aus der Türkei und ich bin gebürtige Russin. Viele unserer Freunde und Familie sind noch nie in Nürnberg gewesen. Deswegen haben wir uns gedacht, dass es schön wäre, wenn sie die Stadt, in der wir nun leben, kennenlernen können.

Malt ihr eure Postkarten selbst?

Nora: Nein. Wir verwenden die Motive von Hobbykünstlerinnen und -künstlern aus der Region, die ihre Bilder bei uns einreichen. Durch unsere Webseite und unseren Instagram-Auftritt bieten wir ihnen so eine Plattform, ihr sonst verstecktes Talent zu präsentieren.

Wie geht ihr bei der Erstellung und Vermarktung eurer Postkarten vor?

Alina: Für unsere erste Postkartenkollektion haben wir aus den vielen kreativen Entwürfen das schönste Design ausgesucht und dieses dann in einer Druckerei drucken lassen.

Sol: Die ersten Postkarten verkauften wir hauptsächlich an Arbeitskollegen, Freunde und Verwandte. Man kann sie aber auch über Instagram bestellen – dafür müssen Interessierte uns auf unserem Kanal nur eine Nachricht schreiben. Zukünftig möchten wir unsere Postkarten auch in Geschäften in der Umgebung anbieten.

Wie geht es mit eurer Geschäftsidee nun weiter?

Derin: Wir möchten die Menschen in die Auswahl unserer Postkartenmotive in Zukunft miteinbeziehen. Deswegen werden wir auf unserer Webseite eine Abstimmungsplattform einbauen, auf der jeder mitentscheiden kann, welche von den Hobby-Künstlern eingereichten Entwürfe auf die Postkarten gedruckt werden.

Alina: Außerdem möchten wir für die weitere Produktion in Zukunft auch mit der Stadt Nürnberg sowie mit Kunsthochschulen zusammen arbeiten.

Neugierig geworden? Dann schaut doch mal auf den Instagramkanal der Studierenden.

Rebecca Kleine Möllhoff