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Nürnberger auf der Welcome-Konferenz in Berlin

Auf der Welcome Konferenz in Berlin (Foto: Matthias Marx)

Auf der Welcome-Konferenz in Berlin (Foto: Matthias Marx)

Seit 2016 werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ehrenamtliche Studierendeninitiativen im Rahmen des Welcome-Programms gefördert. „Ziel des Programms ist es, studierfähige Geflüchtete beim Einstieg in ein Studium zu unterstützen“ heißt es im Wortlaut des Herausgebers.

Am 10. und 11. September fand die Tagung mit dem Titel „Verleihung des Welcome-Preises und Welcome-Konferenz“ in Berlin statt. Dort wurden die drei besten Projekte im Bereich der Integration von Geflüchteten an Hochschulen ausgezeichnet. Eingeladen waren, neben den Organisator*innen der nominierten Programme, auch andere studentische Hilfskräfte aus diversen deutschen Hochschulen, um einen aktiven Austausch zu gewährleisten. Auch eine studentische Hilfskraft der Uni-Nürnberg war dabei, um Expertise für ihr neues Tandem-Projekt zu erlangen.

Zunächst wurden die Preise verliehen. Auf dem ersten Platz landete die Universität Cottbus mit ihrem Buddy-Projekt, dass einen Einstieg von Geflüchteten ins Studium erleichtern soll.
Die angehenden Architekt*innen der Universität Stuttgart schafften es mit ihrer Konzeption eines Begegnungsraums zwischen Studierenden und Geflüchteten auf den zweiten Platz.
Außerdem erreichte die Kunsthochschule Weißensee Berlin mit der sogenannten „Foundation Class“ das Treppchen. Eine Testphase, in der Menschen mit Fluchthintergrund an diversen Workshops teilnehmen können, um sich besser im Studium zu orientieren.

Auflockerungsspiele regen die Kommunikation an (Foto: Matthias Marx)

Auflockerungsspiele regen die Kommunikation an (Foto: Matthias Marx)

Neben der Preisverleihung wurde viel Zeit für den interuniversitären Austausch eingeräumt. Beim gemeinsamen Essen, speziell für die Kommunikation bereitgestellten Zeitfenstern oder bei den organisierten Workshops konnten die Studis über ihre verschiedenen Projekte diskutieren und voneinander lernen. Die angenehme Atmosphäre zwischen Gleichgesinnten wurde durch verschiedene Auflockerungsspiele noch verbessert und führte zu angeregter Kommunikation.

Zudem gab es verschiedene Trainings von Experten im Angebot. Dort konnten sich die Studierenden in Themenfeldern, wie Projektmanagement, interkultureller Kommunikation, Studienfinanzierung studieninteressierter Geflüchteter oder Trauma-Awareness fortbilden. Der Professionalisierung der Projekte wurde somit Unterstützung geboten.

Als Abschluss vor der Abreise wurde noch eine Buchvorlesung von Ali Can geboten. In seinem Werk „Hotline für besorgte Bürger: Antworten vom Asylbewerber Ihres Vertrauens“ schreibt der 24-Jährige von einer fiktiven Fürsorge-Hotline, aber auch von realen Begegnungen mit anders Denkenden. Ein Ratschlag von ihm ist mir in Erinnerung geblieben: Suche nach Gemeinsamkeiten, nicht nach Unterschieden, und du wirst überrascht. Denn „Überraschung und Verwunderung sind der Anfang des Begreifens.“ (Jose Ortega).

Matthias Marx