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Auslandssemester in Russland – Teil 2: Fragen und Antworten

Der Rote Platz in Moskau. Foto: Matthias Marx

Im ersten Teil meines Berichts habe ich euch die ersten Eindrücke aus Russland gezeigt. Nun führe ich ein Interview mit meinem Freund Harry über seine Erfahrungen und Tipps rund um ein Auslandssemester in Moskau.

Du hast dich für ein Auslandssemester in Russland entschieden. Wie kommt man auf genau dieses Land? Wie entstand die Idee?

Harry: Zum einen wurde ich in Russland geboren und ein Teil meiner Familie wohnt noch dort. Da ich bis jetzt jedoch kaum Russisch sprechen konnte bot es sich an, mein Sprachniveau während des Auslandssemesters auszubauen. Zum anderen fand ich  es sehr interessant, mehr über das Leben in Russland zu erfahren. Seit einigen Jahren ist die Medienberichterstattung der Leitmedien aus meiner Sicht über Russland eher einseitig und überwiegend negativ. Deshalb hat es mich sehr gereizt, die Lebensbedingungen mit eigenen Augen zu sehen.

Wie aufwendig waren die Vorbereitungen und Planungen für dich?

Harry: Die Vorbereitungen waren nicht wirklich aufwendig. Den Auslandsstudenten vor Ort wird ein Platz im Wohnheim zur Verfügung gestellt, wodurch man nach der Anreise schon mal ein Dach über dem Kopf hat. Die Visabeantragung hat eine professionelle Visaagentur für mich übernommen, was auch problemlos verlief.

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Things I wish I’d known before going to Christmas market for the first time

Franconian souvenirs. Photo: Anh Tran

Christmas is always a magical time as the town lights up under the falling snow. Since I have never been to a Christmas market before, I was all hyped up since Nürnberg is famous for its authentic market in the country. Though, there are couple of things I wish I had known before heading down to the Christmas market.

1. Bundle up!

I went to the market in the evening. I did not know that it could get so cold that at the end I could not feel my toe anymore. So wear your giant puffy winter jacket, put on your gloves and a good pair of boots as you will very likely to be outside for at least one hour. Holding a hot cup of Heidelbeer Glühwein (red wine with spices) between your hands, and huddling with your friends are also great ways to stay warm.

 2. Go with an empty stomach

There will be a variety of food, ranging from salty dishes, snacks, to sweets. Thus, be sure to have some room in your stomach to try out all of the food. Even though, the queue might be long, it will be worth the wait. In the market, you could find sausages, Lebkuchen (delicious gingerbread), Kartoffelpuffer (similar to fried potatoes or hash browns)…etc. I’d highly recommend trying Schaschlik, which is a skew of pork meat, drizzled in curry sauce. And don’t forget trying out the Feuerzangenbowle (red wine and rum punch). If you return the cup, you will get some coins back, otherwise you could keep the cup as a token of good time.

Meat and onions on a stick: Schaschlik. Photo Anh Tran

3. Check out the international section of the market

Nürnberg Christkindlesmarkt partners up to bring a diverse selection of handcrafted goods from other parts of the world. Each country has a booth, where you could find cool, well-made souvenirs and learn about different cultures.

 Those are my tips to fully enjoy the Christmas market during this magical time of the year. I wish you all a happy holiday!

Anh Tran

 

„Lebkuchen“. Photo: Anh Tran

Jeder hat das Recht, ein Mensch zu sein – Das Nürnberger Menschenrechtszentrum

Das Team des Nürnberger Menschenrechtszentrums. © NMRZ

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“ Der erste Artikel in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die 1948 von der Generalversammlung der UN verkündet wurde, erklärt alle Menschen als gleichwertig und mit gleichen Rechten. Doch leider wurden und werden Menschen diese Grundrechte oft verwehrt und sie werden verfolgt, misshandelt oder getötet. Das Nürnberger Menschenrechtszentrum hat es sich seit fast 30 Jahren zur Aufgabe gemacht, über Menschenrechte zu informieren, organisiert und fördert Konferenzen und Veranstaltungen und engagiert sich auch politisch für den Schutz der Menschenrechte. Betrieben wird der gemeinnützige Verein von ehrenamtlichen Mitgliedern, eine von ihnen ist Alice Speck. Sie erzählt von ihrer Arbeit und von dem Fotowettbewerb, der momentan vom NMRZ ausgeschrieben wird.

Wer bist du und wofür bist du beim Nürnberger Menschenrechtszentrum zuständig?

Alice: Ich bin Alice, ich studiere im 5. Mastersemester Politikwissenschaften an der FAU und schreibe aktuell meine Masterarbeit. Seit Sommer 2014 engagiere ich mich zudem ehrenamtlich am Nürnberger Menschenrechtszentrum (NMRZ). Begonnen habe ich dort mit einem Praktikum und seit Februar 2015 bin ich Mitglied im Vorstand. Aktuell kümmere ich beim NMRZ um unsere Social-Media-Kanäle, schreibe ab und zu Artikel für unsere Homepage und arbeite im Organisationsteam unseres Fotowettbewerbs mit.

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Auslandssemester in Russland- Teil 1: Einblicke in den Alltag

Harry und Matthias in St. Petersburg.

Spannende Ankunft in St. Petersburg

Anfang November: Ankunft am „Pulkovo Airport St.Petersburg“. Es ist bereits Abend, die Dunkelheit hat sich über die Stadt gelegt. Ich verlasse das Flugzeug und ein seltsames Gefühl macht sich breit, eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität. Russland also, keiner meiner Freunde oder Verwandten war bis jetzt in diesem Land. Alles was ich darüber weiß, habe ich mir aus verschiedensten Medienperspektiven zusammengereimt. Ich betrete diesen speziellen Fleck Erde mit einer gehörigen Portion Respekt und Spannung in mir.

Der Anlass meiner Reise ist mein guter Freund Harry. Er hat sich dieses Frühjahr dazu entschieden, ein Auslandssemester in St. Petersburg zu machen. Grund hierfür sind seine russischen Wurzeln sowie die noch in Syktywkar lebende Verwandtschaft. Harry hat seinen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften an der Wiso in Nürnberg absolviert (Hintergründe und weitere Informationen zu Harrys Auslandssemester und dem Studentenleben in Russland erfahrt ihr in Teil 2).

Zurück zur Ankunft am Flughafen: Das erste große Problem für naive Europäer trifft einen sofort, unverblümt und unvorbereitet. Viele der Flughafenmitarbeiter können (oder wollen) kein Englisch sprechen. Einige Minuten irre ich umher und frage mich mit Händen und Füßen durch, bis ich den richtigen Durchgang zur Passkontrolle finde. Eine streng dreinblickende Frau mustert mich von oben bis unten. Sie nimmt ihre Arbeit dabei äußerst ernst, kein Anschein von Lässigkeit. Wie ich später erfahren werde, ist das in Russland ganz normal: Man lächelt sich nicht an in der Öffentlichkeit, das gilt als Zeichen von Unbedarftheit. Daran muss man sich als Westeuropäer erst einmal gewöhnen…

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