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Die 31. Medientage in München – eine Exkursion der FAU

„Ausprobieren“ lautet die Devise bei den Medientagen. Foto: Kristin Löchle

„Irgendwas mit Medien“ zu studieren bedeutet für viele junge Menschen oft automatisch auch, sich (noch) nicht wirklich sicher zu sein, wohin es nach dem Studium gehen soll und kann. Die FAU Erlangen-Nürnberg bietet in Kooperation mit dem MedienCampus Bayern eine Gelegenheit, sich darüber etwas klarer zu werden. Schon das zweite Jahr wurde es Studenten der Philosophischen Fakultät ermöglicht, mit einem kostenfreien Busshuttle (gesponsert durch den MedienCampus) die Medientage in München zu besuchen. Bei rechtzeitiger Registrierung ist darüber hinaus sogar auch das Messeticket kostenlos.

Das Angebot seitens des MedienCampus gibt es schon einige Jahre, doch erst im Wintersemester 2016/17 hat sich eine Mitarbeiterin der FAU, Susanna Wolf, gefunden, die Organisation dieser Exkursion zu übernehmen. Dank des MedienCampus Bayern und Frau Wolf kann die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung für Studenten und Studentinnen also kaum einfacher sein.

So kam es, dass auch dieses Jahr wieder einige Studierende an dieser Exkursion teilgenommen haben und sich auf den Weg nach München zu den Medientagen gemacht haben, die dieses Jahr unter dem Motto „Media.Trust.Machines – Vertrauen in der neuen Mediengesellschaft“ standen. Damit wollte die Messe auf die zunehmende Bedeutung des Vertrauens des Publikums und die damit einhergehende Verantwortung der Medien für die Gesellschaft aufmerksam machen.

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Science Slammer und Sternengucker? Der FAU-Astrophysiker Dr. Tobias Beuchert im Interview

 

Dr. Tobias Beuchert begeistert auch auf der Bühne bei Science Slams. Foto: Dr. Karl Remeis-Sternwarte

Letzte Woche haben wir euch die Dr. Karl Remeis-Sternwarte der FAU vorgestellt. Ich treffe mich heute mit Dr. Tobias Beuchert — oder Tobi, wie er lieber genannt wird — von der Dr. Karl Remeis-Sternwarte der FAU, die in Bamberg liegt. Wir sitzen hier gemütlich im Schlossgarten und reden über den ZDFinfo Science Slam, bei dem er mitgemacht hat. Dazu und zu seiner Arbeit habe ich heute ein paar Fragen.

Tobi, wieso hast du Astrophysik studiert und was begeistert dich an der Thematik?

Dr. Tobias Beuchert (Tobi): Dr. Tobias Beuchert… (lacht). Ich bin erst seit sechs Monaten Doktor, deshalb klingt das noch ungewohnt.

Es hat schon früh angefangen. Ich hatte schon als Kind ein Teleskop und habe mich dafür fasziniert, für diese unendlichen Weiten. Und dann gab es diesen Film: Contact, mit Judy Foster, in dem sie versuchen mit großen Radioschüsseln Kontakt zu Außerirdischen herzustellen. Komplett spooky. Irgendwie total wild, aber es hat in dem Film funktioniert. Und das hat dann in mir die Faszination geweckt. Dann noch diese Vorstellung, du bist auf der Welt ein Einhundertmillionstel der Milchstraße und wir maßen uns an, mit Physik und Astrophysik den Rest des Universums zu verstehen. Das ist ein faszinierender Gedanke und dadurch bin ich dann dazu gekommen.

Wow. Also quasi durch einen Film zur Astrophysik und jetzt, wie du es gerade gesagt hast, ganz frisch Doktor (lachen beide).

Tobi: Es ist halt schon cool, die Berufung zum Beruf zu machen. Also, wenn man zumindest das Gefühl dafür hat und der Idealismus einen durch die Tiefphasen des Studiums trägt.

Wie sieht eigentlich dein Arbeitsalltag an der Dr. Karl Remeis-Sternwarte aus?

Tobi: Also wir haben ein sehr akademisches Umfeld. Seit den 60ern wurde die Sternwarte an die Uni erlangen angegliedert. Seit dem haben wir eigentlich alles Mögliche: Bacheloranden, Masteranden, Doktoranden, Postdocs und drei Professoren für drei Gruppen. Insgesamt sind wir so 45 bis 50 Leute. Wir sind beteiligt an der Ausbildung und Lehre und haben mit ca. 80 Studenten im Jahr eines der größten astronomischen Praktika in Deutschland. Das geht zwei Wochen und die Leute wohnen bei uns teilweise oder pendeln auch. Dann betreuen wir Abschlussarbeiten, gehen in die Uni rein. Das ist der größte Aufwand. Wir pendeln von Bamberg nach Erlangen. Manche wohnen direkt in Erlangen, weil wir die Vorlesungen hier haben. Die ganze Forschung aber und das Institut sind aus historischen Gründen in Bamberg. Am physikalischen Institut der Technischen Fakultät geben wir Vorlesungen und leiten Übungen. Das ist der akademische, mit der Lehre verbundene, Teil. Unsere drei Gruppen machen Stellarastronomie, Hochenergieastronomie — d.h. Röntgenastronomie, das Thema das ich beim ZDFinfo Science Slam gemacht habe — und jetzt haben wir eine neue Professorin, die alles verbindet und sog. Multiwellenaspekte macht, vom niederenergetischen Radiobereich bis hin zu Gammastrahlen. Das sind jetzt diese drei Gruppen: zwei Professoren, eine Professorin. Also eine Frauenquote von einem Drittel. (lacht)

Der Arbeitsalltag sieht auch bürokratischer aus. Wir schreiben Anträge, z.B. für sog. Beobachtungszeiten. Wir haben zwar zwei Teleskope und zwei Kuppeln, aber die Instrumente werden zu Ausbildungszwecken genutzt. Die Studenten lernen an ihnen die Grundzüge der optischen Astronomie. Aber mit unseren Teleskopen können wir keine Forschung machen. Die dienen eben der Ausbildung und auch der Öffentlichkeitsarbeit: wir kriegen im Jahr ca. 1000 Gruppen, die wir ehrenamtlich durch die Sternwarte führen und machen zusammen mit der Volkssternwarte und der Volkshochschule Workshops.

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Frauenpower an der TechFak

Corinna Böhm (oben 2.v.l.) und ihre Material Girls. Foto: SFB/Transregio 103

Am 31. Juli fand das traditionelle Fußballturnier der Werkstoffwissenschaftler auf dem Uni-Sportplatz nahe der TechFak statt. Zum ersten Mal trat eine Frauenmannschaft gegen sieben männliche Mannschaften an. Das Spiel wurde vom SFB/Transregio 103 unterstützt, einem gemeinschaftlichen Forschungsprojekt der FAU und der Ruhr Uni Bochum (RUB) zum Thema einkristalline Superlegierungen (Superalloy Single Crystals). Ich habe mich mit Corinna Böhm, einer der Gründerinnen der Material-Girls und Frauenbeauftragte des Departments für Werkstoffwissenschaften, getroffen und mit ihr über ihre Mannschaft und über Frauen in technischen Berufen gesprochen.

Sind die Teilnehmer des Turniers Mitglieder bei dem Forschungsprojekt?

Corinna Böhm: Ja, aber nicht alle. Die Mädels verbindet vor allem, dass sie alle am Department Werkstoffwissenschaften studieren oder arbeiten, jedoch unterschiedlichen Lehrstühlen zugehörig sind. Da es die Mannschaft zum ersten Mal gab, brauchten wir Trikots und den Platz, der finanziert werden musste und die meisten anderen Teams wurden von ihrem Lehrstuhl finanziert. Dadurch, dass wir nicht alle aus einem gemeinsamen Lehrstuhl kommen, mussten wir uns irgendwie anders finanzieren. Wir haben unter anderem beim SFB Transregio 103 (Transregionalem Sonderforschungsbereich der FAU und der Ruhr Universität Bochum) angefragt, der auch sofort bereit war uns zu unterstützen.

Wie kamt ihr auf die Idee eine Frauenmannschaft zu gründen?

Corinna Böhm: Wir hatten lange überlegt, wie wir es schaffen könnten mehr Frauen in das Fußballturnier mit einzubinden. Schließlich geht es bei dem Turnier nicht nur um Fußball an sich, sondern auch ums Networking mit den Leuten aus den eigenen und allen anderen Lehrstühlen. Mit der Frauenmannschaft haben sich die Mädels direkt angesprochen gefühlt und so ging der Plan perfekt auf. Insgesamt haben wir 15 Mädels aus 5 verschiedenen Lehrstühlen zusammenbekommen.

Ich war total fasziniert, wie motiviert die Mädels dabei waren und sich zweimal die Woche zum Training getroffen haben. Dabei waren wir echt ein bunter Haufen, von Ballerina über Handballerinnen, Reiterinnen, Läuferinnen, Schwimmerinnen und auch ein paar Fußballerinnen hatten wir alles dabei. Anfangs waren wir eine Katastrophe! Ich wusste selbst nicht, wie man schießt. Aber wir haben einen gewaltigen Fortschritt hingelegt. Denn nicht nur die fußballerische Leistung hat sich enorm verbessert, sondern auch das Miteinander. Die jüngeren Studentinnen wurden immer mutiger im Umgang mit uns Älteren, es hat viel Austausch über Studium, Promotion und eine mögliche, zukünftige akademische Laufbahn stattgefunden und das Ganze in einem sehr freundschaftlichen und spaßigen Umfeld. Der Gedanke des Networken ging also voll auf.

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AEISEC: Über die eigenen Grenzen hinauswachsen

Vanessa Michel ist Vice President im Bereich Finance bei AEISEC. Foto: Milena Kühnlein

Sich neben dem Studium bereits in Sachen Management, Verwaltung und Finaznen ausprobieren und das ganze sogar im Ausland? Das geht! Die studentische Organisation AEISEC wurde mit dem Ziel gegründet, nachhaltige Projekte für ein besseres Verhältnis und mehr Austausch unter den verschiedenen Ländern zu ermöglichen, gegründet. Wirtschaftswissenschaftsstudentin Vanessa Michel ist seit Beginn ihres Studiums an der FAU aktiv bei AEISEC dabei, sie übernimmt dort die Aufgabe des Vice President im Bereich Finance.

Was hat dich an AESEC begeistert?

Vanessa: Als ich frisch aus der Schule kam, konnte ich es mir nicht vorstellen sofort ein Team zu leiten, aber solche Challenge kann man hier wahrnehmen! Dabei geht es auch bei den Auslandsaufenthalten: Es handelt sich um keinen Urlaub. Natürlich soll das Ganze Spaß machen, aber es geht vielmehr darum sich in einer völlig neuen Umgebung zurechtzufinden. Man wird mit Lebensrealitäten konfrontiert, die anders ist als die eigene und durch solche Veränderungen kann man wachsen.

Es gibt ja viele bezahlte Nebenjobs und Praktika im Bereich Wirtschaft. Ist es nicht auch anstrengend neben dem Studium ehrenamtlich tätig zu sein?

Vanessa: Der Mehrwert einer studentischen Organisation ist, dass man miteinander auf Augenhöhe arbeiten. Bei Werkstudentenjobs verdient man zwar Geld, aber man hat natürlich auch nicht so Einfluss und Möglichkeiten sich auszuprobieren. Wir stehen hinter unseren Produkten, so nennen wir unsere Projekte, und verbreiten die auf vielerlei Weisen.

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