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How to prepare for a semester abroad – learning from my mistakes

So many places to go to. Photo: Hannah Riemann

After applying for the exchange program of the FAU with the Duke University in North Carolina, USA, I was more than excited to find out in March, that I was accepted along with two other FAU-Students. What I did not know was all the preparation work that comes with an exchange semester, so here I will write down what hurdles I stumbled upon, so you don’t make the same mistakes.

Paperwork, paperwork, paperwork

First of all, there is all the paperwork to deal with. The program I applied for came with a DAAD-scholarship and there were all the papers I had to sign to make sure that everything with the scholarship runs smoothly, because to be honest, I could not afford paying 50,000$ to study at an American university. Most scholarships come with obligations: Students have to take a certain amount of credit points at the exchange-university and have to write several reports on how their stay is. Keep that in mind and note down the due dates, because when you sign an agreement that wants you to hand in a report six months later, it is easy to forget it.

After dealing with the first bunch of paperwork, some host-universities still want the student to apply separately. So even though I was already accepted by my home university I still had to apply directly to the American university. I had to go through the entire process and also had to ask some professors to write me letters of recommendation in English. I had to hand in more paperwork, and the process this time was even longer, because I had to send it to the States via mail and it felt like it was taking ages. So, make sure to start your paperwork as soon as possible, because it all takes longer than you’d expect.

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Trump: Make America hate again?

Erkennt man sofort, oder? Grafik: Milena Kühnlein

In Mitten einer rund 100 Hektar großen leerstehenden Tierkoppel irgendwo in Oregon prangte es in tiefem, seriösen Blau mit weißer Schrift: „Trump – Make America great again“ Nun war dies nicht nur das größte Wahlplakat das ich jemals in meinem Leben gesehen habe, es bewarb zudem tatsächlich die Präsidentschaftskandidatur Donald Trumps. Drei Monate später wurde er zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. In einer Wahlnacht, die nicht nur die hämischen Witze sämmtlicher Kritiker zumindest für diesen Moment verstummen ließ, sondern die politische Öffentlichkeit auf der ganzen Welt im historischen Ausmaß geprägt hat. Am 20. Januar wird er als Präsident vereidigt. Professor Heike Paul, Inhaberin des Lehrstuhls der Amerikanistik an der FAU, reiste kürzlich beruflich in die USA und konnte so die Stimmung unmittelbar nach der Wahlzeit persönlich miterleben.

Hallo Frau Professor Paul. Wie haben Sie als Amerikaexpertin das Wahlergebnis aufgenommen?

Heike Paul: Ich war schockiert. Natürlich war es den meisten Menschen klar, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen werden würde. Durch demoskopische Befunde verleitet, dachten dennoch viele, Hillary Clinton würde letztlich das Rennen machen. Trump führte einen Wahlkampf voller Skandale und Tabubrüche, die zunehmend an seiner Tauglichkeit als Präsident zweifeln ließen.

Die Bekanntgabe der Kandidatur begann wie ein Witz, der letztendlich nicht enden wollte. Ab wann haben Sie Trump als Präsidentschaftsanwärter ernst genommen?

Heike Paul: Es gibt vielleicht eine Form von Humor, die dazu dient, bestimmte Dinge erträglich zu machen. Ernstnehmen musste man ihn letztendlich und vor allem muss man die Wählerinnen und Wähler ernst nehmen, die ihn unterstützt haben. Auch wenn er nun seine Kabinettsbildung wie eine Reality TV Show gestaltet. Man könnte das Ganze durchaus als dramatische Erosion des präsidentiellen Habitus bezeichnen, auch wenn manche Stimmen davon ausgehen, dass ihm das „Korsett des Amtes“ als Korrektiv in seiner Politikgestaltung dienen könnte.

Barack Obama hat mediale Inszenierung, insbesondere über soziale Netzwerke, enorm gut einzusetzen gewusst. Wie wird sich ein Donald Trump im Weißen Haus repräsentieren? Weiterlesen

Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus?

Szene aus „Lächeln Sie nicht zuviel“, Bild: Karo­line Felsmann

Szene aus „Lächeln Sie nicht zuviel“, Bild: Karo­line Felsmann

„Lächeln Sie nicht zuviel. Ralph Jung probt Emi­lia Galotti“ — ein inter­es­san­ter Titel, der nicht allzu viel ver­rät. Das Thea­ter Erlan­gen zeigt im Rah­men der „Werk­schau: Les­sing“ vom 3. bis zum 8. März unter ande­rem die­ses Stück. Im Inter­view mit Regis­seu­rin Annika Schwei­zer geht es um die Insze­nie­rung und das Män­ner– und Frau­en­bild in unse­rer Gesell­schaft. Mögen alle Frauen pink und alle Män­ner Fuß­ball?

Die Grund­ge­schichte von Emi­lia Galotti ist ja, dass der Prinz Emi­lia auf sein Lust­schloss holt und gerne als seine Geliebte hätte. Zu der Zeit wäre es nicht so gut gewe­sen, wenn sie sich dar­auf ein­ge­las­sen hätte…

Annika: …zumin­dest im bür­ger­li­chen Kontext.

Genau. Des­we­gen hat sie dann ihren Vater gebe­ten sie umzu­brin­gen, bevor sie den Ver­füh­run­gen des Prin­zen erliegt.

Annika: So kann man das sagen. Man kann natür­lich auch alles Mög­li­che hin­ein­in­ter­pre­tie­ren. Theo­re­tisch könnte man auch sagen: Sie will eigent­lich nicht so einen Typen haben, weil sie so einen Men­schen grund­sätz­lich ver­ab­scheut. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist, dass sie ihn tie­risch scharf fin­det und sie möchte nicht, dass die Seite gewinnt. (lacht)

Und ihr ver­sucht jetzt, das Stück in die aktu­elle Zeit zu bringen?

Annika: Eigent­lich ver­su­chen wir nicht, das Stück in die aktu­elle Zeit zu brin­gen. Wir set­zen uns damit aus­ein­an­der, was für ein Män­ner– und Frau­en­bild wir heute haben und wel­ches uns diese Emi­lia Galotti zeigt, die 1772 geschrie­ben wurde. Man könnte den­ken, das ist total ver­al­tet. Wenn man diese Emi­lia anschaut, die wie ein klei­nes, unschul­di­ges Mäd­chen kei­nen eige­nen Wil­len hat — zumin­dest zu Beginn des Stücks — würde man den­ken: So etwas gibt es heute eher nicht. Ein Mäd­chen, das sich kom­plett unter­ord­net und mit dem man machen kann, was man will. Neben Emi­lia schauen wir uns noch die Prin­zen­fi­gur an, um auf das Män­ner­bild zu kom­men. Was ist das für ein Typ? Es geht dann aber mehr um uns: Was haben wir heute für ein Män­ner­bild, wie soll ein Mann sein?

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Exkursion der Geographen durch Nordamerika – ein Reisetagebuch. Teil 4

Ottawa liegt im östlichen Teil der Provinz Ontario. Foto: Leonie Fößel

Ottawa liegt im östlichen Teil der Provinz Ontario. Foto: Leonie Fößel

Im ersten Teil des Exkursionsberichts haben wir Detroit und den ganz normalen Wahnsinn in den USA kennengelernt. Im zweiten Teil ging es dann weiter nach Toronto und zu den Niagarafällen, bevor im dritten Teil ein Besuch beim indigenen Stamm der Mohawk of Akwesasne auf dem Programm stand. Zum Abschluss geht es jetzt noch in die Metropole Ottawa:

12. August 2015

Nach einer kurzen Nacht im Luxus-Queen-Size-Bett ging es erstmal zum Frühstück. Gestärkt konnten wir dann Marijkes Exkursionsteil zur Infrastruktur in Angriff nehmen. Wir lasen verschiedene Texte in einem extra für uns reservierten Raum im Hotel, äh Studentenwohnheim. Anschließend diskutierten wir lange über die in Montreal recht verfallene Infrastruktur. Irgendwann rauchte allen der Kopf, doch von Pause konnte keine Rede sein: Sonja war ab Mittag mit ihrem Programm an der Reihe: Es ging um Regionalismus und Nationalismus. Wir sollten Leute in der Stadt interviewen. Mein Versuch, mein Schulfranzösisch wieder aufzupeppen scheiterte kläglich. Und dabei wollte ich nur einen Salat bestellen. Vor allem das Viertel Quartier Latin hat es uns angetan. Als wir in unsere Unterkunft zurückkehrten, hatten wir noch einen Termin mit einem Mitglied des Mouvement Nacional de Quebecois pour Quebecois, einer Initiative, die sich für die Selbstständigkeit Quebecs ausspricht. ER berichtete über die Situation mit der Zweisprachigkeit in Quebec und im Besonderen in Montreal. Nach diesem Expertengespräch packten wir ein weiteres Mal unsere Autos voll und es ging weiter zur letzten Station der Exkursion: nach Ottawa. Einen kleinen Zwischenfall gab es auf der Fahrt: Anja ließ ihr Handy auf der McDonald‘s-Toilette liegen und wir mussten in Ottawa alle Hebel in Bewegung setzen, damit sie es wieder bekommt. Da vor lauter Organisieren keine Zeit mehr für Abendessen blieb, mussten leider die Chips, die ich Herrn Elrick schuldete, dran glauben…

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