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Kasachstan und das „Great Game des 21. Jahrhunderts“

Der meineFAU-Blog sucht immer wieder Studenten und Studentinnen, deren Abschlussarbeit online präsentiert werden kann. Hier stelle ich meine Bachelorarbeit im Fach Politikwissenschaft vor. Gerade gegen Ende des Studiums habe ich mich mit der Region Zentralasien und insbesondere Kasachstan beschäftigt. Zentralasien und die der Region zugehörigen Länder sind für uns hier in (West-)Europa faktisch „Terra Incognita“, eine Region, die wir vielleicht noch entfernt mit Märchen aus unserer Kindheit in Verbindung bringen, wenn wir die Namen „Samarkand“, „Marco Polo“ und „Seidenstraße“ hören. Ich habe mich in meiner Abschlussarbeit nun mit der Außenpolitik Kasachstans auseinandergesetzt.

Von Khanaten, Kommunismus und Kapitalismus — ein kleiner Streifzug durch Kasachstans Geschichte

Kasachstan liegt in Zentralasien und damit in einer Region, die bis heute nicht exakt definiert ist. Welche Länder zählen zu ihr und welche nicht? Eine Frage für die es unterschiedliche Antworten gibt. Die wohl gängigste geografische Definition rechnet zu Zentralasien Teile Russlands — genauer das südliche Sibirien —, Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan (die oftmals mit einem Hauch Geringschätzung als „Stan-Länder“ oder „Stans“ bezeichnet werden), die westliche chinesische Uiguren-Provinz Xingjan — die Region gehörte früher zum Großraum Turkestan und war dessen östlicher Ausläufer —, die Mongolei und Afghanistan. In der Politikwissenschaft wird Zentralasien oft kleiner gefasst. Zentralasien seien die ehemaligen Sowjetrepubliken Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan.

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Auf nach Shanghai!

Die beeindruckende Skyline von Shanghai. Foto: Sarah Kinner

Gastbeitrag von Sarah Kinner

Mein Name ist Sarah Kinner, ich studiere Medizinelektronik im Master an der FAU und habe die letzten drei Monate an der Tongji Universität in Shanghai verbracht. In diesem Bericht möchte ich meine Erfahrungen, die ich dort machen durfte mit euch teilen und mögliche Nachfolger für ein Forschungspraktikum oder eine Abschlussarbeit in der Volksrepublik China begeistern.

Mein Auslandsaufenthalt lief über den Lehrstuhl für Technische Elektronik (LTE) unter der Leitung von Prof. Robert Weigel. Im Rahmen dieses Angebots ist es Studierenden der Studiengänge des Departments Elektrotechnik-Elektronik-Informationstechnik möglich, Abschlussarbeiten oder Forschungspraktika an der Tongji Universität in Shanghai anzufertigen, beziehungsweise damit zu beginnen. So hatte ich die Möglichkeit für drei Monate von März bis Juni nach China zu fliegen. Die Betreuung der anzufertigenden Arbeit erfolgt hierbei durch je eine/n Professor/in aus Shanghai und aus Erlangen, wobei die Benotung nur durch die deutsche Universität vorgenommen wird.

Bevor es mit der Reise nach China losgehen konnte, mussten einige organisatorische Dinge erledigt werden. Hierbei war Sarah Linz vom LTE eine große Hilfe, da sie als Bindeglied zwischen Deutschland und China fungiert hat. Sie hat die Bewerbung bei der chinesischen Universität koordiniert und mich bei der Einschreibung unterstützt, wofür ich Ihr an dieser Stelle noch einmal danken möchte. Nach Beantragung eines Studentenvisums und der Flugbuchung konnte es dann endlich los gehen.

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Kulturgeografie in Erlangen: Eine Exkursion auf die Philippinen

Arm und reich: Die Wolkenkratzer im Finanzzentrum von Makati nebenWellblechhütten einer informellen
Siedlung. Foto: Scheerin Alouo

7107 Inseln mitten im pazifischen Ozean: Die Philippinen sind nicht nur ein beliebtes Reiseziel, sondern auch politisch und gesellschaftlich enorm spannend. FAU-Masterstudentin Scheerin Alou hat zusammen mit 23 anderen Studenten und Dozent Dr. Boris Michel eine Exkursion dorthin gestartet. Was sie zwischen Meeresrauschen, Palmen und türkisblauem Wasser alles erlebt hat, erzählt sie uns im Interview.

 In welchem Rahmen an die Exkursion zu den Philippinen denn stattgefunden?

Scheerin: Das ist im Studium der Kulturgeografie so vorgesehen. Wir müssen sowohl im Bachelor als auch im Master eine große Exkursion machen und diesmal waren es eben die Philippinen. Wir waren zwei Wochen dort.

Wieso wurde dieses Exkursionsziel festgelegt?

Scheerin: Das hängt immer davon ab, wo unsere Dozenten ihren Länderschwerpunkt haben. Dr.  Boris Michel hat eben in Manila gelebt und dort über Städteentwicklung promoviert.  Er kannte sich dementsprechend gut aus.

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Auslandssemester in Taiwan – Von Wandern, Nachtmärkten und Hühnerfüßen

FAUler auf dem Campus der NTU.

Nicole Spanjer (25 Jahre) studiert seit 2015 International Information Systems im Master an der FAU. Im Wintersemester 2016/17 verbrachte sie ein Semester an der National Taiwan University (NTU) in Taipeh, Taiwan. Auch wenn es für sie nicht das erste Auslandsabenteuer war (sie hat bereits zwei Semester in Frankreich und ein Semester in Kanada studiert), so war es für sie dennoch eine spannende Erfahrung, ein halbes Jahr mitten in Asien zu leben und zu studieren. Nach ihrer Rückkehr hat sie uns von ihrer interessanten Zeit im Land der grünen Hügel, goldenen Tempel und Nachtmärkte berichtet.

Warum hast du dich für ein Auslandssemester in Taiwan entschieden?

 Nicole: Ich muss ehrlich gestehen, dass ich vor meinem Auslandsaufenthalt in Taiwan kaum Ahnung über das Land und die Leute hatte. Ich wusste nur, das Taiwan “diese kleine Insel im Meer vor China” ist und hatte vorher nur wenige, wenn auch sehr nette Bekanntschaften von dort gemacht. Der Hauptgrund für meine Motivation, nach Taiwan zu gehen war vielmehr die große Beliebtheit der wenigen Austauschplätze dorthin und ich dachte mir, dass der große Andrang bestimmt einen guten Grund haben muss. Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt, nach Asien zu gehen und an „Mainland China“ habe ich mich nicht sofort herangetraut. Daher wollte ich es erst einmal mit dem, wie ich es selbst nenne “coolen Teil von China”, probieren.

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