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Auslandssemester in Russland- Teil 1: Einblicke in den Alltag

Harry und Matthias in St. Petersburg.

Spannende Ankunft in St. Petersburg

Anfang November: Ankunft am „Pulkovo Airport St.Petersburg“. Es ist bereits Abend, die Dunkelheit hat sich über die Stadt gelegt. Ich verlasse das Flugzeug und ein seltsames Gefühl macht sich breit, eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität. Russland also, keiner meiner Freunde oder Verwandten war bis jetzt in diesem Land. Alles was ich darüber weiß, habe ich mir aus verschiedensten Medienperspektiven zusammengereimt. Ich betrete diesen speziellen Fleck Erde mit einer gehörigen Portion Respekt und Spannung in mir.

Der Anlass meiner Reise ist mein guter Freund Harry. Er hat sich dieses Frühjahr dazu entschieden, ein Auslandssemester in St. Petersburg zu machen. Grund hierfür sind seine russischen Wurzeln sowie die noch in Syktywkar lebende Verwandtschaft. Harry hat seinen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften an der Wiso in Nürnberg absolviert (Hintergründe und weitere Informationen zu Harrys Auslandssemester und dem Studentenleben in Russland erfahrt ihr in Teil 2).

Zurück zur Ankunft am Flughafen: Das erste große Problem für naive Europäer trifft einen sofort, unverblümt und unvorbereitet. Viele der Flughafenmitarbeiter können (oder wollen) kein Englisch sprechen. Einige Minuten irre ich umher und frage mich mit Händen und Füßen durch, bis ich den richtigen Durchgang zur Passkontrolle finde. Eine streng dreinblickende Frau mustert mich von oben bis unten. Sie nimmt ihre Arbeit dabei äußerst ernst, kein Anschein von Lässigkeit. Wie ich später erfahren werde, ist das in Russland ganz normal: Man lächelt sich nicht an in der Öffentlichkeit, das gilt als Zeichen von Unbedarftheit. Daran muss man sich als Westeuropäer erst einmal gewöhnen…

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Auslandssemester in Kanada, einem Land mit Trimestern und fünf Jahreszeiten – Teil 2

Der Blick von der Terrasse der Polytechnique Montréal. Foto: Felix Ernst

Vor einigen Tagen konntet ihr hier bereits ein Gespräch mit FAU-Studentin Julia Appel über ihre Zeit in Sherbrooke in der kanadischen Provinz Québec nachlesen. Nun folgt der zweite Teil des Interviews, in dem FAU-Student Felix Ernst sein Semester bzw. Trimester in Montréal Revue passieren lässt. Auch er war über das Direktaustausch-Programm Kanada PÉÉ zum Auslandssemester in Québec.

Hallo, Felix! Kannst du dich kurz vorstellen?

Felix: Ich bin Felix, bin in Kanada 22 geworden, studiere Werkstofftechnik im Master an der TechFak und war in meinem dritten Mastersemester für ein Trimester in Québec. Ich war also vier Monate lang in Kanada an der Polytechnique Montréal, der technischen Hochschule in Montréal.

Wie bist du auf das Québec-Austauschprogramm der FAU aufmerksam geworden?

Felix: Mir war klar, dass ich ein Auslandssemester machen möchte, weil wir im dritten Mastersemester nur Wahlfächer haben und es sich darum in diesem Zeitraum sehr anbietet. Eigentlich habe ich mich zuerst für die USA und England interessiert. Es gibt jedoch an der FAU nicht wirklich viele Kooperationen mit diesen Ländern und ein Auslandsaufenthalt dort ist zudem ziemlich teuer oder nur für ein ganzes Jahr lang möglich. Deshalb habe ich mich auf einen Erasmus-Platz in Frankreich beworben, bin später aber irgendwo auf einen Aushang zum Québec-Programm gestoßen und habe die Info-Veranstaltung zu diesem Programm besucht. Und weil ich relativ gut in Französisch bin, habe ich mich auch dafür beworben. Nachdem ich im Québec-Programm aufgenommen worden bin, habe ich mich für Kanada entschieden.

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Career Service: Dein Weg zum Auslandspraktikum

Gute Planung ist die halbe Miete. Foto: Milena Kühnlein

Was ist weit weg, kostet viel, bringt noch mehr und macht glücklich? Ein Praktikum im Ausland natürlich! Sprachkenntnisse aufbessern, Kulturen kennenlernen und wertvolle Branchenerfahrung sammeln: Gründe für ein Auslandspraktikum gibt es viele. Dass ein solches Vorhaben allerdings mit einem Schwall an Organisationsarbeit und Vorbereitung zusammenhängt ist den meisten Studenten bewusst. Für Viele ist dies sogar der Grund ein solches Mammutprojekt lieber at Acta zu legen. Am Donnerstag, den 16.12.2016, brachten Susanne Winkelmaier (M.A.) vom Career Service der FAU und Vivien Aehlig (M.A.) vom Referat für Internationale Angelegenheiten mit ihrem Vortrag zum Thema etwas Licht ins Dunkle und zeigten übersichtlich auf welche Schritte man gehen muss, um den Traum „Praktikum im Ausland“ tatsächlich in die Tat umzusetzen.

 Nachdenken

Das Wort frühzeitig fiel in diesem Vortrag häufiger, als gelbe Karten in einem Fußballderby. Studenten müssen sich frühzeitig mit ihrem Wunsch-Ort, den Unternehmen und nicht zuletzt der Bewerbung auseinandersetzen. Ein Praktikum im europäischen Inland ist weniger aufwendig zu organisieren als beispielsweise ein Aufenthalt im nordamerikanischen Raum. In welche Region der Erde es gehen soll, muss jeder Student nach Vorlieben und beruflichen Perspektiven selbst entscheiden. Ein Praktikum ist dennoch nicht jedermanns Sache. Deswegen sollten Fernwehleidende frühzeitig überlegen, was überhaupt der Grund für den Auslandsaufenthalt ist. Je nachdem, ob es eher darum geht Sprachkenntnisse zu entwickeln, im gewünschten Berufsfeld zu arbeiten oder doch lieber nur mit Reiserucksack die Flora und Fauna zu erkunden, bieten sich Interessierten viele passende Angebote und Möglichkeiten.

Konkret werden

Sind die Rahmenbedingungen dann gesetzt, wird es Zeit sich die passenden Stellenangebote herauszusuchen. Hier ist Vorsicht geboten: Es gibt im Internet Vermittlungsseiten die den Kontakt zwischen Unternehmen und Praktikant herstellen sollen. Diese Seiten kosten oftmals viel Geld und bieten keine Garantie, dass auch das optimale Praktikum vermittelt wird. Der Career Service der Uni Erlangen-Nürnberg rät dazu, die Stellenausschreibungen der Firmen und Unternehmen direkt zu checken, die Ausschreibungen auf Career Service Seiten von ausländischen Universitäten im Auge zu behalten oder Angebote auf bekannten Austausch-Webseiten zu suchen.

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„Die Lockerheit war prägend“ – Martin Hummel über sein Auslandssemester in Sevilla

Martin Hummel verbrachte ein Semester in Sevilla. Foto: Salome Mayer

Martin Hummel verbrachte ein Semester in Sevilla. Foto: Salome Mayer

Wenn man Sprachen studiert, ist es sinnvoll, diese in ihrem Herkunftsland anzuwenden und so zu verbessern. Nebenbei lernt man eine neue Kultur kennen und trifft interessante Menschen. So erging es auch Martin Hummel. Er studiert an der FAU Englisch und Spanisch auf Gymnasiallehramt; mittlerweile im 13. Semester. Sein sechstes Semester verbrachte er im Rahmen des Erasmus-Austauschs an der Universität in Sevilla, Spanien. Im Interview erinnert er sich an Generalstreiks und Stierkämpfe.

Wie hast du die Zeit in Spanien erlebt?

Martin: Es war eine wirklich gute Zeit, ich habe fast durchweg positive Erfahrungen gemacht. Das Wetter ist schön, die Leute sind sehr aufgeschlossen und nett. Die Unzuverlässigkeit des spanischen Bildungssystems hat zu viel Freizeit geführt 🙂 Es gab zwei Generalstreiks, „paro académico“, in der Zeit in der ich da war. Einmal war zwei Wochen lang die Uni zu, einmal war sie eine Woche lang geschlossen. Dann gab es noch zwei Wochen Feria-Frei, das ist sehr ähnlich wie hier in Erlangen bergfrei. Dann war noch während der Osterzeit eine Woche frei – und das alles zusätzlich zu den normalen Semesterferien.

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