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Zwischen Kultur, Tradition und politischen Spannungen – Ein Auslandssemester in der Türkei

Die Türkei ist eines der schönsten Länder Europas und war bis vor wenigen Jahren ein beliebtes Ziel für Auslandssemester. Foto: Magdalena Kaiser

Am Sonntag, den 16. April, war es soweit. „Evet“ oder „Hayr“ standen in Hinblick auf das geplante Referendum zur Auswahl. Also „Ja“ oder „Nein“ zu mehr Macht für den Präsidenten Erdogan. 51% der Bürger stimmten mit Ja. Die innenpolitische Situation in der Türkei wird dadurch noch angespannter als sie es sowieso schon war. Sollte man in Zeiten wie diesen tatsächlich einen Auslandsaufenthalt dort planen? Viele Gründe sprechen dagegen, aber nun mal auch einige dafür. Wir haben uns mit Doktor Brigitte Perlick vom Referat für Internationale Angelegenheiten über die Thematik unterhalten.

Raten Sie Studierenden von einer Auslandserfahrung in der Türkei ab?

Brigitte  Perlick: Wir würden niemanden daran hindern, einen Aufenthalt in der Türkei durchzuführen. Wir ermuntern dazu aber auch nicht explizit. Die Zahl der Interessierten ist tatsächlich zurückgegangen – jedoch nicht ganz zum Erliegen gekommen.

Welche Faktoren beeinflussen die Wahl der Studierenden bei der Wahl des Ortes im Ausland?

Brigitte  Perlick: Bei der Wahl eines Austauschziels spielen viele verschiedene Gründe eine Rolle, so dass man keine allgemeinen Aussagen treffen kann. Einfluss haben die Lage des Zielortes, das Gefährdungspotential in der Region, familiäre Bindungen an den Ort, unterstützende Netzwerke vor Ort, Vorerfahrungen durch frühere Aufenthalte, das geplante Vorhaben, politische Aussagen der jeweiligen Hochschule oder die eigene politische Grundhaltung der Studierenden.

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From Erlangen to Baghdad

A guest article by Philipp Winkler and Alaa Al-Tulaibawi

Alaa and Philipp at the German Studies Department at Baghdad University (private photograph)

When thinking about Iraq, most Germans associate it with war, chaos and terror. The pictures they see about it on the media did not show anything else since decades: From Saddam Hussein’s brutal dictatorship, the Iraq-Iran war from 1980-1988, the Gulf Wars of 1991 and 2003, the ensuing occupation, terrorist attacks, sectarian violence, and – most lately – ISIS‘ occupation of large parts of the country since 2014.

But there is also another side to the country that many do not notice. In the last few years, the amount of violence has decreased considerably in Baghdad, and scientific research has spawned again. Baghdad University has had academic contacts to FAU via the Center for Iraq Studies, under the direction of Prof. Şefik Alp Bahadir since 2009, and academic exchange between Erlangen and Iraq is well-established.

Hence we, Alaa Al-Tulaibawi and Philipp Winkler from FAU, travelled to Baghdad in October 2016 to pursue our studies. I, Philipp, finished my MA in History at FAU in 2015 and am currently researching the communist guerilla leader Khalid Ahmad Zaki, who led an abortive armed struggle inspired by Che Guevara and the Vietcong in Iraq’s southern marshlands 1968, as well as political and economic history of Iraq in general; Alaa Al-Tulaibawi is working on his PhD on Iraqi agricultural development (Title: „The Most Binding Constraints of Growth in the Iraqi Agricultural Sector“). Weiterlesen

Den Tellerrand hinter sich lassen

natalie-gruber-irland

Auch Pints gehören zum Auslandssemester auf der grünen Insel Irland. Foto: Franziska Dorsch

Grün, grüner, Irland: Die Insel mit rund 4,5 Millionen Einwohnern ist ein überaus beliebtes Reiseziel und eine Destination, die unfassbar viel für Reiselustige zu bieten hat. Doch wie ist es eigentlich, dort zu studieren? FAU-Studentin Natalie hat sich im Rahmen ihres English and American Studies und Kulturgeografie Studiums auf den Weg gemacht und für uns herausgefunden, was sich am Ende des Regenbogens auf der grünen Insel finden lässt. Die Enttäuschung gleich vorne weg: Ein Kobold war es nicht.

Warum hat es dich nach Irland verschlagen?

Natalie: Das Verlangen nach diesem Land wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Angefangen hat es mit Michael Flatley, seinen Irish Tapdance Shows und dem Soundtrack dazu. Und manche Dinge lassen einen dann einfach nicht mehr los. Über die Jahre hinweg hat sich meine Leidenschaft für die grüne Insel immer mehr intensiviert; Filme, Bücher, Bilder, Musik… Nichtmehr zu bremsen war meine Reisewut dann mit 16, als ich für zwei Wochen in eine Sprachschule nach Exeter kam, um mein Englisch aufzubessern. Das hat funktioniert – und zwar so gut, dass ich an nichts mehr Anderes denken konnte, als auch nach Irland zu pilgern. Dank einer Informationsveranstaltung des Englisch-Departments über Auslandsaufenthalte war die Sache dann bereits im ersten Semester so gut wie in trockenen Tüchern – es sollte nach Irland gehen. Weiterlesen

Die Ringvorlesung „Presenze aurorali: Italien als Kristallationspunkt der Künste“ beginnt

Das Plakat zu Ringvorlesung (Foto: Milena Kühnlein)

Das Plakat zu Ringvorlesung (Foto: Milena Kühnlein)

„Presenze aurorali“, das steht frei übersetzt für den Neubeginn und dessen Bedeutung im Hier und Jetzt. Die Kunst Italiens in all ihren Formen und Auffassungen ist tief mit und in der deutschen Kultur enthalten. Ob in der Archäologie, der Musik, dem Theater, der Literatur oder der Sprachwissenschaft: Italien ist überall.

Am 25. Oktober fand im Senatssaal des Kollegienhauses die Eröffnungsveranstaltung der Ringvorlesung, organisiert von Prof. Dr. Ludwig Fesenmeier und Prof. Dr. Christian Rivoletti, statt. Mitarbeiter der Universität, Studierende und Interessierte haben an der Veranstaltung teilgenommen.

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