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Basketballspielen wie die Champions

Gruppenbild der Teams des FAU-Streetballturniers mit Maskottchen Freaky von Brose Bamberg. Bild: Rebecca Kleine Möllhoff

Ein Selbstversuch mit Folgen – Gastbeitrag von Rebecca

Wer wollte sich nicht schon immer einmal wie ein echter Basketballstar fühlen? An der FAU ist das möglich. Seit Sommersemester 2018 besteht zwischen der FAU und dem neunmaligen deutschen Basketballmeister Brose Bamberg eine Kooperation. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit fand am 19. Januar 2019 an der FAU ein erstes Basketballturnier für Studierende und Beschäftigte statt. In einer Erzählung berichtet Rebecca Kleine Möllhoff, Volontärin im Referat Marketing, von ihrem Versuch, Basketballchampion zu werden.

Der Plan

Ein Basketballturnier unter Studierenden und Beschäftigten, eine Freiwurf-Challenge mit Yassin Idbihi, dem ehemaligen Nationalspieler von Brose Bamberg und mit dabei das Maskottchen Freaky – das hörte sich für mich nach einem verlockenden Nachmittag an, an dem ich mich sowohl in Basketball ausprobieren als auch meine Ballphobie aus der Schulzeit überwinden konnte. Und gleichzeitig hätte ich mit meinem Selbstversuch am Turnier teilzunehmen ein neues Thema für den FAU-Blog. Dachte ich zumindest…

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Ein Spiel, bei dem es nur Gewinner gibt

Foto: Christoph Benesch

Basketball und viele andere Sportarten verbinden Menschen – unabhängig von Sprache, Kultur und Herkunft. Foto: Christoph Benesch

In die Knie gehen. Die Arme anwinkeln. Den Korb fixieren. Werfen. Dabei das das Handgelenk abknicken und den Arm wie eine Regenrinne am Körper ansetzen. Der perfekte Wurf. Um den Ball sicher durch den Ring gleiten zu lassen ist eines wichtig: Sich in diesem Moment einzig und allein auf den Wurf zu konzentrieren. Während man Basketball spielt, oder eine andere Sportart betreibt vergisst man schnell so Einiges. Den Streit mit der Freundin, oder die Statistik-Klausur die man nur mit Ach und Krach bestanden hat. Wenn diese Jungs am Betonplatz in Buckenhof dribbeln, werfen, und rennen versuchen sie allerdings etwas anders zu vergessen: Die Flucht aus ihrer Heimat. Sie kamen nach Deutschland, um der Gewalt, dem Terror und der Angst zu entkommen. Nun stehen sie auf dem Platz zusammen mit gleichaltrigen Deutschen und spielen um jeden Punkt. Jeder ist hier gleich, jeder ist hier Basketballspieler.

Angefangen hat alles mit einer simplen Frage. „Wollt ihr mitspielen?“ In Buckenhof spielten zwei deutsche Jungs vorher schon regelmäßig. Seit dieser Frage tun sie es mit vielen neuen Freunden. Immer mehr Jugendliche und Sportbegeisterte schlossen sich an. Christoph Benesch, Redakteur der Nürnberger Nachrichten, nahm sich der Sache an. Über eine Whatsapp-Gruppe werden die Trainingstermine organisiert und koordiniert. Neulich fanden sich sogar schon über 40 Spieler zusammen, 20 von ihnen waren unbegleitete Jugendliche. Im Sommer wurde oft so lange gespielt, bis die Sonne unterging und die laue Abendluft sich über den Platz legte. Irgendwann wurden die Tage kürzer, die Temperaturen kühler und Christoph Benesch wusste, er muss sich etwas einfallen lassen. Denn: Das Projekt war der Grundstein neuer Freundschaften, neuer Leidenschaften und eine willkommene Abwechslung im Alltag der Flüchtlinge. Das Ganze ist ein großes Geben und Nehmen: Es findet ein Kulturaustausch statt, man bringt sich gegenseitig seine Sprache bei, kocht miteinander, redet über alles was einem so im Kopf rumschwirrt.

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