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Orientierungshilfe und Chancengleichheit – die Diversity Scouts der FAU (Teil 1)

Judith Holland koordiniert an der FAU das Projekt der Diversity Scouts. Fotorechte: Judith Holland

„In Zeiten der Verhärtung gesellschaftlicher Fronten ist es besonders wichtig, die Individualität jedes Menschen wertzuschätzen und sich für Diversität einzusetzen“. Davon ist Judith Holland, Mitarbeiterin im Bereich Diversity Management des Büros für Gender und Diversity an der FAU, überzeugt. Ursprünglich war es das Büro der Frauenbeauftragten. 2012 wurde es umbenannt, da es neben der Geschlechterungleichheit auch gegen andere Ungleichheiten vorgehen möchte. Das Projekt der Diversity Scouts wurde vergangenes Jahr ins Leben gerufen. Holland leitet diese Initiative. Ich habe mich mit ihr und Michaela Strickle, die als Diversity Scout arbeitet, darüber unterhalten.

Frau Holland, was hat es mit den Diversity Scouts auf sich? Und welche Aufgabe haben sie an der FAU?

Judith Holland: Wir im Büro für Gender und Diversity setzen uns dafür ein, Chancengleichheit auch unter Studierenden der FAU zu erhöhen. Studierende haben unterschiedliche Voraussetzungen, wenn sie an die Uni kommen. Es gibt ein vielfältiges Beratungs- und Förderangebot an der FAU, aber manche Studierende kennen es nicht oder haben Hemmungen, es in Anspruch zu nehmen: Zum Beispiel studieren sie als erste Person in ihrer Familie oder möchten eine psychische Beeinträchtigung nicht offen ansprechen. Daher sollte ein niedrigschwelliges Angebot geschaffen werden – von Studierenden für Studierende. Die Diversity Scouts kennen sich mit den verschiedenen Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten der Uni aus. Diese vermitteln sie situationsbedingt an hilfesuchende Studierende. Sie fungieren also als Vermittlungsinstanz.

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Gleichberechtigung und Vielfalt – eine Utopie? Nein! Ein Interview mit Imke Leicht, der Leiterin des Büros für Gender und Diversity

Dr. Imke Leicht leitet das Büro für Gender und Diversity der FAU (Foto: ?)

Dr. Imke Leicht leitet das Büro für Gender und Diversity der FAU (Foto: Harald Sippel)

Die Meinungen zur Gleichberechtigung von Frauen im Beruf oder der Wissenschaft gehen häufig weit auseinander. Einige sehen die Gleichberechtigung in den letzten Jahren besser durchgesetzt, andere sind der Meinung, dass noch nicht genug geschehen ist. Wie sieht es eigentlich an der FAU aus? Wir haben mit Dr. Imke Leicht über die Aufgaben des Büros für Gender und Diversity sowie über Formen von Benachteiligung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesprochen.

Als Leiterin des Büros für Gender und Diversity haben Sie eine äußerst verantwortungsvolle Position angetreten. Was sind die Aufgaben und Ziele des Büros und worin liegen Ihre Tätigkeiten?

Imke Leicht: Die übergreifende Aufgabe des Büros für Gender und Diversity liegt in der Unterstützung der Universitäts- und Fakultätsfrauenbeauftragten bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Entwicklung und Umsetzung von Gleichstellungszielen und Maßnahmen, auch in enger Zusammenarbeit mit der Universitätsleitung. Auch wenn das sogenannte Gender-Mainstreaming bzw. die Frauenförderung weiterhin ein zentraler Fokus sind, hat sich das Büro über die Jahre im Sinne der Chancengleichheit auch auf die Bereiche der Vereinbarkeit von Studium, Familie und Beruf und des Diversity Managements ausgeweitet. Die konkreten Aufgaben sind neben der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen vor allem Öffentlichkeitsarbeit, Beratungstätigkeiten sowie inner- und außeruniversitäre Vernetzung. Meine Aufgabe liegt speziell noch in der Büro- und Teamleitung. Weiterlesen