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Ehrenamt während des Studiums

Bastelaktion zum Zirkus. Foto: Leonie Kästner

Martina ist Studentin und seit Jahren darüber hinaus ehrenamtlich tätig. Wie das genau aussieht und wie sich all das organisieren lässt, erfahrt ihr im folgenden Interview.

Wie lange bist du schon ehrenamtliche tätig und in welchem Bereich?

Martina: Ich bin seit 2013 ehrenamtlich in der offenen Kinder- und Jugendarbeit einer Gemeinde tätig.

Wie bist du zu deiner Stelle gekommen?

Martina: Ich bin durch eine Freundin zu der „Stelle“ gekommen. Eigentlich hatte ich wirklich keine Lust darauf ehrenamtlich zu arbeiten und dann auch noch mit Kindern… Na ja, einmal konnte sie mich dazu überreden, weil das geplante Thema des nächsten Nachmittags Alice im Wunderland war, eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Was soll ich sagen, es hat einfach Spaß gemacht, sich dazu einen ganzen Nachmittag auszudenken. Aber was mich wohl wirklich längerfristig dort gehalten hat sind die Menschen. Zum einen besteht das Team, in dem ich arbeite, aus herzlichen und unglaublich offenen Menschen, zum anderen ist die Arbeit mit den Kindern etwas Tolles, man lernt immer wieder neues dazu.

Auf ähnliche Art bin ich auch zu einem anderen Projekt in derselben Gemeinde gekommen, die Geschichte ist fast schon etwas gemein. Ich war bei ebengenannter Freundin zu Besuch, als ihr plötzlich einfiel, dass sie noch eine Besprechung für das Sommerferienprojekt hatte. Da ich ja unmöglich alleine bei ihr zu Hause bleiben konnte, packte sie mich mehr oder minder ein. Kaum dort angekommen, stellte sie mich als ihre Vertretung vor, da sie die Sommerferien in Namibia verbringen würde und ging. Ich stand wohl ziemlich doof da. Aber da ich einige der Mitarbeiter schon aus dem anderen Projekt kannte blieb ich.

Damals hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich über 5 Jahre später und neben dem Studium immer noch in beiden Projekten mitmache. Damals hätte ich mir auch nie vorstellen können mit Menschen zu arbeiten, jetzt macht es mir sehr viel Spaß. Tja, C’est la vie.

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„Willst du mit mir wählen gehen?“

Das Motiv zur Aktion gibt es an den Infoständen auch als Postkarte zum Mitnehmen (Grafik: AG Medizin und Menschenrechte Erlangen)

Das Motiv zur Aktion gibt es an den Infoständen auch als Postkarte zum Mitnehmen (Grafik: AG Medizin und Menschenrechte Erlangen)

Mit diesem Motto stehen Mitglieder der AG Medizin und Menschenrechte noch bis zum 14. Juli immer montags bis freitags von 12 bis 14 Uhr vor den Mensen am Langemarckplatz und am Südgelände. Normalerweise engagiert sich die AG für freien Zugang zu medizinischer Versorgung, aber dieses Mal geht es um ein anderes wichtiges Thema: die bevorstehende Bundestagswahl im September.

Die Aktion soll die Studenten der FAU dazu motivieren, wählen zu gehen und auch die Möglichkeit der Briefwahl wahrzunehmen, wenn man mal wieder unterwegs ist. Denn auch wir Studenten haben die Möglichkeit, die Zukunft des Landes mitzugestalten. Damit man die Wahl auch nicht vergisst, verteilt die AG an den Mensen kleine Gedächtnisstützen und spricht mit Studenten. Nehmt euch doch vor oder nach dem nächsten Mittagessen ein paar Minuten Zeit und natürlich das wichtigste: Geht wählen!

Wir haben mit Thomas von der AG Medizin und Menschenrechte gesprochen und ihm ein paar Fragen gestellt: Weiterlesen

FAU-Medizinstudentin von Deutscher Balint-Gesellschaft e.V. ausgezeichnet

Louisa Hecht: „Das ist für uns Studenten eine schöne Anerkennung.“ Foto: Milena Kühnlein

Louisa Hecht studiert im 9. Fachsemester Medizin an der FAU und hat zusammen mit Kommilitonen eine Anamnesegruppe gegründet. Hier lernen Mediziner, Zahnmediziner, Psychologen und Logopäden gemeinsam den Umgang im Gespräch mit Patienten. Das Projekt verfolgt auch insofern eine enorm wichtige Aufgabe, als dass die Studierenden hier ergänzend zum Studium Kontakt zu realen Patienten erfahren. Nun wurde Louisa Hecht dafür von der Deutschen Balint-Gesellschaft e.V. (DBG) ausgezeichnet.

Erstmal vorab: Was genau versteht man unter Anamnese?

Louisa: Anamnese ist das Erstgespräch zwischen einem Arzt und einem Patienten. Also das, worauf alle folgenden Untersuchungen und Therapieentscheidungen aufbauen. Im Medizinstudium haben wir erst ab dem 8. Semester Kontakt zu Patienten. Um diese entscheidende Fertigkeit des Arzt-Seins schon früher zu trainieren, habe ich mit ein paar Kommilitonen zum Wintersemester 2015/16 die Anamnesegruppen Erlangen gegründet.

Wie bist Du auf diese Idee gekommen?

Louisa: Ich habe in München meine Vorklinik gemacht. Dort habe ich das Konzept der Anamnesegruppen kennen gelernt. Als ich nach dem Physikum nach Erlangen kam, habe ich gemerkt,  dass es hier keine derartigen Projekte gab. Da habe ich mit ein paar Kommilitonen beschlossen auch in Erlangen Anamnesegruppen auf zu bauen.

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Der AK Hausaufgabenbetreuung für Flüchtlinge der Katholischen Hochschulgemeinde Erlangen

Die AK-Leiterinnen Judith Lerch (links) und Mona Bukenberger (rechts). Foto: Teresa Singer

Die KHG, das ist die Katholische Hochschulgemeinde Erlangen. Und die ist nicht nur etwas für überzeugte Kirchgänger, sondern bietet – wie auch die ESG – neben geistlichem Programm und Seelsorge sensationelle Aktionen für Jedermann. Auch das soziale Engagement kommt bei der KHG nicht zu kurz. Das zeigt sich zum Beispiel am AK Hausaufgabenbetreuung für Flüchtlinge der KHG in Kooperation mit EFIE (Ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuung in Erlangen e.V.). Eine der beiden Leiterinnen des Arbeitskreises, Judith Lerch (Masterstudentin der Molecular Science an der FAU), haben wir zum Gespräch im Pacelli-Haus in Erlangen getroffen, wo die KHG ihren Sitz hat.

Judith, kannst du uns bitte als Leiterin des Arbeitskreises etwas über den AK Hausaufgabenbetreuung für Flüchtlinge der KHG Erlangen erzählen?

Judith: Unser Arbeitskreis ist eine Kooperation von EFIE und der KHG. Er wurde 2013 von einer Studentin gegründet, die in der KHG aktiv war und sich auch für die Flüchtlinge in der Unterkunft in der Michael-Vogel-Straße engagierte. Sie hat gemerkt, dass dort viele Kinder leben, die Nachhilfe benötigen. Deshalb hat sie den Arbeitskreis ins Leben gerufen, um Helfer zu mobilisieren. Wir haben mit 20 bis 30 Helfern angefangen. Seit der sogenannten Flüchtlingskrise im September 2015 haben wir einen ziemlichen Ansturm an Helfern, aber auch an Nachhilfeanfragen in ganz Erlangen erlebt. So ist unser AK immer größer geworden. Ich selbst bin im Oktober 2013 zum AK Hausaufgabenbetreuung dazu gestoßen und habe im Oktober 2015 die Leitung des AKs übernommen. Mona Bukenberger unterstützt mich seit Oktober 2016. Zu zweit gestaltet sich die AK-Leitung wesentlich entspannter, denn es gibt immer viel zu tun. Es gab schon Wochen, in denen ich zwei Stunden am Tag am Schreibtisch saß, die Listen überarbeitet und E-Mails geschrieben habe.

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