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Von Präzisionssägen, Mikro-CT und Klimawandel: Einblicke in das Masterprogramm Paläobiologie

Dr. Emilia Jarochowska während einer Feldstudie. Fotorechte: Emilia Jarochowska

Für unseren Blog interviewe ich heute Frau Dr. Emila Jarochowska und verschaffe mir einen Einblick in das neue internationale Masterprogramm Paläobiologie innerhalb der Geowissenschaften. Also schnell noch den kalten Kaffee hintergestürzt, der ohnehin schon zu lange neben meiner Arbeit stand, und rein in eine mir unbekannte Welt. Als Sozial- und Rechtswissenschaftler drehen sich die alltäglichen Fragen nämlich eher um politische Systeme und internationale Streitbeilegung, weniger um Präzisionssägen und den Klimawandel. Denn, so sollte ich gleich erfahren, dass sind nur einige Themen, mit denen sich die Paläontologen der FAU befassen müssen.

Von Gotland zum Intergovernmental Panel on Climate Change: Erlanger Paläobiologen und die Herausforderungen unserer Zeit

Dr. Emilia Jarochowska empfängt mich in einem der zahlreichen Gebäude, die die Geowissenschaften in Erlangen nutzen. Genauer gesagt in der Loewenichstraße 28. Im Zentrum für Geowissenschaften Nordbayern herrscht reger Betrieb, alle sitzen über Präparaten oder an ihren Monitoren. Bei einer Führung durch die Labore und Arbeitsräume erhalte ich Einblicke in die Welt der Paläobiologen. Und diese Welt hat es in sich, steckt – im wahrsten Sinne des Wortes – voller kleiner Überraschungen. Die Erlanger Paläobiologie ist gerade im Entstehen begriffen und denkt doch schon groß und interdisziplinär. Neben Geowissenschaftlern und Biologen arbeitet man auch mit Materialwissenschaftlern von der Technischen Fakultät zusammen. Und, was auf den ersten Blick verwundern mag, mit Philosophen von der Philosophischen Fakultät, um die gewonnen Erkenntnisse in die Theorien über menschliches Sein und gesellschaftlicher Zusammenleben zu übersetzen. Vereinfacht gesagt beschäftigt sich die Paläobiologie mit dem Entstehen, Bestehen und Vergehen von Ökosystemen. Auch im 21. Jahrhundert fehlt es überall zu diesen Themen noch an Daten, um bspw. beschädigte Ökosysteme zu stützen und wiederherstellen zu können. Der Schritt zur Problematik globaler Klimaveränderungen ist somit nur ein kleiner. Das Institut von Prof. Dr. Kiessling hat es sogar geschafft, dass die noch junge Disziplin vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) als eigenständige Disziplin in dessen Arbeit zur Klimaerwärmung aufgenommen wurde. Man darf dies wohl zurecht als Ritterschlag für die Arbeit der Paläobiologen bezeichnen.

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Artyschock – Der junge Freundeskreis des Kunstpalais Erlangen

Vor kurzem haben wir über das Live Escape Game „Rob and Run“ des Kunstpalais Erlangen berichtet, das zwei FSJlerinnen gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Wir haben das Escape Game an einem Abend gespielt, der speziell für Mitglieder von „Artyschock – Der junge Freundeskreis“ angedacht war und konnten uns im Zuge dessen mit Laura Capalbo (Leitung Kunstvermittlung am Kunstpalais Erlangen) über den jungen Kunstclub Artyschock unterhalten.

Doch warum ein junger Freundeskreis am Kunstpalais Erlangen und weshalb sollte man sich als junger Mensch überhaupt mit Kunst auseinandersetzen? Zum einen: Man muss sich nicht mit Kunst beschäftigen, sondern man darf – gerade das ist ja das Schöne daran! Zum anderen: Die Auseinandersetzung mit Kunst – egal ob bildende Kunst, Theater, Tanz, Musik, Literatur oder andere Formen – kann mich dazu bringen, die Welt oder auch nur ein kleines Detail in einem anderen Licht zu sehen. Und wenn das einmal nicht der Fall sein sollte, dann ist vielleicht gerade die augenscheinliche Sinnlosigkeit meiner Beschäftigung etwas, woraus Neues entstehen kann. Oder ich empfinde endlich mal wieder Langeweile und befasse mich mit etwas völlig unverkrampft. Kunst kann außerdem tolerantes Denken fördern: Etwas gefällt mir einfach gar nicht und hat trotzdem seine Daseinsberechtigung.

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ROB ein Kunstwerk von Andy Warhol AND RUN so schnell wie möglich aus dem Kunstpalais Erlangen!

Boni und Anna mit ihrem großen Kunstcoup. Foto: Nele Haker

In den vergangenen Wochen wurde man in Erlangen geradezu zum Kunstraub angestiftet! Und zwar von Nele Haker, der derzeitigen FSJlerin des Kunstpalais Erlangen, und Valerie Hayer (aktuelle FSJlerin der Stadtbibliothek Erlangen). Die beiden haben als gemeinsames Abschlussprojekt ihres Freiwilligen Sozialen Jahres ein Live Escape Game auf die Beine gestellt. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein gewöhnliches Escape Game, wie es sich heute bereits in einigen Städten als Freizeitangebot etabliert hat. Denn bei „Rob and Run“ bewegen sich die Spieler nicht bloß durch einen einzigen, großen Raum, sondern durch verschiedene Räume auf verschiedenen Ebenen des Palais Stutterheim in Erlangen – immer auf der Suche nach dem einen, phänomenalen Kunstwerk, das es zu stehlen gilt.

Nele und Valerie haben „Rob and Run“ für ungefähr acht Teilnehmer pro Runde ausgelegt, aber auch zu zweit können Boni und ich – mit ein bisschen mehr Hilfestellung von unserem Auftraggeber als gewöhnlich – den begehrten Warhol-Siebdruck in ungefähr 60 Minuten ausfindig machen. Zu zweit, weil das Escape Game am Abend des 11. Juli speziell für Mitglieder von und Interessierte an „Artyschock. Der junge Freundeskreis“ stattfindet. „Artyschock“ nennt sich ein neu gegründeter Kunstclub für junge Kunstinteressierte aus Erlangen. Leider haben an diesem Abend nicht allzu viele „Artyschocken“ Zeit. Jedenfalls machen Boni und ich uns auch zu zweit gespannt auf den Weg.

Nach einer kurzen Einweisung durch unsere Vertrauensperson (Nele) im Bürgersaal beginnt unsere Suche nach Hinweisen in der Stadtbibliothek. Und was benötigt man zuerst, wenn man sich in einem relativ unbekannten Gebäude möglichst schnell zurechtfinden will? Richtig: einen Gebäudeplan. In diesem Fall gleich mehrere, die wir zwischen Bücherregalen herausfischen müssen. Die Pläne führen uns unter anderem zu einem Bücher-Zimmer, in dem sich unterschiedliche Logik-Rätsel verbergen. Gar nicht so einfach, unter Zeitdruck mehr oder weniger komplizierte Zahlenreihen zu vervollständigen und kleine Holzkisten auseinanderzubauen!

Electric Chairs

Im weiteren Verlauf des Spiels müssen wir mehrmals durch das Lösen von Rätseln herausfinden, wie genau wir gefundene Schlüssel an Sicherheitstüren einsetzen können, um letztendlich in die Räume des Kunstpalais vorzudringen. Und auch der Sonic Chair in der Stadtbibliothek kommt zum Einsatz: Boni setzt sich hinein und muss sich ein bestimmtes Klopfzeichen genau einprägen, das später noch von Bedeutung sein wird. In den Ausstellungsräumen des Kunstpalais kommt es dann vor allem darauf an, Hinweise zu finden und die ausgestellten Kunstwerke genau zu betrachten, die selbst zur Lösung eines Rätsels werden können. In der Ausstellung „Agencia Viajes Paraiso“ von Sol Calero mit ihren bunten Rauminstallationen, die an Urlaub erinnern, macht das Suchen besonders viel Spaß.

Schließlich gelangen wir, nachdem wir uns ein paar Mal verlaufen haben, in die Nähe unseres Zielobjekts: in die Keller- und Lagerräume des Kunstpalais. Da wird es noch einmal richtig spannend, vor allem, als wir endlich direkt vor unserem heiß ersehnten Warhol-Siebdruck stehen und herausfinden müssen, wie wir unseren großen Kunstcoup vollenden können, ohne den Alarm auszulösen. Doch mit dem notwendigen Grad an Verrücktheit und einem letzten Adrenalinschub schaffen wir es und halten Warhols „Electric Chairs“ von 1972 in den Händen. (Das Original befindet sich übrigens tatsächlich im Besitz der Städtischen Sammlung Erlangen.)

Dann heißt es nur noch: Rennen, was das Zeug hält und raus aus dem Gebäude! Durch irgendeine schwere Tür treten wir ans Tageslicht und stehen hechelnd auf einer Kellertreppe, über der ein paar Café-Besucher gerade ihr Getränk schlürfen und etwas verwundert beobachten, wie wir eifrig unseren Kunstraub begutachten.

„Rob and Run“ ist ein Live Escape Game sowohl für Kunstinteressierte als auch für alle, die einfach gerne spielen, Rätsel lösen und noch gut auf den Beinen sind. Durch das Nebeneinander von Suchaufträgen, kniffligen Denkaufgaben, technischen Herausforderungen und kreativen Rätseln wird es zu einem aufregenden und abwechslungsreichen Geländespiel, bei dem man einen Blick hinter die Kulissen des Kunstpalais werfen kann. Falls ihr nicht daran teilnehmen konntet: Eventuell soll es aufgrund der guten Resonanz bald eine Neuauflage des Live Escape Games in Erlangen geben. Danke an Nele und Valerie, die das spannende Abenteuer-Kunst-Spiel „Rob and Run“ in monatelanger Arbeit ganz allein ausgetüftelt haben!

Falls ihr mehr über „Artyschock. Der junge Freundeskreis“ erfahren möchtet, dann lest einen Artikel darüber, der hier demnächst erscheinen wird oder schreibt direkt an info@kunstpalais.de. Viel Spaß!

Anna Appel

 

Seeking the Muse

Christof Neunsinger warming up during soundcheck. Photo: Keels Mad

I’m only in my first year at FAU, but everyone I spoke to seemed shocked that this week was my first time hearing about the Musenhappen. I’ve learned now, from organizer Sina Pietrucha, that the Musenhappen has become a beloved tradition in the student community, having celebrated its 20th anniversary last year. Each semester, once in Erlangen and once in Nuremburg, students with talent in the performing arts are invited to a showcase of their abilities, featuring a much-anticipated “pause” for free snacks in the middle.

I’m the sort of person who is always trying to work on one artistic hobby or another; but it’s easy for me during the semester to get caught up in schoolwork and forget about “seeking the muse” as it were. Attending the Musenhappchen was exactly what I needed to remind me of the things that I loved.

You’ll likely be able to find an official rundown of the night’s events elsewhere, but I hope to offer my personal impressions plus some insight I gained from chatting with some of the performers.

One of the highlights of the production for me was Christof Neunsinger, a pianist who specializes in unique and complex arrangements of popular songs. He was doing his soundcheck as I approached the Studentenhaus that night, and the delicate arpeggios of the piano immediately transported my heart and mind to another world. Neunsinger, an economics student, has amazingly only been playing for four years and has never had a lesson! He also performs at hotels, weddings, and other events, and you should definitely check out his Soundcloud.

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