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Studieren im Seniorenalter

Geisteswissenschaften sind im Seniorenstudium besonders beliebt. Foto: Carmen Oberlechner

„Man lernt nie aus“, heißt ein Sprichwort. Und warum sollte man nicht die Chance ergreifen sich weiterzubilden? Die Möglichkeiten sind vielfältig und es kann nicht schaden, den Geist auch im hohen Alter zu fördern. Kunstgeschichte, Germanistik, Philosophie, Sozialwissenschaften und Geschichte gehören dabei zu den Favoriten unter den Seniorstudenten und Gasthörern.

Wer darf studieren?

Im Seniorenstudium an der FAU gibt es zwei Möglichkeiten: möchte man einen Studienabschluss erhalten, kann man sich als Vollzeitstudent für ein Fachgebiet immatrikulieren lassen und muss dementsprechend Prüfungsleistungen erbringen, um einen Studienabschluss zu erreichen. Will man querbeet in einzelne Fachgebiete reinschnuppern, kann man sich als Gasthörer immatrikulieren und ohne einen Studienabschluss zu erwerben, an ausgewählten Veranstaltungen teilnehmen. Ausgenommen sind dabei medizinische Studiengänge, für die ein fester Labor- oder Arbeitsplatz erforderlich ist.

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Your Life Needs More Drama!

The cast of “A Midsummer Night’s Dream” from July 2017. Photo: EDS

It’s that time of year again, with fresh faces filling the halls of Kollegenhaus, professors dusting off last year’s syllabus, and stress and excitement running high over the beginning of the new semester. What better outlet for all your energy and emotions than drama? Now is the time when the university’s English Dramatic Society (EDS) holds auditions for its biannual play!

In July, you might have had the chance to see the Shakespearian classic “A Midsummer Night’s Dream,” the summer semester production by EDS. This winter semester’s production will be staged in February, but auditions are on right now.

EDS plays are held at the end of each semester in the Experimentiertheater, located in the Audimax building. Rehearsals are held throughout the semester on Mondays through Thursdays from 8 to 10:30pm at Bismarckstrasse 1. If you are interested in participating this semester, get in touch with EDS right away on their Facebook page!

I spoke with Kirsten Henry, director of EDS for the last 20 plays, and former FAU Theater Studies student. She was cast in her first EDS play, “The Front Page,” while a student in 2001. Henry told me that new participants are always encouraged to come audition or support the plays in other ways behind-the-scenes, from costume-makers to set-builders to make-up artists to ticket-sellers. EDS has a loyal group of both students and non-students who come back from semester to semester, but new members are always encouraged. Henry assured me that you don’t need to be a native speaker of English to join either – all those interested in theater are welcome.

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Unbequem, anstrengend, demokratisch — wie der Diskurs mit anderen Meinungen gelingen kann

Interessante Diskussionen, Vorträge und Auszüge aus neuen Werken – dafür steht das Erlanger Poetenfest. Foto: Severin Maier

Es war bestes Wetter für einen Besuch des 37. Erlanger Poetenfestes, das vom 24. bis zum 27. August stattfand: ca. 30 Grad und strahlender Sonnenschein machten den Besuch ihm Samstag m Erlanger Schlossgarten zu einer sonnigen Angelegenheit. Obwohl man — zugegeben — durchaus unter der schwülen Hitze leiden konnte. Und, wenn wir schon mit Geständnissen anfangen, ich war noch nie auf dem Poetenfest, obwohl ich nun seit Jahren in Erlangen lebe. Dabei ist das Fest ein Pflichttermin im Kalender von Autoren, Verlagen, Essayisten und Feuilletonisten und alles andere als eine große Unbekannte.

Bei bestem Sommerwetter konnte man also unter den schattigen Bäumen des Schlossgartens flanieren und dabei den verschiedenen Autoren lauschen, die Auszüge ihrer Werke auf Bühnen zum Besten gaben. Teilweise sogar musikalisch untermalt, mit Klaviermusik auf einem Flügel gespielt. Während wir durch das Zentrum des Schlossgartens schlenderten, las gerade Fatma Aydemir aus ihrem Debütroman „Ellbogen“. Die Journalistin schreibt normalerweise für mehrere Blätter, u.a. für die taz. In ihrem ersten Buch widmet sie sich der Suche nach Heimat und Identität einer jungen in Deutschland geborenen Türkin, die zwischen den zwei Welten des linksliberalen Berlin und des Traditionalismus ihrer türkischen Eltern oszilliert. Man fühlt sich an die Aufforderungen des türkischen Präsidenten Erdogan an die in Deutschland lebenden Türken erinnert, bestimmte demokratische Parteien nicht zu wählen. Ein Poetenfest ohne Politik? Undenkbar. Möchte man den Lesungen nicht gebannt und angestrengt lauschen, kann man gemütlich entlang der Stände streifen und sich von Infomaterial bis zu kaufende Bücher die Auslagen ansehen oder aber sich um sein leibliches Wohlergehen an einem der Imbisse bemühen. Wem ein Snack auf die Hand reicht, der wird hier fündig.

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Ein Wochenende mit Feridun Zaimoglu – Bericht vom Poetik-Kolleg 2017

Feridun Zaimoglu beim diesjährigen Poetik-Kolleg an der FAU. Foto: Stefan Otto Ruiz

Gastbeitrag von Leonie Kästner

Am ersten Tag des Autoren-Wochenendes (7. – 8.7.) im Rahmen des Poetik-Kollegs mit Feridun Zaimoglu standen ein paar Frühankömmlinge unschlüssig vor dem Gebäude – oder passender: der Villa am Waldrand – für Religions- und Missionswissenschaft, in welchem die Blockveranstaltungen stattfinden sollten. Es regnete und die Türen waren noch verschlossen –  sämtliche Türen, wie eine Kurzexpedition rund um das Haus zeigte. Aber so wurden zumindest die zwei bereitgestellten Wasserflaschen entdeckt, die ebenfalls auf Einlass warteten. Erst in den Kühlschrank und dann gekühlt zu Zaimoglu, ganz so, wie er es sich im Vorhinein gewünscht hatte.

Nach und nach trudelten die restlichen Studierenden, die aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen und Semesterzahl zusammengefunden haben, ein und es waren nicht wenige, die zuallererst einen Rundgang durch unsere ganz persönliche Wochenendvilla machten. Wenigstens hatte es den Anschein, waren wir doch die meiste Zeit allein. Viele fühlten sich bald heimisch und so wurde die Treppe hoch- und runtergerannt, Kaffee in der Küche zubereitet und die Buchrücken eingehender Betrachtung unterzogen. Letzteres war kaum zu vermeiden, saßen wir doch in der Bibliothek mit Blick auf den Garten. Dieser Raum sollte Ort eingehender Gespräche werden.

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