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Der hinreißende Duft von besonderem Kaffee

Mehr als Kaffee. Foto: Milena Kühnlein

Mehr als Kaffee. Foto: Milena Kühnlein

Immer wieder stellen wir auf unserem Blog ausgefallene, süße, besondere, schöne oder coole Cafés, Bars und Restaurants der Region vor. Diesmal: Das Café Machhörndl im Nürnberger Stadtteil Gostenhof.

„Fruchtig oder schokoladig?“, werde ich gefragt. Keine Ahnung, denke ich mir. „Schokoladig.“, antworte ich. Eigentlich habe ich mich für einen ziemlichen Kaffeekenner gehalten, Fair-Trade-Kaffee finde ich super und am Geschmack kann ich erkennen, ob es sich um Hartkapsel-Kaffee, Kaffee aus Pads oder Pulvermischungen handelt. Nach nunmehr neun Jahren Kaffeekonsum erscheint mir das, nach meinem Besuch im Machhörndl in Nürnberg, etwas wenig. Eine simple, unauffällige Tür führt in das Café, von außen erkenne ich nur am Machhörndl-Schild, dass ich richtig bin. Ich öffne die Tür und auf einmal fühle ich mich für einen kurzen Moment wie im Kaffeehimmel. Unbeschreiblich aromatischer, würziger Duft von frischgemahlenen Kaffeebohnen steigt mir in die Nase. Himmlisch, anders kann man es nicht ausdrücken. Das Rattern der Röstmaschinen erinnert mich ein bisschen an eine Fabrik. Ich fühle mich sofort wohl und laufe durch den Laden, wie durch ein Museum.

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„Build your own Potato“

Yusuf Halistürk sorgt mit der Krummbeere für Geschmacksexplosionen mitten in Gostenhof. Foto: Milena Kühnlein

Yusuf Halistürk sorgt mit der Krummbeere für Geschmacksexplosionen mitten in Gostenhof. Foto: Milena Kühnlein

Immer wieder stellen wir auf unserem Blog ausgefallene, süße, besondere, schöne oder coole Cafés, Bars und Restaurants der Region vor. Diesmal: Das Café Krummbeere im Nürnberger Stadtteil Gostenhof.

„Ich wollte einfach keine belegten Bagels verkaufen.“, meint Yusuf Halistürk schulterzuckend und mit einem glücklichen Lächeln, während er an seiner Theke lehnt und durchs Fenster auf Gostenhof blickt. „Ich wollte eine gesunde, leckere Alternative zu gängigem Fast Food.“ Und als Gast merkt man sich bei diesem Projekt nicht nur bei der Einrichtung viele Gedanken gemacht hat. Während ich meinen Milchkaffee (der mit einem Herz verzieht war, und das meinige damit nicht nur wegen des Koffeingehalts zum klopfen brachte) wieder auf einer alten Nähmaschine, die als Tisch fungiert, abstelle, lehne ich mich entspannt auf gefühlte 20 Kissen in meine Bank zurück. Mit viel Liebe und Herzblut hat sich Inhaber Yusuf ein gemütliches, Hipster-Bistro in bester Lage an der Führter Straße geschaffen.

Das Café Krummbeere hat erst vor 5 Monaten eröffnet. Krummbeere ist das pfälzische Wort für Kartoffel – und der Name ist hier Programm. „Kartoffeln gibt es überall zu kaufen, allerdings frittiert und verarbeitet. Bei mir backt jede einzelne Kartoffel 90 Minuten lang schonend“, erklärt Yusuf. Die rund 400g schweren Erdäpfel werden als Kumpir, sprich Backkartoffeln, nach türkischem Rezept im Basisrezept mit Butter, Salz und Käse zubereitet. Danach darf jeder seine Krummbeere toppen, wie es ihm gefällt. Oder man entscheidet sich gleich für Tunfisch-Kumpir, Humus-Kumpir oder andere Varianten des außergewöhnlichen Gerichts. An Vegetarier und Veganer hat Yusuf natürlich auch gedacht. „Das war mir sehr wichtig.“, erklärt der gebürtige Nürnberger, der aus der Gastronomie kommt. Für alle die möchten, ersetzt er die Butter und den Käse der Basis-Kartoffel mit Wallnussöl. Kurzum: Schmeckt lecker und macht lange satt. Für die Süßigkeiten-Nascher gibt es im Café Krummbeere natürlich auch Leckereien. Die Kekse, Nachspeisen und Kuchen werden direkt im Haus von der Gattin des Inhabers gebacken und zubereitet. Für Veganer gäbe es beispielsweise einen Sesam Walnuss Cookie zum Kaffee.  Ansonsten gibt es üppiges Tiramisu, leckere Obsttorten und einen Kuchen der sich Schokotraum nennt, aber eher Schokoporn heißen sollte, weil er naja…pervers gut aussieht – und schmeckt. Der Käsekuchen schmeckt wie bei Mama, süß, kalorienreich, eben einfach so wie ein Käsekuchen schmecken soll. Die Kuchensorten werden ständig gewechselt, denn er wolle nicht immer das Gleiche servieren, meint Yusuf. „Die Leute haben Lust auf was Neues.“

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Foodsharing: Teilen statt wegwerfen

Nicht alles, was weggeworfen wird, ist auch schlechte. Foto: Salome Mayer

Nicht alles, was weggeworfen wird, ist auch schlechte. Foto: Salome Mayer

Nach der heutigen Rettungsaktion wird Lena ihren „Foodsaver-Ausweis“ erhalten. Es ist die dritte Einführung für das Abholen von Lebensmitteln für die Medizintechnik-Studentin. Gemeinsam mit Mirjam, einer der zwei Botschafterinnen für foodsharing in Erlangen, steht sie an diesem Samstagmorgen im Hinterhof des „Ugur Supermarkts“ im Erlanger Stadtteil Bruck. Zwischen mannshoch gestapelten Paletten, plattgedrückten Kartonagen und parkenden Autos, warten bereits über zwei Dutzend Kartons und Kisten mit Lebensmitteln. Sie sind für den Verkauf nicht mehr geeignet und eigentlich Abfall. Eigentlich. Denn vieles davon kann man noch essen. Das Obst und Gemüse hat oft lediglich optische Mängel: braune Flecken, eine faulige Stelle oder eine Delle.

Mirjam zieht blaue Einmalhandschuhen über ihre Radhandschuhe und beginnt routiniert die oberste Kiste zu sortieren. Zwei noch leere Kartons stellt sie auf den Boden: Das Gute in den einen, das Schlechte in den anderen Karton. Lena dreht ein wenig ratlos kleine grüne Gewürzgurken in den Händen – sind die noch essbar, oder müssen sie weg? „Ich sortiere nach dem, was ich selbst noch essen würde“, sagt Mirjam. „So einen Apfel, der eine große braune Stelle hat, nehme ich dann selbst mit und schneide das Schlechte raus“, erklärt sie und deutet auf einen Apfel mit einer Druckstelle.

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International Menu: Über den Tellerrand edition (Part 2)

Evelin Balog. Foto: privat

Evelin Balog chose the Ukrainian dish „Varenyky“. Foto: privat

If you missed the first part of the story, click here.

It is always exciting and challenging to organize an event all by yourself, but it is exciting to participate in one as well. I was absolutely amazed by the hospitality of Karoline and other participants. At that evening we become a little family. And I would like to ask another participant whether this spirit was only in my imagination or others also shared it. So let’s hear what our Hungarian chef, Evelin Balog, thinks about it.

Hi, Evelin. You definitely have a cooking talent. We all enjoyed your dishes and hope you enjoyed the evening as well. So how did you find out about the “International Menu” event and why did you decide to join it?

Evelin: I read about a similar event on Facebook in December, but unfortunately I did not manage to go there. Later, the main organizer of the event simply asked me if I wanted to help to organize another cooking event. I thought it would be a great opportunity to get to know new people and spend a cool evening together.

Could you tell a bit more about the dishes you made?

The dishes look great and taste even better. Foto: Olha Kuzmyn

The dishes look great and taste even better. Foto: Olha Kuzmyn

Evelin: I wanted to cook something traditional but then the question arouse whether it should be a traditional Hungarian or a traditional Ukrainian dish. As I am closely connected with both countries I decided to cook Ukrainian “Varenyky” (dumplings filled with mashed potato) and Hungarian “Gundel Palacsinta” (pancakes with a filling made of ground nuts, milk, raisins and plum jam and melted chocolate on the top).

What was the most challenging and most exciting part of the event?

Evelin: The most challenging part of the evening, I think, was the moment when I started to bake the pancakes. It turned out that the pans in the kitchen were not suitable for pancakes so I had to modify the recipe a bit and instead of Hungarian pancakes we had American ones. The most exciting moment was when people with different cultural backgrounds were making those dumplings with such a passionate devotion as if they were  part of their own culture.

As you can see, cooking can be not only tasty but enjoyable as well. If you want to join the next event feel free to ask organizers on their Facebook page Über den Tellerrand. And Bon Appétit!

And many thanks to Karoline Teichmann and Evelin Balog for the great interviews!

Olha Kuzmyn