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Der AK Hausaufgabenbetreuung für Flüchtlinge der Katholischen Hochschulgemeinde Erlangen

Die AK-Leiterinnen Judith Lerch (links) und Mona Bukenberger (rechts). Foto: Teresa Singer

Die KHG, das ist die Katholische Hochschulgemeinde Erlangen. Und die ist nicht nur etwas für überzeugte Kirchgänger, sondern bietet – wie auch die ESG – neben geistlichem Programm und Seelsorge sensationelle Aktionen für Jedermann. Auch das soziale Engagement kommt bei der KHG nicht zu kurz. Das zeigt sich zum Beispiel am AK Hausaufgabenbetreuung für Flüchtlinge der KHG in Kooperation mit EFIE (Ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuung in Erlangen e.V.). Eine der beiden Leiterinnen des Arbeitskreises, Judith Lerch (Masterstudentin der Molecular Science an der FAU), haben wir zum Gespräch im Pacelli-Haus in Erlangen getroffen, wo die KHG ihren Sitz hat.

Judith, kannst du uns bitte als Leiterin des Arbeitskreises etwas über den AK Hausaufgabenbetreuung für Flüchtlinge der KHG Erlangen erzählen?

Judith: Unser Arbeitskreis ist eine Kooperation von EFIE und der KHG. Er wurde 2013 von einer Studentin gegründet, die in der KHG aktiv war und sich auch für die Flüchtlinge in der Unterkunft in der Michael-Vogel-Straße engagierte. Sie hat gemerkt, dass dort viele Kinder leben, die Nachhilfe benötigen. Deshalb hat sie den Arbeitskreis ins Leben gerufen, um Helfer zu mobilisieren. Wir haben mit 20 bis 30 Helfern angefangen. Seit der sogenannten Flüchtlingskrise im September 2015 haben wir einen ziemlichen Ansturm an Helfern, aber auch an Nachhilfeanfragen in ganz Erlangen erlebt. So ist unser AK immer größer geworden. Ich selbst bin im Oktober 2013 zum AK Hausaufgabenbetreuung dazu gestoßen und habe im Oktober 2015 die Leitung des AKs übernommen. Mona Bukenberger unterstützt mich seit Oktober 2016. Zu zweit gestaltet sich die AK-Leitung wesentlich entspannter, denn es gibt immer viel zu tun. Es gab schon Wochen, in denen ich zwei Stunden am Tag am Schreibtisch saß, die Listen überarbeitet und E-Mails geschrieben habe.

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„Shared Stories – Shared Lives“ – Theater verbindet Geflüchtete und Studierende an der FAU

Während einer Probe von ‚Shared Stories – Shared Lives‘. Foto: Beatrice Müller

Zehn junge Menschen haben am 15. Dezember 2016 gemeinsam ein Theaterstück aufgeführt. Sie sind großgeworden in verschiedenen Ländern, sprechen verschiedene Sprachen, entstammen verschiedenen Kulturen. Doch dies verbindet sie alle: Sie leben im Raum Erlangen und hatten mit ihrem Theaterprojekt ein gemeinsames Ziel vor Augen. Die zehn jungen Menschen, das sind Geflüchtete und Studierende der FAU. Im Pacelli-Haus in Erlangen haben sie Großartiges auf die Beine gestellt. „Shared Stories – Shared Lives“ nannte sich ihr Projekt, bei dem sie selbst erarbeitete Sketche aufführten, um den Alltag der Geflüchteten in Deutschland zu thematisieren. Beatrice Müller, Masterstudentin der Soziologie, Mitbegründerin und Referentin des Referats der Stuve gegen Diskriminierung und Rassismus (AntiDisRa), leitete die Gruppe an und berichtet nun in einem Nachgespräch über einen außergewöhnlichen Theaterabend.

Beatrice Müller, konnten Sie Ihr Projekt gemeinsam mit den jungen Geflüchteten und Studierenden erfolgreich über die Bühne bringen?

Beatrice: Der Theaterabend hat meine Erwartungen mehr als übertroffen. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass wir an dem Abend einen „Ansturm“ von über 100 Besuchern verzeichnen würden und das Theaterstück Studierende wie auch viele Nicht-Studierende ansprechen würde.

Wie hat das Publikum auf die Sketche reagiert – eher amüsiert oder nachdenklich?

Beatrice: Die Sketche haben durchwegs viele Lacher an den richtigen Stellen erhalten (lacht) – es ist einfach witzig, wenn ein gebürtiger Syrer einen fränkischen Busfahrer mimt. Die anschließende Rede über Aatefs Flucht und die damit verbundene Diskussion über das Thema „Geflüchtete in Deutschland“ haben uns alle ein wenig nachdenklicher werden lassen und uns noch einmal präsent werden lassen, dass wir das Theaterprojekt nicht nur aus Spaß initiiert haben.

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„Internet ist wie Essen“ – Smartphones spielen für junge Flüchtlinge eine große Rolle

Die Buchwissenschaftsstudentinnen Tatjana Avendaño (li.) und Julia Wimmer präsentieren die Ergebnisse ihres Bachelorseminars „Mediensozialisation von Flüchtlingskindern und jugendlichen Geflüchteten“. Foto: Ralf Welz

Für Studierende der Erlanger Buchwissenschaft gehört die Veranstaltungsreihe „innovation@publishing“ gewissermaßen zum Pflichtprogramm: Bei der Zukunftstagung des Instituts für Buchwissenschaft dreht sich einmal im Jahr alles um Trends und richtungsweisende Strategien im Buchhandel und der Verlagswelt. Motto dieses Mal: „Mit Smartphone & Co. Mediennutzung jugendlicher Geflüchteter“ – ein Themenkomplex, wie er aktueller nicht sein könnte und die Leute interessiert. Das unterstreicht auch die Besucherresonanz: Obwohl Freitag ist – also mehr oder weniger Wochenende für uns Studenten – und es draußen Schnüre regnet, ist der Senatssaal des Kollegienhauses gut besucht. Auch das eine oder andere fremde Gesicht blitzt im Reigen der Zuhörer auf. Denn der Blickwinkel, unter dem sich die Referenten der heutigen Aufgabenstellung nähern, ist keineswegs auf die buchwissenschaftliche Sichtweise begrenzt: In dem von Dr. Volker Titel und Masterstudent Claus Ludewig auf die Beine gestellten Programm kommen neben Verlagsmenschen auch Sozialpädagogen, Kommunikationsforscher und Lehrkräfte zu Wort.

Den Auftakt der Konferenz bildet Carola Richter. Live via Skype zugeschaltet, stellt die Professorin für internationale Kommunikation an der FU Berlin die Ergebnisse der von ihr mitherausgegebenen Studie „Flucht 2.0“ vor. Die Untersuchung beschäftigt sich mit der Mediennutzung junger Flüchtlinge – und zwar vor und während ihrer Flucht sowie ab dem Zeitpunkt ihrer Ankunft bei uns in Deutschland. Wesentliche Erkenntnisse der Studie sind: Das Smartphone nimmt für die meisten Geflüchteten nach ihrer Flucht einen erheblich größeren Stellenwert ein als in ihren Heimatländern. Das Internet wird dabei in erster Linie zur Kommunikation und Information genutzt. Vor allem Messagedienste wie WhatsApp spielen hierbei eine zentrale Rolle. Wie wichtig das Web gerade für die Jugend ist, verdeutlicht eine weitere Studie: „Für viele Flüchtlinge ist das Internet genauso wichtig wie Essen“, betont Lisa-Marie Kreß von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg während ihres Gastspiels in Erlangen. Die Initiatorin der Studie „Internet ist the same like food“ sieht die digitalen Medien als Mittel zur gesellschaftlichen Teilhabe. „Viele Flüchtlinge melden sich bei Facebook bewusst mit Klarnamen und Profilbild an, um Familienmitglieder zu finden“, sagt Kreß. Weiterlesen

„innovation@publishing 2016“ – Mitorganisator Claus Ludewig über eine aktuelle Zukunftskonferenz zum Thema Mediennutzung von Flüchtlingen

Bei der Tagung 2015 unterhält sich Claus Ludewig (links) mit dem Teilnehmer Thomas Köhler vom Laaber-Verlag, der auch den „Enhanced Blog.de“ leitet. Foto: Peter Ludewig

Bei der Tagung 2015 unterhält sich Claus Ludewig (links) mit dem Teilnehmer Thomas Köhler vom Laaber-Verlag, der auch den „Enhanced Blog.de“ leitet. Foto: Peter Ludewig

Die Buchwissenschaft ist so angestaubt wie alte Bücher selbst!? Solltet ihr nicht davon überzeugt sein, dann kommt zur Tagung „innovation@publishing 2016“ am 2. Dezember und räumt mit diesem Vorurteil auf. „Mit Smartphone & Co. Mediennutzung von jugendlichen Flüchtlingen“ lautet das Thema der sechsten Auflage der Zukunftskonferenz, die gleichzeitig Einblicke in die digitale Welt bietet. Noch bis zum 25. November könnt ihr euch hier für die Tagung anmelden. Sie richtet sich vor allem an Medienwissenschaftler, Soziologen und Pädagogen, aber auch an Interessierte aus der Buchbranche und an alle Studierende, die sich für das Tagungsthema begeistern können. Hier alle wichtigen Infos zur Veranstaltung: 2. Dezember 2016, 10:00 – 16:45 Uhr im Senatssaal im Kollegienhaus in Erlangen. Also, meldet euch an, lasst euch informieren, habt Spaß und genießt darüber hinaus das kostenlose Mittagessen!

Der Buchwissenschaftler Dr. Volker Titel und der Masterstudent der Buchwissenschaft Claus Ludewig, der auch als Studentische Hilfskraft am Institut für Buchwissenschaft tätig ist, haben gemeinsam ein vielseitiges und spannendes Programm erarbeitet, welches ihr hier herunterladen könnt. Unterstützt wurden sie dabei von der Akademie für Ganztagsschulpädagogik sowie vom Bildungsbüro des Landkreises Forchheim, der Waldemar Bonsels Stiftung und dem Freundeskreis der Erlanger Buchwissenschaft. Claus Ludewig, der die Zukunftskonferenz schon im letzten Jahr mitorganisiert hat, investierte im Vorfeld der diesjährigen Tagung viel Zeit in die Aufgabenfelder Marketing, Organisation und Planung und realisiert eine Skype-Liveschaltung zu den Tagungsvorträgen vor Ort. Passend dazu habe ich mich mit ihm in Skype getroffen und ihm einige Fragen zur „innovation@publishing 2016“ sowie zu seiner Rolle als Organisator gestellt.

Claus, was hat dich als Masterstudent der Buchwissenschaft an der FAU dazu bewegt, die Tagung „innovation@publishing“, bei der sich dieses Jahr alles um das Thema „Mediennutzung von jugendlichen Flüchtlingen“ dreht, mit zu organisieren?

Claus Ludewig: Erstmal möchte ich sagen, dass mir die Planung der Tagung wirklich großen Spaß bereitet hat. Dabei war mir vor allem der Blick hinter die Kulissen sehr wichtig. Daneben interessieren mich die Bereiche Marketing und Organisation. Ich konnte viele wertvolle Erfahrungen sammeln und Kontakte austauschen. Da ich sehr technikaffin bin, hat mich auch dieses Feld begeistert. Wir werden dieses Jahr zum ersten Mal eine Skype-Liveschaltung zu den Tagungsvorträgen installieren. Zudem wird es eventuell auch einen Live-Blog auf Facebook geben. Der Test und die Betreuung der Technik haben mir jedenfalls viel Freude bereitet.

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