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Critical Mass in Nürnberg – Protest auf zwei Rädern!

Auf zwei Rädern durch die Stadt: Die Teilnehmer von Critical Mass legen regelmäßig den Verkehr in Nürnberg lahm und machen so friedlich auf die Belange der Radler aufmerksam. Bildrechte: Critical Mass Nürnberg

Jeden letzten Freitag des Monats reibt sich so mancher Passant in Nürnberg verwundert die Augen: Vor dem altehrwürdigen Opernhaus in Nürnberg tummeln sich allerhand Menschen mit ihrem Fahrrad an der Seite. Wer genauer hinschaut findet ein buntes Publikum aus allen Altersklassen und Gesellschaftsschichten vor. Natürlich nehmen auch viele Studenten teil, die sich dieses Event nicht entgehen lassen wollen. Das Fahrrad ist doch schließlich der beste Freund und Helfer des Hochschülers!

Die „kritische Masse“ von Fahrradfahrern hat ein gemeinschaftliches Ziel: Sie will „mit ihrer bloßen Menge auf ihre Belange und Rechte gegenüber dem Autoverkehr aufmerksam machen“. Ein Organisationsteam gibt es nicht, die Protestradler organisieren sich von selbst. Fest stehen dabei nur der Termin und ein handliches Regelwerk, das einen friedlichen und unfallfreien Ablauf sicherstellen soll.

Generell gilt: Rechtlich steht die Aktion auf stabilem Fundament. Bezugnehmend auf §27 der Straßenverkehrsordnung besitzt ein geschlossener Verband von mindestens 16 Radfahrern dieselben Rechte wie alle anderen Verkehrsteilnehmer. Bei regelmäßigen Teilnehmerzahlen von um die 500 Aktionisten ist eine breit angelegte Nutzung der Hauptverkehrsstraßen also vollkommen legitim.

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Things I wish I’d known before going to Christmas market for the first time

Franconian souvenirs. Photo: Anh Tran

Christmas is always a magical time as the town lights up under the falling snow. Since I have never been to a Christmas market before, I was all hyped up since Nürnberg is famous for its authentic market in the country. Though, there are couple of things I wish I had known before heading down to the Christmas market.

1. Bundle up!

I went to the market in the evening. I did not know that it could get so cold that at the end I could not feel my toe anymore. So wear your giant puffy winter jacket, put on your gloves and a good pair of boots as you will very likely to be outside for at least one hour. Holding a hot cup of Heidelbeer Glühwein (red wine with spices) between your hands, and huddling with your friends are also great ways to stay warm.

 2. Go with an empty stomach

There will be a variety of food, ranging from salty dishes, snacks, to sweets. Thus, be sure to have some room in your stomach to try out all of the food. Even though, the queue might be long, it will be worth the wait. In the market, you could find sausages, Lebkuchen (delicious gingerbread), Kartoffelpuffer (similar to fried potatoes or hash browns)…etc. I’d highly recommend trying Schaschlik, which is a skew of pork meat, drizzled in curry sauce. And don’t forget trying out the Feuerzangenbowle (red wine and rum punch). If you return the cup, you will get some coins back, otherwise you could keep the cup as a token of good time.

Meat and onions on a stick: Schaschlik. Photo Anh Tran

3. Check out the international section of the market

Nürnberg Christkindlesmarkt partners up to bring a diverse selection of handcrafted goods from other parts of the world. Each country has a booth, where you could find cool, well-made souvenirs and learn about different cultures.

 Those are my tips to fully enjoy the Christmas market during this magical time of the year. I wish you all a happy holiday!

Anh Tran

 

„Lebkuchen“. Photo: Anh Tran

Let It Rock – Der Partyguide

Der Pleite-Geier in Erlangen – Essen und Livemusik. Foto: Carmen Oberlechner

Ihr wollt ausgehen, habt aber keinen Bock auf Electro und House? Diese Serie soll einen kleinen Überblick über die Ausgehmöglichkeiten nach Musikgenre in Erlangen, Fürth und Nürnberg geben. Es lohnt sich immer mal wieder in die Veranstaltungskalender der einzelnen Clubs und Bars reinzuschauen, da viele davon ein bunt gemischtes Musikangebot haben, vor allem in Bezug auf die Konzerte. In diesem Teil habe ich mich vor allem auf die Veranstaltungsstätten konzentriert, die Rock und Metal spielen.

Erlangen

Der wohl bekannteste Metalclub in Erlangen ist das New Force. Mittwochs bis samstags wird dort von Classic Rock bis Metal alles gespielt, manchmal treten auch Live-Bands auf. In der Backstage-Bar in der Paulistraße stehen ebenfalls vor allem Rock und Metal auf der Playlist. Wer auf Live-Bands steht kann im Irish Pub Goldener Mond vorbeischauen. Dort treten nicht nur Rockbands auf, auch andere Genre werden gespielt. Bunt gemischt ist auch das Musikangebot im Pleite-Geier. Neben HipHop-, Soul-, Funk- und Rockmusik kann man sich verschiedenste Pizzas schmecken lassen.

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Wenn das Wetter uns hängen lässt – Regenflucht ins Germanische Nationalmuseum

Foto: Susanne Krüger

Endlich sind Semesterferien. Wir wollen uns ja nicht beklagen, bis vor einer Woche war traumhaftes Sommerwetter, aber in den letzten Tagen meint es Petrus nicht gut mit uns. Herbststimmung kommt auf und der Regen zwingt ja förmlich dazu, sich statt dem Freibad den Hausarbeiten zu widmen. Trotzdem braucht man manchmal auch eine Pause vom Bücher Wälzen und Skripte Lesen. Deshalb haben wir eine wetterfeste Möglichkeit gesucht, uns ein bisschen vor der Arbeit zu drücken. Lateinische Quellen liest man ja im Museum viel lieber als für die eigene Hausarbeit.

 Das GNM – Ein kleiner Ausflug in die Geschichte

1852 wurde das Germanische Nationalmuseum vom fränkischen Juristen Hans Freiherr von und zu Aufseß in Dresden gegründet, nur um es dann im folgenden Jahr in Nürnberg zu eröffnen. Bis zur Reichsgründung 1871 wünschte sich ein großer Teil der deutschen Bevölkerung einen einheitlichen deutschen Staat. Durch diesen erhoffte man sich die gleichberechtigte Gewähr von Bürgerrechten für alle Deutschen. Das bringt auch die Nationalhymne mit dem Dreiklang Einigkeit und Recht und Freiheit zum Ausdruck. Zuvor sah man sich in den vielen verschiedenen deutschen Staaten individuellen monarchischen Rechtssystemen ausgesetzt, die durch hohe Zollauflagen die Wirtschaft, durch Zensur und Gängelung aber auch einen Austausch im Dienste von Forschung und Wissenschaft behinderten. Zu sehr fürchteten die Monarchien ihren Fall durch einen Einheitsstaat.

Nachdem die Revolution 1848 nicht zur Einheit der Deutschen in einer Nation führte, wich man vielerorts auf das Betonen einer kulturellen und sprachlichen Einheit aus. Dieser Geist einer germanistischen Kultur über Ländergrenzen hinweg prägte auch die Gründung des GNM. Ehrgeiziges Ziel war es, das gesamte Quellenmaterial zur deutschen Geschichte zu verzeichnen. Das für alle zugängliche Wissen über die eigene Vergangenheit sollte das Nationalbewusstsein stärken. Natürlich konnte Aufseß sein Ziel einer allumfassenden Sammlung nicht erreichen, trotzdem prägte diese Idealvorstellung kulturhistorische Museen der damaligen Zeit.

Als Grundstock brachte Aufseß eine große private Sammlung mit, die zuerst im Turm des Tiergärtnertors zu sehen war. Schon 1857 erkannte auch der Monarch Max II. von Bayern die Bedeutung von Aufseß‘ Idee und bestimmte das ehemalige Nürnberger Kartäuserkloster als zukünftigen Sitz des Museums. Das Kloster wurde im Spätmittelalter erbaut, aber schon 1525 im Zuge der Reformation geschlossen. Als das Museum dort einziehen wollte, musste das Kloster zuerst sehr aufwändig renoviert werden, davon zeugen auch einige Fotos im GNM. Immer wieder wandte sich Aufseß für solche Vorhaben an die Bevölkerung und rief zu Spendenaktionen für sein Museum auf. Heute sind einige Teile des alten Klosters sehr gelungen mit dem Museumsneubau kombiniert und schaffen eine beeindruckende Atmosphäre aus alt und neu.

Bei den Luftangriffen auf Nürnberg 1943-1945 wurde das Museum stark beschädigt. Zwar ließen die Nazis Teile des Bestands zuvor auslagern, doch gerade fest eingebaute Exponate, wie die Zimmer aus verschiedenen Epochen, wurden größtenteils zerstört. Übrigens: Zwischen den Nazis und dem Museum schien es einige Differenzen zu geben. Zwar setzte die Museumsleitung einige Anordnungen der NSDAP um, doch Hitler selbst stattete dem bedeutenden Museum nie einen Besuch ab. Das scheint verwunderlich, bedenkt man die wichtige Rolle, die er der Stadt Nürnberg beimaß.

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