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Sicher bei Nacht zu Hause ankommen: FAU-Alumna Jana Cyrol engagiert sich beim „Heimwegtelefon“

Telefonieren bis man daheim ist, schafft ein Gefühl von Sicherheit. (Foto: Salome Mayer)

Telefonieren bis man daheim ist, schafft ein Gefühl von Sicherheit. (Foto: Salome Mayer)

Es ist dunkel, die schummrige Straßenlaterne wirft gespenstische Schatten, wenn sie überhaupt noch brennt. Ein Blick über die Schulter, waren da Schritte? Unwillkürlich läuft man schneller – und ist froh und dankbar, wenn man wohlbehalten zu Hause angekommen ist. Vor allem Frauen ängstigen sich zu Recht, wenn sie allein im Dunkeln unterwegs sind. Das 2011 gegründete Heimwegtelefon“ will deshalb Frauen auf ihrem Nachhauseweg begleiten und so Sicherheit vermitteln. Wenn man vom Club, der Kneipe oder der Party losgeht, ruft man die Hotline 030-12 07 41 82 an und gibt seinen Standort und sein Ziel durch. Bis man dort angekommen ist, plaudert man mit der ehrenamtlichen Telefonistin. So wirkt man sicherer und im Idealfall wird ein Überfall oder Schlimmeres verhindert. FAU-Alumna Jana Cyrol ist seit März dieses Jahres dabei. Sie hat im Magisterstudiengang Sinologie und Wirtschaftswissenschaften studiert. Mittlerweile arbeitet sie als Exportsachbearbeiterin. Auf Facebook las die 29-jährige einen Post über das Heimwegtelefon, fand die Idee so cool und nützlich, dass sie beschloss, sich sofort als Telefonistin zu bewerben. Im Interview erzählt Jana, wie die nächtlichen Gespräche ablaufen und was sie unternimmt, wenn ihr Anrufer überfallen wird. Weiterlesen

Einmal Sherlock Holmes spielen: Live-Escape-Games im ParaPark in Fürth

Zsófia gründete Anfang 2015 mit ihrer Familie den ParaPark in Fürth. Foto: Salome Mayer

Zsófia gründete Anfang 2015 mit ihrer Familie den ParaPark in Fürth. Foto: Salome Mayer

Sich einsperren lassen und dafür noch bezahlen? Was abgefahren klingt, kann man im ParaPark in Fürth tatsächlich machen. Sinn des Ganzen: Innerhalb einer Stunde Codes knacken, kreative Lösungen finden und dabei als Team zusammenwachsen. Nur so kann man die Tür in die Freiheit wieder öffnen. Wir haben uns in das Kellergewölbe in der Gartenstraße gewagt und das Live-Escape-Game „9. Portal“ gespielt.

„Ohne Joker schafft es niemand“

Als sich die Tür hinter uns schließt wissen wir nur: Wir müssen hier wieder herauskommen. Wie? Das wird sich zeigen. Wir nehmen den in schummriges Licht getauchten Raum unter die Lupe. Was bedeutet wohl das alte Radio auf der Kommode, deren Schieber mit einem Vorhängeschloss gesichert sind? Wie finden wir den Code heraus? Und wo ist der Schlüssel zur nächsten Tür? Jeder von uns fünf nimmt sich eine Ecke des Raumes vor. Wir tasten Wände ab, nehmen Bilder und Skulpturen von den Wänden, durchblättern Bücher, rücken Schränke von der Wand weg. Auf einem Bildschirm sehen wir die Zeit, die uns noch bleibt: 56:39 Minuten, 56:38, unerbittlich zerrinnen die Sekunden, die Minuten. „Leute, ich habe eine Zahl entdeckt“, ruft jemand; der nächste findet ein großes Holzstück, das wohl zu einem Puzzle gehört. Wie die Fundstücke zusammenpassen wissen wir nicht – jetzt ist Kombinationsgabe gefragt. Ein halbes Auge, das auf einen Spiegel gemalt ist, mustert uns bei unseren Überlegungen. Bestimmt ist es auch Teil der Lösung, aber wir kommen nicht drauf, was wir tun müssen, um diesen Geheimcode zu knacken. Wir fordern über das Walkie-Talkie, unserer einzigen Verbindung in die Außenwelt, Hilfe von Max, dem Moderator, an. Er beobachtet uns über Kameras und gibt uns den entscheidenden Hinweis. Fünf Joker hat jedes Team. „Nutzt diese Möglichkeit am Anfang. Wenn ihr am Schluss keine Zeit mehr habt, dafür aber noch alle Joker, bringt euch das nichts“, hatte Max uns in der kurzen Einführung gesagt, bevor er uns einschloss. Ohne Tipps von außen hat es noch kein Team geschafft, sich zu befreien.

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Grafflmarkt – Ein Flohmarkt in der Fürther Altstadt

Grafflmarkt in den Gassen Fürths. Foto: Janine Walter

Grafflmarkt in den Gassen Fürths. Foto: Janine Walter

Flohmärkte sind seit Jahrzenten beliebt bei allen Altersklassen. Den Reiz macht es dabei aus, nie genau zu wissen was einen heute an den Ständen erwartet. Eigentlich braucht man nichts und man will nur gucken, sich den Tag vertreiben oder einfach nur flanieren. Am Ende hat man Geschirr, eine Schallplatte, eine Vintage Handtasche aus Omas Zeit und zwei Vasen im Rucksack. Alles natürlich zu absoluten Schnäppchenpreisen, wenn man noch dazu den Preis herunterhandeln konnte fühlt man sich wie ein König und lacht sich ins Fäustchen. Ungeahnte Glücksgefühle werden freigesetzt. Und für alle die dieses Gefühl kennen und lieben hat Fürth einen ganz besonderen Flohmarkt parat: den Grafflmarkt.

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Zu Besuch im jüdischen Museum Franken in Fürth

Die Laubhütte (Sukka) im obersten Stockwerk. Foto: Salome Mayer

Die Laubhütte (Sukka) im obersten Stockwerk. Foto: Salome Mayer

Mit dem Semesterticket kann man gut am Wochenende die nähere Umgebung Erlangens erkunden. Ein besonderes Ausflugsziel liegt in Fürth: Das Jüdische Museum Franken in Fürth. Vom 17. bis ins frühe 19. Jahrhundert war Fürth das Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit in Süddeutschland. Das Museum zeichnet die interessante und leider auch wechselvolle Geschichte der Juden in Franken nach.

Schräg gegenüber des Fürther Rathauses befindet sich das Jüdische Museum. Versteckt hinter einem Gerüst und einem Bauzaun, der verziert ist mit Zeichnungen von Fürther Schulkindern, befindet sich der Eingang. Es wird angebaut; das Museum soll noch mehr zu einem Ort des Lernens und der Begegnung werden. Das bestehende Museumsgebäude selbst ist schon sehenswert. Als ein ehemaliges jüdisches Wohnhaus ist es ein authentisches Zeugnis des jüdischen Lebens in Fürth. So findet der Besucher beispielsweise im Obergeschoss des verwinkelten Hauses eine Sukka, eine Laubhütte. Jedes Jahr feiern Juden das Laubhüttenfest, bei dem sie sich an die 40-jähirge Wüstenwanderung ihrer Vorfahren erinnern. Sie wohnen (das heißt essen, schlafen, arbeiten…) sieben Tage in der Sukka. Es gibt gewisse Vorgaben, wie diese auszusehen hat. Unter anderem muss man durch das Dach, das mit Zweigen zugedeckt wird, Sterne sehen können. Dazu wurde das Dach in diesem Fall abgedeckt.

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