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Hochschulwahlen: Die Grüne Bude im Interview

Einige der zur Wahl stehenden Kandidaten der Grünen Bude: (von li. nach re.) Dominik Döllerer, Jasmin Würges, Johanna Mößner, Fabian Mader und Helen Garber. ©Selim Kücükkaya

Am 19. und 20. Juni finden die Hochschulwahlen statt. Hier und hier findet ihr alle Infos dazu. Und natürlich wollen wir euch auch vorstellen, wer alles zur Wahl steht. Den Anfang macht Die Grüne Bude.

Die Grüne Bude vereint junge Mitglieder der Grünen und unabhängige Studenten in einer bunten, demokratischen Liste. Christof Pfannenmüller erzählt mehr über seine Hochschulgruppe.

Christof, stell bitte eure Gruppe kurz vor. Wer seid ihr und was sind eure Kernziele?

Christof: Die Grüne Bude ist der Zusammenschluss aus der Grünen Hochschulgruppe und einigen „externen“, ökologisch denkenden Menschen. Wir wollen in diesem Jahr gemeinsam bei der Hochschulwahl antreten, da die Ziele, welche wir verfolgen, sich in großen Teilen überschneiden.  Wir sind ein bunter Haufen aus Studierenden verschiedener Fachschaften, die die Liebe zur Umwelt und der Glaube an eine fairere Welt verbindet. Wir treffen uns jede Woche, diskutieren über anstehende Projekte, gehen demonstrieren, organisieren Infoveranstaltungen und damit das Grün auch kräftig durchscheint, pflegen wir den Garten beim Grünen Haus.

Warum engagierst du/ihr euch politisch an der Uni und was wollt ihr zum Besseren verändern?

Christof: Gesellschaftliche Systeme ebenso wie Universitäten sind auf das Engagement des Einzelnen angewiesen. Nur durch die Beteiligung von vielen Personen können Organisationen aufrechterhalten werden. Eine Uni ohne Studierende, ohne Dozenten oder ohne Verwaltungskräfte, das könnte nicht funktionieren. Uns ist es wichtig, nicht nur Teil der Universität zu sein, sondern aktiv Impulse zu geben. Wir setzen uns dafür ein, unsere Uni zu einem nachhaltigeren und für alle Menschen offenen Ort zu machen. So machen wir uns dafür stark, dass mehr Müll getrennt wird, dass Grünflächen entstehen und dass die Wohnungssituation transparenter gestaltet werden muss.

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Hochschulwahlen an der FAU – Wahl des Fakultätsrats & der Fachschaftsvertretungen

Bild: Felix Lämmermann

Am 19. & 20. Juni öffnen die Wahllokale der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg wieder ihre Türen. Die Hochschulwahlen 2018 stehen auf der Tagesordnung. Gewählt wird dabei neben dem studentischen Konvent ebenso der Fakultätsrat & die Fachschaftsvertretungen. Dieser Artikel will kurz vorstellen, wer diese Gremien eigentlich sind und wie die individuelle Wahl dazu abläuft.

Die Wahl des Fakultätsrats & der Fachschaftsvertretungen läuft zeitgleich mit der Wahl des studentischen Konvents ab . Jeder Student besitzt nach festgeschriebenem Wahlmodus vier Stimmen. Für jede Fakultät werden dabei von den zugehörigen Studenten eigene Fakultätsgremien gewählt. Gewählt werden kann dabei entweder eine gesamte Liste oder individuelle Personen (maximal jedoch 3 Stimmen pro Person).

Für jede Fakultät (Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Medizinische Fakultät, Naturwissenschaftliche Fakultät & Technische Fakultät) gibt es eigene Kandidaten aus fakultätsspezifischen Hochschulgruppen & -initiativen (meineFAU hatte hier bespielhaft schon Einblick in „Die Linke.SDS“ in Nürnberg). Je nach Wahlergebnis ergibt sich nach der abgeschlossenen Abstimmung dann eine Fachschaftsvertretung.

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Hochschulwahlen an der FAU Erlangen-Nürnberg – Allgemeines und Wahl des studentischen Konvents

Am 19. und 20. Juni ist es wieder so weit: die Studenten und Studentinnen der FAU wählen ihre Studierendenvertretungen. Doch was genau können wir eigentlich wählen und was sind die Kompetenzen der jeweiligen Gremien? Der folgende Artikel soll als Präludium einer Artikelreihe zu den Wahlen an der FAU dienen und bei der Stimmabgabe unterstützen…

Wen wähle ich und wie funktioniert die Wahl?

Bei der Hochschulwahl erhält jede*r Wahlberechtigte zwei Stimmzettel, einen für den studentischen Konvent und einen für den Fakultätsrat. Die Stimmabgabe erfolgt ausschließlich in den per Wahlbenachrichtigung zugewiesenen Wahllokalen oder per Briefwahl. Diese findet ihr im Online-Portal mein.campus.  Für den Konvent könnt ihr 14 Stimmen abgeben und für den Fakultätsrat 4. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten zu wählen:

1) Man wählt nach einer Listenwahl, d.h. die Gesamtzahl der Stimmen auf einem Wahlzettel wird einer Gruppierung, also einer Liste, zugeordnet.

2) Man wählt nach einer Personenwahl, d.h. man gibt ausgewählten Personen unabhängig ihrer Gruppierung, also ihrer Liste, eine selbst bestimmte Anzahl an Stimmen.

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Studentisches Engagement in Die Linke.SDS Nürnberg

Die neue Ortsgruppe des SDS in Nürnberg. Foto: Peter Bartels

„Wir können es ändern. Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte, die unfähig sind ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen.“ sagte Rudi Dutschke in einem Interview im Jahr 1967. Dutschke war Mitglied des „Sozialistischen Deutschen Studierendenverbandes“ (SDS) und der 68er Bewegung, die sich zum Ziel setzte die Gesellschaft zu verbessern. Vor genau 50 Jahren, im April 1968, wurde er vom rechtsradikalen Joseph Bachmann zweimal in den Kopf geschossen. Er überlebte dieses grausame Attentat durch komplizierte Operationen, die jedoch zu nachhaltigen Hirnschädigungen führten. Im Jahr 1979 starb er im Alter von 39 Jahren an einem epileptischen Anfall als Folge dieser Verletzungen.

2007 gründete sich in Erinnerung an Dutschke, und die Gesellschaftskritik der 68er, der Bundesverband „Die Linke.SDS“ (Sozialistisch-Demokratischer-Studierendenverband). Er ist ein anerkannter Studierendenverband der Partei „Die Linke“ und ist als Arbeitsgemeinschaft mit Sonderstatus Bestandteil des Jugendverbandes „Linksjugend“ (solid).

Im Februar dieses Jahres hat sich eine neue Ortsgruppe in Nürnberg gebildet. Sie wollen die Lebensumstände der Studierenden verbessern und zu politischer Partizipation aufrufen. Die beiden Vorsitzenden der Nürnberger Studentengruppe Gizem Fesli und Maharyta Kavaliova haben sich für ein Interview mit mir bereit erklärt:

Hallo Gizem und Maharyta, in welchen Bereichen bringt sich der SDS-Nürnberg gesellschaftlich ein? Was sind euere derzeitigen Projekte?

Maharyta: „Im April haben wir einen Vortrag von Nicole Gohlke zum Thema „Soziale Durchlässigkeit in der Bildung“ in Gostenhof organisiert. Außerdem waren wir Mitveranstalter der letzten beiden Demonstrationen gegen das neue „Polizeiaufgabengesetz“. Das Gesetz beinhaltet Neurungen zur Überwachung der Bürgerinnen und Bürger. Es können ohne Tatbestand Daten gesammelt, Telefone abgehört und Menschen in Gewahrsam genommen werden. Das müssen wir verhindern! Die letzte Demo am 20.4. war mit 6000 Besuchern ein großer Erfolg.“

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