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Ort der Begegnung: Der Internationale-Studierenden-Treff

Das "Nachtisch-Team". Foto: Salome Mayer

Das „Nachtisch-Team“. Foto: Salome Mayer

Viele, die selbst bereits im Ausland waren, kennen das Gefühl: Anzukommen in einem fremden Land, niemanden zu kennen, oft selbst die Sprache nicht. Um dem entgegenzuwirken, gibt es den Internationalen-Studierenden-Treff (IST). Jeden Donnerstagabend treffen sich etwa 20 Studierende aus aller Welt, um miteinander zu essen, sich über Gott und die Welt auszutauschen und viel Spaß zu haben.

„Ich finde diese weichen Teile, Kloß glaube ich, heißen sie, ziemlich seltsam“, erzählt Chen aus China. Einige stimmen ein: „Ja, die sind wie Gummi!“ Die heutige Zusatzfrage in der Vorstellungsrunde lautet: „Welches Essen findest du hier in Deutschland nicht so gut oder seltsam?“ Andere finden Ziegenkäse nicht so lecker, eine Schlachtsuppe oder den „Vogel“, den man in der Mensa mit Messer und Gabel essen musste. „Ach, du meinst ein Hähnchen!“, sagt einer der deutschen Studierenden lachend. „Dazu kannst du ruhig die Hände nehmen!“ Alle müssen lachen – ähnliche Erlebnisse hatten wohl schon mehrere in Deutschland.

Jede Woche treffen sich Studierende aus derzeit etwa acht Nationen, um Gemeinschaft zu haben. An diesem Donnerstag steht das „Kochduell“ auf dem Programm: Jeder hat eine Zutat mitgebracht: Mais, Karotten, Salat, Auberginen, Hackfleisch, Kartoffeln, Reis, Bananen, Erdbeeren, Orangen, Sahne, Milch und Käse. In drei Gruppen kocht man daraus nun Vorspeise, Hauptgang und Dessert – was ist wohl in einer Stunde das Ergebnis?

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Stürmischer Beifall für die English Dramatic Society mit ‚The Tempest‘

Die English Dramatic Society bei der Arbeit. Foto: Uli Bertrams

Die English Dramatic Society bei der Arbeit. Foto: Uli Bertrams

 

Was ist die English Dramatic Society (EDS)?

Die English Dramatic Society (EDS) ist eine Theatergruppe des Sprachenzentrums der FAU, welche seit 1972 jedes Jahr zwei englischsprachige Stücke zur Aufführung bringt. Mitmachen können Studenten aller Fachrichtungen und aufgrund der englischsprachigen Ausrichtung auch internationale Studenten und Menschen, die nicht an der FAU eingeschrieben sind.

Märchenhafte Kulisse und mystische Musik

Eine aufwändige Kulisse erwartet mich am 18. Februar 2016 im Experimentiertheater des Instituts für Theater- und Medienwissenschaft der FAU. Eigentlich bin ich schon ziemlich müde, aber beim Betreten des Raums tauche ich in eine fantastische Märchenwelt ein und bin wieder hellwach. Vorne rechts nehme ich Platz und sitze direkt vor einer kleinen Musik-Insel. Drei junge Männer, ein Cajon, Schlagzeug, E-Gitarren in verschiedenen Größen. Eine junge Frau vor einem Mikrofon. Sie sehen aus wie eine Mischung aus Feen und Piraten, tragen kurze Hosen beziehungsweise einen weißen Tüll-Rock, türkisfarbene Shirts und türkisfarbene Strähnen im Haar. Feenartige Ornamente aus Schminke bedecken ihre Wangen. Auf dem Boden vor mir befindet sich ein Aufbau aus Pedalen, mit welchem man elektronische Soundeffekte erzeugen kann. Eine Hängeleiter baumelt in der Mitte der Bühne. Daneben liegen Teile von Baumstämmen auf dem Boden. Links ein von Blumen umrankter, kleiner Holzsteg. Hinten ein mächtiger, schiffsähnlicher Aufbau. Rechts hinter der Band ein Zelteingang. Es ist dunkel, aber sehr belebt im Raum. Neben mir hat ein älteres Paar platzgenommen. Ein sehr gemischtes Publikum. Die Band eröffnet den Abend. Immer wieder füllt sie die Umbau-Phasen auf der Bühne mit leisen, mystischen, aber auch poppigen Songs aus. Einige Melodien erinnern an keltische Klänge. Die Live-Musik passt perfekt zu Kirsten Henrys Inszenierung von Shakespeare’s ‚The Tempest‘.

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[ki’ta:so] – Das Kurzfilmfestival in Erlangen

Seit Jahren eine künstlerische Instanz in Erlangen: Das [ki'ta:so]-Kurzfilmfestival. Foto: Janine Walter

Seit Jahren eine künstlerische Instanz in Erlangen: Das [ki’ta:so]-Kurzfilmfestival. Foto: Janine Walter

Bereits zum 21. Mal hat am Montagabend, 25. Januar, der [ki’ta:so] Kurzfilmabend in den Lammlichtspielen Erlangen stattgefunden. Und wieder war es ein abwechslungsreicher Abend mit spannenden, lustigen und berührenden Filmen unterschiedlicher Machart, Rahmenbedingungen und Genres.

[ki’ta:so] – Seit Jahren eine Instanz

[ki’ta:so] wurde bereits 2004 als studentische Initiative von Theater- und Medienwissenschaftlern der FAU gegründet. Aus der Leidenschaft für den Kurzfilm heraus, fand bereits im Januar 2005 der erste Kurzfilmabend in den Lammlichtspielen statt. Seitdem haben sich das kleine Filmfestival und [ki’ta:so] selbst zu einer wahren Instanz in der Kulturszene Erlangens entwickelt. Die Grundidee des Filmabends ist einfach: jungen Filmemachern eine Bühne bzw. Plattform bieten, auf der sie ihre Kurzfilme präsentieren können, damit diese nicht nur auf der Festplatte verstauben.

Ein Abend, zehn Filme

Am Montagabend bekam das Publikum insgesamt zehn Filme zu sehen. Davon liefen drei außer Konkurrenz (dazu später mehr). In drei Blöcken wurden die Kurzfilme gezeigt, am Ende konnten die Zuschauer mittels eines Abstimmungszettels die Sieger wählen. Das Projekt mit den meisten Stimmen konnte sich auf einen Gutschein für eine Digitalisierung ihres Filmes ins Kinoformat im Wert von 300 Euro freuen. Durch den Abend führte Lukas Worm, der auch zu Diskussionen in den Pausen aufrief. Mit Witz und Charme moderierte er die Filme an und kitzelte noch so einige Informationen aus den Filmemachern heraus.

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The Russian Smile – Deutsch-Russisches Travelling-Seminar zum Thema „Nanopartikel und Synchrotrons“

Alle Teilnehmer des Travelling Seminars mit dem FAU-Pulli bei DESY, Hamburg. Foto: DESY

Alle Teilnehmer des Travelling Seminars mit dem FAU-Pulli bei DESY, Hamburg. Foto: Marta Mayer, DESY

Vom 30. September bis 11. Oktober 2015 fand zum sechsten Mal das Deutsch-Russische Travelling-Seminar statt, mit insgesamt 28 Teilnehmern von Universitäten aus ganz Russland und Deutschland. Die Reise startete in Berlin und führte über Rostock, Kopenhagen, Lund (Schweden), Hamburg, Bremen, Leverkusen bis nach Koblenz und das Rheintal.

Einen inhomogenen Haufen konnte man es nennen, als am Mittwoch den 30. September 2015 insgesamt 28 russische und deutsche Masteranden, Doktoranden und Professoren am Berliner Flughafen Schönefeld aufeinander trafen. Händeschütteln, Vorstellen, schüchternes Angrinsen. Schwer war es, sich auf Anhieb alle Namen zu merken. Dann ging es zuerst einmal ins Hotel, direkt in die Berliner Innenstadt am „Kudamm“. Schon der nächste Tag wartete mit einem straffen Programm auf; früh ging es zu BESSY II, dem Elektronenspeicherring des Helmholtz-Zentrums Berlin. Nach der offiziellen Begrüßung zu unserem Seminar durch die Professoren A. Magerl, A. Rempel und A.Pfitzner, wurden die ersten Vorträge der Teilnehmer gehalten. Natürlich durfte eine Führung durch die riesige Versuchshalle des Elektronenspeicherringes mit 240m Umfang nicht fehlen. In den zahlreichen Versuchsständen werden dort mithilfe der im Synchroton erzeugten elektromagnetischen Strahlung, dem sog. Synchrotronlicht, Materialproben in Nanobereichen untersucht.

Nach getaner Arbeit folgte abends das Vergnügen in Form eines Welcome-Dinners. Dort wurden wir mit Geschenken überrascht: alle erhielten einen „Travelling-Seminar Pulli“ der FAU, welcher sich in den folgenden Tagen als Gruppenmerkmal etablierte und bis zum Schluss immer gerne getragen wurde. Der Startschuss für gemeinsame eineinhalb Wochen, mit vielen neuen und tollen Eindrücken, Wissenschaften und Wissenswerten, interkulturellem Austausch und näherem Kennenlernen, war gefallen.

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