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Ein Interview im Zwischenraum

Roberta alias Bertie Fox. Foto: C. Schorr

Gastbeitrag von Nursel Esma Ayar

Roberta ist Studentin und Autorin. Ihr Alltag ist bunt und vielfältig. Sie lebt und liebt ihr Studienfach auch außerhalb der Universität. Räume die sie betritt gibt es viele – Kinderzimmer zum Beispiel. Unter dem Namen Bertie Fox erzählt sie Geschichten und teilt ihre Kreativität in Form von Büchern. In der Uni organisiert sie die diesjährige „Innovation@Publishing“ mit  – und wenn es um Innovationen geht, spricht sie nicht über Trends, sondern vor allem über Erfahrungen die sie gemacht hat.

Hallo Roberta, danke, dass du dich bereit erklärt hast, ein Interview zu geben. Du bist im Organisationsteam der Buchwissenschaft tätig, die am 1. Dezember die Tagung Innovation@Publishing im Kollegienhaus veranstaltet. Was gehört zu deinen Aufgaben?

Roberta: Ich bin im Allgemeinen Organisationsteam und zusätzlich in der Schlüsselqualifikationsgruppe, die von der Uni aus angeboten wird und wofür man mit 5 ECTS belohnt wird. Das nennt sich Unterstützung der I@P Tagung. Herr Fahsel hat mich hier zum Core-Team berufen. Tagungsmappen, Tagungstüten, die sich jeweils aus verschiedenen Elementen zusammensetzen, die Namensschilder, Referentenkurzprofile, die auf den Plattformen – digital und Print bereitgestellt werden gehören und an unterschiedliche Adressaten gelangen, gehören zu unseren Aufgaben.

Und so ganz nebenbei bist du Autorin. Bzw. warst du das schon davor? Wie hat das angefangen mit deiner Schriftstellerei? Was hat dich angestoßen, inspiriert?

Roberta: Grundsätzlich habe ich immer schon geschrieben. Es ging  im Teenageralter los mit Gedichten, z.B. für den runden Geburtstag, die ich vorgetragen habe. Aber so richtig zum Schreiben von längeren Texten kam ich durch das Studium. Ich habe einfach angefangen, meine Ideen aufzuschreiben und zum Schluss waren es dann unformatierte 27 Din A4 Seiten. Im vierten Semester besuchte ich das Seminar E-Publishing bei Herrn Fahsel und da sollte eine Hausarbeit geschrieben werden. Mit der Geschichte im Hinterkopf, die damals noch nicht ganz fertig geschrieben war, und natürlich durch das Studium, durch das man unterschiedliche Kanäle kennenlernt, z.B die Möglichkeit des Self-Publishing –  habe ich dann die Hausarbeit gekoppelt: Publishing 4.0 und Self-Publishing-Plattformen. Die Hausarbeit habe ich mit einer Kommilitonin gemeinsam geschrieben. Wir haben uns mit den Plattformen auseinander gesetzt, die Unterschiede, Qualitäten und Bewertungen herausgearbeitet. Anschließend habe ich mich entschieden, mein Kinderbuch bei einer ausgewählten Plattform zu veröffentlichen, auch als eine Art Selbstversuch, um Erfahrung zu sammeln.

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Your Life Needs More Drama!

The cast of “A Midsummer Night’s Dream” from July 2017. Photo: EDS

It’s that time of year again, with fresh faces filling the halls of Kollegenhaus, professors dusting off last year’s syllabus, and stress and excitement running high over the beginning of the new semester. What better outlet for all your energy and emotions than drama? Now is the time when the university’s English Dramatic Society (EDS) holds auditions for its biannual play!

In July, you might have had the chance to see the Shakespearian classic “A Midsummer Night’s Dream,” the summer semester production by EDS. This winter semester’s production will be staged in February, but auditions are on right now.

EDS plays are held at the end of each semester in the Experimentiertheater, located in the Audimax building. Rehearsals are held throughout the semester on Mondays through Thursdays from 8 to 10:30pm at Bismarckstrasse 1. If you are interested in participating this semester, get in touch with EDS right away on their Facebook page!

I spoke with Kirsten Henry, director of EDS for the last 20 plays, and former FAU Theater Studies student. She was cast in her first EDS play, “The Front Page,” while a student in 2001. Henry told me that new participants are always encouraged to come audition or support the plays in other ways behind-the-scenes, from costume-makers to set-builders to make-up artists to ticket-sellers. EDS has a loyal group of both students and non-students who come back from semester to semester, but new members are always encouraged. Henry assured me that you don’t need to be a native speaker of English to join either – all those interested in theater are welcome.

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Wenn das Wetter uns hängen lässt – Regenflucht ins Germanische Nationalmuseum

Foto: Susanne Krüger

Endlich sind Semesterferien. Wir wollen uns ja nicht beklagen, bis vor einer Woche war traumhaftes Sommerwetter, aber in den letzten Tagen meint es Petrus nicht gut mit uns. Herbststimmung kommt auf und der Regen zwingt ja förmlich dazu, sich statt dem Freibad den Hausarbeiten zu widmen. Trotzdem braucht man manchmal auch eine Pause vom Bücher Wälzen und Skripte Lesen. Deshalb haben wir eine wetterfeste Möglichkeit gesucht, uns ein bisschen vor der Arbeit zu drücken. Lateinische Quellen liest man ja im Museum viel lieber als für die eigene Hausarbeit.

 Das GNM – Ein kleiner Ausflug in die Geschichte

1852 wurde das Germanische Nationalmuseum vom fränkischen Juristen Hans Freiherr von und zu Aufseß in Dresden gegründet, nur um es dann im folgenden Jahr in Nürnberg zu eröffnen. Bis zur Reichsgründung 1871 wünschte sich ein großer Teil der deutschen Bevölkerung einen einheitlichen deutschen Staat. Durch diesen erhoffte man sich die gleichberechtigte Gewähr von Bürgerrechten für alle Deutschen. Das bringt auch die Nationalhymne mit dem Dreiklang Einigkeit und Recht und Freiheit zum Ausdruck. Zuvor sah man sich in den vielen verschiedenen deutschen Staaten individuellen monarchischen Rechtssystemen ausgesetzt, die durch hohe Zollauflagen die Wirtschaft, durch Zensur und Gängelung aber auch einen Austausch im Dienste von Forschung und Wissenschaft behinderten. Zu sehr fürchteten die Monarchien ihren Fall durch einen Einheitsstaat.

Nachdem die Revolution 1848 nicht zur Einheit der Deutschen in einer Nation führte, wich man vielerorts auf das Betonen einer kulturellen und sprachlichen Einheit aus. Dieser Geist einer germanistischen Kultur über Ländergrenzen hinweg prägte auch die Gründung des GNM. Ehrgeiziges Ziel war es, das gesamte Quellenmaterial zur deutschen Geschichte zu verzeichnen. Das für alle zugängliche Wissen über die eigene Vergangenheit sollte das Nationalbewusstsein stärken. Natürlich konnte Aufseß sein Ziel einer allumfassenden Sammlung nicht erreichen, trotzdem prägte diese Idealvorstellung kulturhistorische Museen der damaligen Zeit.

Als Grundstock brachte Aufseß eine große private Sammlung mit, die zuerst im Turm des Tiergärtnertors zu sehen war. Schon 1857 erkannte auch der Monarch Max II. von Bayern die Bedeutung von Aufseß‘ Idee und bestimmte das ehemalige Nürnberger Kartäuserkloster als zukünftigen Sitz des Museums. Das Kloster wurde im Spätmittelalter erbaut, aber schon 1525 im Zuge der Reformation geschlossen. Als das Museum dort einziehen wollte, musste das Kloster zuerst sehr aufwändig renoviert werden, davon zeugen auch einige Fotos im GNM. Immer wieder wandte sich Aufseß für solche Vorhaben an die Bevölkerung und rief zu Spendenaktionen für sein Museum auf. Heute sind einige Teile des alten Klosters sehr gelungen mit dem Museumsneubau kombiniert und schaffen eine beeindruckende Atmosphäre aus alt und neu.

Bei den Luftangriffen auf Nürnberg 1943-1945 wurde das Museum stark beschädigt. Zwar ließen die Nazis Teile des Bestands zuvor auslagern, doch gerade fest eingebaute Exponate, wie die Zimmer aus verschiedenen Epochen, wurden größtenteils zerstört. Übrigens: Zwischen den Nazis und dem Museum schien es einige Differenzen zu geben. Zwar setzte die Museumsleitung einige Anordnungen der NSDAP um, doch Hitler selbst stattete dem bedeutenden Museum nie einen Besuch ab. Das scheint verwunderlich, bedenkt man die wichtige Rolle, die er der Stadt Nürnberg beimaß.

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Unbequem, anstrengend, demokratisch — wie der Diskurs mit anderen Meinungen gelingen kann

Interessante Diskussionen, Vorträge und Auszüge aus neuen Werken – dafür steht das Erlanger Poetenfest. Foto: Severin Maier

Es war bestes Wetter für einen Besuch des 37. Erlanger Poetenfestes, das vom 24. bis zum 27. August stattfand: ca. 30 Grad und strahlender Sonnenschein machten den Besuch ihm Samstag m Erlanger Schlossgarten zu einer sonnigen Angelegenheit. Obwohl man — zugegeben — durchaus unter der schwülen Hitze leiden konnte. Und, wenn wir schon mit Geständnissen anfangen, ich war noch nie auf dem Poetenfest, obwohl ich nun seit Jahren in Erlangen lebe. Dabei ist das Fest ein Pflichttermin im Kalender von Autoren, Verlagen, Essayisten und Feuilletonisten und alles andere als eine große Unbekannte.

Bei bestem Sommerwetter konnte man also unter den schattigen Bäumen des Schlossgartens flanieren und dabei den verschiedenen Autoren lauschen, die Auszüge ihrer Werke auf Bühnen zum Besten gaben. Teilweise sogar musikalisch untermalt, mit Klaviermusik auf einem Flügel gespielt. Während wir durch das Zentrum des Schlossgartens schlenderten, las gerade Fatma Aydemir aus ihrem Debütroman „Ellbogen“. Die Journalistin schreibt normalerweise für mehrere Blätter, u.a. für die taz. In ihrem ersten Buch widmet sie sich der Suche nach Heimat und Identität einer jungen in Deutschland geborenen Türkin, die zwischen den zwei Welten des linksliberalen Berlin und des Traditionalismus ihrer türkischen Eltern oszilliert. Man fühlt sich an die Aufforderungen des türkischen Präsidenten Erdogan an die in Deutschland lebenden Türken erinnert, bestimmte demokratische Parteien nicht zu wählen. Ein Poetenfest ohne Politik? Undenkbar. Möchte man den Lesungen nicht gebannt und angestrengt lauschen, kann man gemütlich entlang der Stände streifen und sich von Infomaterial bis zu kaufende Bücher die Auslagen ansehen oder aber sich um sein leibliches Wohlergehen an einem der Imbisse bemühen. Wem ein Snack auf die Hand reicht, der wird hier fündig.

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