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Roman De Giuli, der kreative Kopf hinter Terracollage

Roman de Giuli ist Dozent für Medienpraxis am Institut für Theater- und Medienwissenschaft. Foto: Melanie De Giuli

Mit seinem Projekt Terracollage ist er international in der Cinematography-Szene bekannt und zeigt die kreative Einsetzbarkeit unterschiedlicher Materialien und Flüssigkeiten in Kurzfilmen auf. In diesem Artikel habe ich seine Arbeiten vorgestellt, hier kommt der Künstler Roman De Giuli selbst zu Wort.

Herr De Giuli, wann haben Sie mit dem Projekt Terracollage angefangen und wie kam es dazu?

Roman De Giuli: In der Fotografie habe ich mich eigentlich schon immer für den Nah- und Makrobereich interessiert, vor allem für alte und verwitterte Oberflächen und Texturen aus Holz und Metall. Mein Ansatz war dabei meistens experimentell. Vor etwa 5 Jahren habe ich dann angefangen zu filmen. Das waren damals ganz einfache Motive aus Tinte, Wasser und Öl. Mit der Zeit habe ich das immer weiter ausgebaut, sowohl die Arbeit mit Farben als auch die technischen Aspekte.

Mit welchen Flüssigkeiten und Materialien arbeiten Sie am liebsten? Welche reagieren besonders gut miteinander?

Roman De Giuli: Das wechselt immer ein bisschen, aber die Arbeit mit Tinte und Acrylfarbe macht mir derzeit am meisten Spaß. Es gibt eine riesige Auswahl an Farben und Pigmenten. Durch das Beimischen von Wasser und weiteren Flüssigkeiten kann man Bilder entwickeln, die sich sehr lange bewegen und immer wieder neue Muster und Texturen zeigen.

Welche Ihrer Arbeiten gefällt Ihnen persönlich am besten?

Roman De Giuli: Am besten gefällt mir der Film „Geodaehan“ der aus der Zusammenarbeit mit der Agentur Giantstep für die Olympischen Spiele hervorgegangen ist. Ich mag daran besonders die Weite dieser Aufnahmen und die Vielzahl der Details.

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Terracollage: kreatives Spiel mit Farben und Materialien

„Land of mine“. Foto: Roman De Giuli

Schillernd schlängelt sich blau-violette Farbe wie ein Wasserfall über die Fläche, wie Gebirgsbäche anmutend fließen sich glitzernde Farben ineinander und ufern in Verästelungen aus. Ruhige Klavier- und Geigentöne, begleitet von Vocals untermalen die atmosphärische Stimmung.

Roman De Giuli, Dozent für Medienpraxis am Institut für Theater- und Medienwissenschaft dreht kurze Filmclips mit unterschiedlichsten Materialien und Flüssigkeiten. Genauer: er macht Macro Cinematography. Dabei werden im extremen Close-up Objekte in sehr hoher Auflösung gefilmt, sodass die kleinsten Details gut zu erkennen sind. Die Magie passiert dabei nicht am Computer, sondern in Petrischalen, auf Glasplatten und auf Papier.

Im Video „Land of Mine“ (2017) experimentiert er mit Acrylfarben auf Papier und präsentiert das Zusammenspiel in 4k-Auflösung. Neben den Farben hat er auch schon mit unterschiedlichen Ölen und Materialien gearbeitet, beispielsweise im Projekt „Matereality“ (2017). Hier spielen Eisenpulver, Pigmente, Magnete, Glitzer zusammen und ergeben faszinierende Effekte. Wie auch bei diesem Projekt arbeitet er mit verschiedenen Musikern zusammen, die für eine musikalische Untermalung sorgen.  Welche Materialien besonders gut funktionieren und seinen persönlichen Favoriten verrät er in einem Interview, das ihr bald hier lesen könnt.

Inzwischen arbeitet er nicht mehr alleine an den Projekten, sondern hat ein Team hinter sich, mit dem er auch schon größere Aufträge angenommen hat, u.a. für die Eröffnungszeremonie der Olympischen Winterspiele in Südkorea Anfang dieses Jahres. Das Projekt „Geodaehan“ (2018), koreanisch für gigantisch, enorm, riesig, wurde dabei während der Eröffnungsshow auf den Boden der Halle projiziert und soll auf künstlerische Art und Weise die südkoreanischen Landschaften repräsentieren (hier gibt es das BTS-Video dazu).

Wer sich neugierig geworden ist und staunen will, auf Vimeo, seiner Website oder auch auf Facebook lädt Roman De Giuli die Videos zu seinen Projekten hoch.

Carmen Oberlechner

Der Z-Bau – Das Haus für Gegenwartskultur

Felicitas Lutz ist im Z-Bau für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Foto: Simeon Johnke

Was ist Kultur? Begreift man Kultur als eine Sache der Selbstkonstruktion, so ist sie angewiesen auf unsere Mitarbeit und unser Schaffen. Ihre Ästhetik entsteht erst durch Kooperation, durch unser gemeinsames Streiten und Auseinandersetzen! Einen institutionellen Rahmen für solche eine Ko-Konstruktion bildet der Z-Bau in Nürnberg als „Haus für Gegenwartskultur“. „Hier kommen Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen, Erwartungen, Wünschen, Ideen und Zielsetzungen zusammen.“, heißt es auf der Website. Mit vielfältigen Veranstaltungen, wie Konzerten, Lesungen, Kunstausstellungen u.v.m. belebt er die Pop- und Subkulturen Nürnbergs. Ob Konzerte im Stil der 68er, wie bei „ Kai & Funky von TON STEINE SCHERBEN mit GYMMICK“ (Bericht folgt), dem „Stage for Peace Festival“ zur Unterstützung Geflüchteter oder dem alljährlich stattfindenden Sommerfest – der Z-Bau ist ein Ort der Offenheit, in der jede*r seine kreativen Ideen einbringen darf. Ich habe Felicitas Lutz zu den Aufgaben und Funktionen des Z-Baus interviewt, um einen tieferen Einblick in die Einrichtung zu gewährleisten:

Hallo Felicitas, danke dass du dir Zeit für unser Interview nimmst. Stell dich doch kurz vor. Wer bist du und was machst du hier im Z-Bau?

Ich bin erst seit kurzer Zeit, genauer gesagt seit 3 Monaten, hier im Z-Bau tätig. Ich leite die Presse- und Öffentlichkeitsaufgaben und kümmere mich vornehmlich um die Kommunikation, der für den Z-Bau relevanten, Zielgruppen. Natürlich mache ich das nicht allein. Neben mir steht ein Team von einigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.

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Die Bayerische Akademie des Schreibens – ein Interview mit Florian Kurz

Florian Kurz war Teilnehmer der diesjährigen Bayerischen Akademie des Schreibens. Foto: Leonie Kästner

Florian Kurz studiert im Master Germanistik, darüber hinaus war er Teilnehmer an den diesjährigen Seminaren der Bayerischen Akademie des Schreibens – eine Kooperation mehrerer Universitäten, u.a. der FAU, mit dem Literaturhaus München. Bei diesen Seminaren hat man die Möglichkeit sich mit zwei Dozenten/-innen, die meist selbst Bücher veröffentlichen oder im Lektorat arbeiten, an drei Wochenenden intensiv mit dem literarischen Schreiben auseinanderzusetzen. Den Abschluss bildet eine öffentliche Lesung, bei der man einen eigenen Text vorträgt.

Was gab für dich den Ausschlag deine Bewerbung einzusenden?

Florian: Ich habe das Plakat von der Lesung gesehen, vom Jahr davor und fand das interessant, dass man als Folge des Wettbewerbs die Plattform hat, wo man seine eigenen Texte zeigen und vor einem Publikum vortragen kann. Dieses an die Öffentlichkeit treten, dass man irgendwann machen muss, wenn man schreiben will und dass andere das hören, was man macht. Ja, das fand ich interessant.

Wie kann man sich die Wochenendkurse vorstellen? Kannst du uns einen kurzen Einblick geben?

Florian: Oh, einen kurzen Einblick. Es ging immer von Freitag um zwei bis Sonntag um zwei. Und bei mir war das so, dass die beiden Dozenten Wert darauf gelegt haben, dass wir viel Textbesprechungen machen von den Texten, die wir vorher geschrieben haben und dann hat man sich vor allem mit dem Texten beschäftigt und versucht herauszufinden, was funktioniert gut an den Texten, was funktioniert nicht, was kann man besser machen. Manchmal hat man versucht daran Regeln abzuleiten, aber oft funktioniert das gar nicht so, dass es am Ende wirklich in einem Regelwerk mündet, dass man sagt, so kann man es machen und so kann man es auf keinem Fall machen, sondern man muss eigentlich immer je nach Text gucken. Das haben wir dann vor allem eingeübt, dass man die einzelnen Texte anschaust und guckt, was ist das eigentlich für ein Text, was braucht der, um zu funktionieren, wie kann man das in diesem spezifischen Text dann umsetzen. Noch zum Ablauf: Man verbringt wirklich das ganze Wochenende miteinander. Abends und Mittags, wenn man essen geht, hat man Zeit Fragen zu stellen, um den ganzen Betrieb, was Lektorat und Schriftstellerei angeht, kennenzulernen. Und es ist auch gut, dass es ein Wochenende lang geht, dass man sich wirklich ganz darauf einlässt und dadurch, dass man immer an andere Unis fährt, hat das auch dieses wie man in eine andere Stadt fährt und dann in einem Hotel ist und so ganz herausgelöst ist aus dem Unialltag, wodurch man sich auf diesen ganz anderen Ansatz einlassen kann mit Literatur umzugehen.

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