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Der Z-Bau – Das Haus für Gegenwartskultur

Felicitas Lutz ist im Z-Bau für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Foto: Simeon Johnke

Was ist Kultur? Begreift man Kultur als eine Sache der Selbstkonstruktion, so ist sie angewiesen auf unsere Mitarbeit und unser Schaffen. Ihre Ästhetik entsteht erst durch Kooperation, durch unser gemeinsames Streiten und Auseinandersetzen! Einen institutionellen Rahmen für solche eine Ko-Konstruktion bildet der Z-Bau in Nürnberg als „Haus für Gegenwartskultur“. „Hier kommen Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen, Erwartungen, Wünschen, Ideen und Zielsetzungen zusammen.“, heißt es auf der Website. Mit vielfältigen Veranstaltungen, wie Konzerten, Lesungen, Kunstausstellungen u.v.m. belebt er die Pop- und Subkulturen Nürnbergs. Ob Konzerte im Stil der 68er, wie bei „ Kai & Funky von TON STEINE SCHERBEN mit GYMMICK“ (Bericht folgt), dem „Stage for Peace Festival“ zur Unterstützung Geflüchteter oder dem alljährlich stattfindenden Sommerfest – der Z-Bau ist ein Ort der Offenheit, in der jede*r seine kreativen Ideen einbringen darf. Ich habe Felicitas Lutz zu den Aufgaben und Funktionen des Z-Baus interviewt, um einen tieferen Einblick in die Einrichtung zu gewährleisten:

Hallo Felicitas, danke dass du dir Zeit für unser Interview nimmst. Stell dich doch kurz vor. Wer bist du und was machst du hier im Z-Bau?

Ich bin erst seit kurzer Zeit, genauer gesagt seit 3 Monaten, hier im Z-Bau tätig. Ich leite die Presse- und Öffentlichkeitsaufgaben und kümmere mich vornehmlich um die Kommunikation, der für den Z-Bau relevanten, Zielgruppen. Natürlich mache ich das nicht allein. Neben mir steht ein Team von einigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.

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Die Bayerische Akademie des Schreibens – ein Interview mit Florian Kurz

Florian Kurz war Teilnehmer der diesjährigen Bayerischen Akademie des Schreibens. Foto: Leonie Kästner

Florian Kurz studiert im Master Germanistik, darüber hinaus war er Teilnehmer an den diesjährigen Seminaren der Bayerischen Akademie des Schreibens – eine Kooperation mehrerer Universitäten, u.a. der FAU, mit dem Literaturhaus München. Bei diesen Seminaren hat man die Möglichkeit sich mit zwei Dozenten/-innen, die meist selbst Bücher veröffentlichen oder im Lektorat arbeiten, an drei Wochenenden intensiv mit dem literarischen Schreiben auseinanderzusetzen. Den Abschluss bildet eine öffentliche Lesung, bei der man einen eigenen Text vorträgt.

Was gab für dich den Ausschlag deine Bewerbung einzusenden?

Florian: Ich habe das Plakat von der Lesung gesehen, vom Jahr davor und fand das interessant, dass man als Folge des Wettbewerbs die Plattform hat, wo man seine eigenen Texte zeigen und vor einem Publikum vortragen kann. Dieses an die Öffentlichkeit treten, dass man irgendwann machen muss, wenn man schreiben will und dass andere das hören, was man macht. Ja, das fand ich interessant.

Wie kann man sich die Wochenendkurse vorstellen? Kannst du uns einen kurzen Einblick geben?

Florian: Oh, einen kurzen Einblick. Es ging immer von Freitag um zwei bis Sonntag um zwei. Und bei mir war das so, dass die beiden Dozenten Wert darauf gelegt haben, dass wir viel Textbesprechungen machen von den Texten, die wir vorher geschrieben haben und dann hat man sich vor allem mit dem Texten beschäftigt und versucht herauszufinden, was funktioniert gut an den Texten, was funktioniert nicht, was kann man besser machen. Manchmal hat man versucht daran Regeln abzuleiten, aber oft funktioniert das gar nicht so, dass es am Ende wirklich in einem Regelwerk mündet, dass man sagt, so kann man es machen und so kann man es auf keinem Fall machen, sondern man muss eigentlich immer je nach Text gucken. Das haben wir dann vor allem eingeübt, dass man die einzelnen Texte anschaust und guckt, was ist das eigentlich für ein Text, was braucht der, um zu funktionieren, wie kann man das in diesem spezifischen Text dann umsetzen. Noch zum Ablauf: Man verbringt wirklich das ganze Wochenende miteinander. Abends und Mittags, wenn man essen geht, hat man Zeit Fragen zu stellen, um den ganzen Betrieb, was Lektorat und Schriftstellerei angeht, kennenzulernen. Und es ist auch gut, dass es ein Wochenende lang geht, dass man sich wirklich ganz darauf einlässt und dadurch, dass man immer an andere Unis fährt, hat das auch dieses wie man in eine andere Stadt fährt und dann in einem Hotel ist und so ganz herausgelöst ist aus dem Unialltag, wodurch man sich auf diesen ganz anderen Ansatz einlassen kann mit Literatur umzugehen.

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Internationaler Comic-Salon 2018 vom 31.5. bis 3.6.

Am kommenden Donnerstag, den 31. Mai, um 12 Uhr ist es wieder so weit: Der 18. Internationale Comic-Salon Erlangen (CSE) öffnet seine Türen. Bis zum 3. Juni werden auch heuer wieder rund 25.000 Comic-Fans in Erlangen erwartet. Der CSE ist damit das bedeutendste Comic-Festival im deutschsprachigen Raum.

Und dieses Jahr ist alles ein bisschen anders: Die Heinrich-Lades-Halle, in der sonst verschiedene Programmpunkte und vor allem die Comic-Messe untergebracht sind, steht wegen Sanierungsarbeiten nicht zur Verfügung. Da für die Stadt Erlangen eine Absage aber zu keinem Zeitpunkt eine Option war, hat man aus der Not eine Tugend gemacht und den Comic-Salon über die gesamte Erlanger Innenstadt verteilt. Weiterlesen

Ein Interview im Zwischenraum

Roberta alias Bertie Fox. Foto: C. Schorr

Gastbeitrag von Nursel Esma Ayar

Roberta ist Studentin und Autorin. Ihr Alltag ist bunt und vielfältig. Sie lebt und liebt ihr Studienfach auch außerhalb der Universität. Räume die sie betritt gibt es viele – Kinderzimmer zum Beispiel. Unter dem Namen Bertie Fox erzählt sie Geschichten und teilt ihre Kreativität in Form von Büchern. In der Uni organisiert sie die diesjährige „Innovation@Publishing“ mit  – und wenn es um Innovationen geht, spricht sie nicht über Trends, sondern vor allem über Erfahrungen die sie gemacht hat.

Hallo Roberta, danke, dass du dich bereit erklärt hast, ein Interview zu geben. Du bist im Organisationsteam der Buchwissenschaft tätig, die am 1. Dezember die Tagung Innovation@Publishing im Kollegienhaus veranstaltet. Was gehört zu deinen Aufgaben?

Roberta: Ich bin im Allgemeinen Organisationsteam und zusätzlich in der Schlüsselqualifikationsgruppe, die von der Uni aus angeboten wird und wofür man mit 5 ECTS belohnt wird. Das nennt sich Unterstützung der I@P Tagung. Herr Fahsel hat mich hier zum Core-Team berufen. Tagungsmappen, Tagungstüten, die sich jeweils aus verschiedenen Elementen zusammensetzen, die Namensschilder, Referentenkurzprofile, die auf den Plattformen – digital und Print bereitgestellt werden gehören und an unterschiedliche Adressaten gelangen, gehören zu unseren Aufgaben.

Und so ganz nebenbei bist du Autorin. Bzw. warst du das schon davor? Wie hat das angefangen mit deiner Schriftstellerei? Was hat dich angestoßen, inspiriert?

Roberta: Grundsätzlich habe ich immer schon geschrieben. Es ging  im Teenageralter los mit Gedichten, z.B. für den runden Geburtstag, die ich vorgetragen habe. Aber so richtig zum Schreiben von längeren Texten kam ich durch das Studium. Ich habe einfach angefangen, meine Ideen aufzuschreiben und zum Schluss waren es dann unformatierte 27 Din A4 Seiten. Im vierten Semester besuchte ich das Seminar E-Publishing bei Herrn Fahsel und da sollte eine Hausarbeit geschrieben werden. Mit der Geschichte im Hinterkopf, die damals noch nicht ganz fertig geschrieben war, und natürlich durch das Studium, durch das man unterschiedliche Kanäle kennenlernt, z.B die Möglichkeit des Self-Publishing –  habe ich dann die Hausarbeit gekoppelt: Publishing 4.0 und Self-Publishing-Plattformen. Die Hausarbeit habe ich mit einer Kommilitonin gemeinsam geschrieben. Wir haben uns mit den Plattformen auseinander gesetzt, die Unterschiede, Qualitäten und Bewertungen herausgearbeitet. Anschließend habe ich mich entschieden, mein Kinderbuch bei einer ausgewählten Plattform zu veröffentlichen, auch als eine Art Selbstversuch, um Erfahrung zu sammeln.

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