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Tartaros: Heart of Darkness. Ist die Hölle ein Platz auf Erden? Zwei Helden. Ein Fluss. Das Grauen. Und die darin enthaltene Alltäglichkeit.

Die beiden „goldenen“ Helden. Foto: Studiobühne

Mal wieder hat die Studiobühne Erlangen e.V. ein spannendes neues Stück für euch inszeniert. Unter der Regie von Alexander Esswein wird „Tartaros: Heart of Darknessam 24., 25. und 26. Februar um 19.30 Uhr im Saal des Pacelli Haus in Erlangen aufgeführt.  Ich hatte die Ehre, bei der Hauptprobe des Stücks dabei zu sein, mich mit dem Regisseur und Darstellern zu unterhalten und mir für euch einen ersten Eindruck zu verschaffen:

Allein die Hauptgeschichte – zwei Helden steigen hinab in den Tartaros, um sich vor Göttervater Zeus zu bewähren und dort den abtrünnigen Abraxas ausfindig machen, der sich in die Unterwelt begab um eine Fackel am Höllenfeuer zu entzünden, jedoch niemals zurückkehrte – ist spannend genug. Denn griechische Heldenepen haben doch immer ihren Reiz, vor allem wenn es um die mystische dunkle Unterwelt geht.

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„Man wird ja wohl noch…“

Alle Stories der Lesereihe gebündelt in einem hübschen Büchlein. Foto: Milena Kühnlein

Gewinnerin Felisa Walter darf sich freuen. Ihr Text „Halt endlich deine Scheißfresse, du Arschloch“ hat das Krönchen der PULS Lesereihe 2017 aufgesetzt bekommen. Insgesamt 12 Jungautoren durften bei der Lesereihe in Regensburg, Würzburg, Passau und Nürnberg ihre Texte vorstellen. Das Motto der Lesereihe ist schnell erklärt. Alles, was den Autoren zu „Man wird ja wohl noch…“ einfällt, durfte eingesendet werden. Aus den Zusendungen wählte dann eine hochkarätige Jury aus. Beim Vorentscheid in Nürnberg ging es am 9. Februar im Zentralcafé Nürnberg für Lukas Arenz, Thomas Breitung und Thomas Perle um einen Platz im Finale, das Felisa Walter am Ende für sich entscheiden sollte. Für die musikalische Begleitung sorgte Rapper Fatonio, der mit Songs wie „Authentizität“ die Stimmung auflockerte. Moderation, Location und Musik Act waren in typischer PULS-Philosophie locker und auf den Punkt. Der Merchandise-Stand mit kostenlosen Süßigkeiten, Kugelschreibern und Postern löste bei den anwesenden Studenten Grapsch-Alarm aus. Nachhaltig für Begeisterung sorgten allerdings die individuellen, witzigen und traurigen Texte.

Lukas Arenz setzt sich in seinem Text „Man wird ja wohl noch…“ mit unfassbarer Sprachlichkeit mit einem heiklen Thema auseinander: Tourismus und die Generation Y. Überall gewesen, alles gesehen. Im Billigflieger Richtung Südafrika oder eben in andere Länder, die eventuell politisch ein oder zwei Probleme haben.  Klug dekonstruiert Arenz jede Ausrede für das Vielfliegen und Instagram-Modeln in Krisenregionen.
„[…], jetzt sei man jung und hätte die Zeit, später nur noch das Geld, aber nicht mehr die Zeit, […] auch wegen der Völkerverständigung, aber auch weil man das ja wieder gebrauchen kann, jedenfalls müsse man sich beeilen und was das nun bitte soll.“ Und jeder PULS-Lesereihen-Zuhörer schaut peinlich berührt auf seinen Armbändchen aus einem fernen, fernen Land nieder. Für mich der beste Text des Abends.

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Juergen Teller: Ein Po, ein Eintopf und seine Mutter

Bis zum 23. April findet die Ausstellung im Kunstpalais noch statt. Foto: Milena Kühnlein

Er ist zurückgekehrt. Wobei, so wirklich fort war er ja nie. Fotograf Juergen Teller ist auf Du und Du mit den Topstars dieser Welt. Er schaffte es vom beschaulichen Bubenreuth bis nach Hollywood. Immer dabei? Seine Kamera und sein einzigartiger Blick für Portraits. Was der gebürtige Franke dabei niemals vergisst ist seine Heimat. Mehr noch: Er bindet seine Familie und die Region immer wieder aktiv in seine Werke ein und schafft so eine Verbindung zwischen glamourösen Highlife und dem beschaulichen Erlangen. Mittlerweile ist Juergen Teller Dozent an der Akademie der Künste in Nürnberg und stellt aktuell im Kunstpalais in Erlangen aus. Noch bis zum 23. April könnt ihr seine Werke dort begutachten. Warum sich ein Besuch lohnt?

Ein bisschen Groupie sind wir doch alle, oder? Dirk Nowitzki, Kim Kardashian, Kate Moss oder Gisele Bündchen: Wir alle kennen diese Prominenten, pflegen Neid-, Hass-, oder Bewunderungsgefühle für sie und betrachten deren Leben liebend gerne als Außenstehende. Die Glitzerwelt von Hollywood übt eine besondere Faszination aus und doch ist sie vor allem eins: ziemlich künstlich. Juergen Teller begann seine Arbeit mit Prominenten mit der damals noch völlig unbekannten Band Nirvana, als er Kurt Cobain und Co. auf Tour begleitete und porträtierte. Dieser Meilenstein markierte seinen Aufstieg in den Fotografenolymp. Auf einzigartige Weise schafft er es, unnahbar wirkende Schauspieler und Models so zu inszenieren, dass eine andere Seite zum Vorschein kommt. Eine ehrlichere Seite. Eine normalere Seite. Dennoch wirken die Portraitierten in den Fotos immer wie die Stars, die sie sind. Doch erfreut man sich nicht an dem ein oder anderen Pickel oder einem imperfekten Makel eines Models, sondern man erkennt durch Tellers Bilder eine andere Seite von Menschen, die man nie getroffen hat und dennoch kennt. Ein Spagat zwischen Inszenierung und Realität, den Juergen Teller mit Bravour meistert.

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Die Jahresausstellung des Lehrstuhls für Kunstpädagogik

Ist immer einen Besuch wert! Die Jahresausstellung der FAU-Kunstpädagogen. Foto: Milena Kühnlein

Rentiere in anderen Galaxien, kompostierte Kleidung und eine Matratze zum Ausruhen: Die Studierenden des Lehrstuhls für Kunstpädagogik bekommen mit der Jahresausstellung die Chance, ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Arbeiten sind nicht im Rahmen eines Seminars entstanden sondern zeigen Ideen der Studierenden selbst. Dozent und akademischer Direktor Peter Mayer betrachtet dies als besonders spannend. Neben Klausuren, Referaten und dem typischen Studentenalltag haben sich die Kunststudenten Zeit genommen, um an ihrer Kunst zu arbeiten und zu feilen. Das Ergebnis: Eine abwechslungsreiche, interessante und individuelle Kunstausstellung 2017. Als kleinen Extraanreiz sponsert die Firma boesner GmbH in diesem Jahr Geld- und Materialpreise für die besten Kunstwerke. Für viele Kunststudenten ist dies vor allem ein Zeichen dafür, dass die eigene Kunst wertgeschätzt und als solche anerkannt wird. Zudem löst die Ausstellung vor einem breiten öffentlichen Publikum einen besonderen Reiz aus. Für einige Studenten ist es das erste Mal, ihre Werke auf so eine Art zu zeigen.

Sehnsuchtsort Italien

Die diesjährige Ausstellung des Lehrstuhls für Kunstpädagogik lässt sich schwer einordnen. Die einzig wiederkehrenden Elemente sind die Impressionen Italiens, was mit der Forschungsreise der Studierenden zusammenhängt. Zeichnungen oder Comic Strips, die italienische Gässchen oder ähnliche Motive zeigen, ziehen Besucher schnell in ihren Bann. Doch auch gewagte Installationen und Skulpturen sind vertreten. Ein goldrotes Herz lenkt beim Betreten des Ausstellungsraumes sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Es sind Werke zum Betrachten, zum Nachdenken, zum Interpretieren oder zum Schmunzeln. Jedes Werk spiegelt die individuellen Ideen der Studenten wieder und so ist keines wirklich mit einem anderen vergleichbar.

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