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„Verwachen“ – das neue Stück der Studiobühne Erlangen

Verwachen. Udo sitzt fest wie ein Fisch auf dem Trockenen (Grafik: Studiobühne Erlangen e.V.)

Es ist mal wieder so weit: zwei Studenten der FAU haben bei der Studiobühne Erlangen ein neues Stück auf die Beine gestellt. Ein Stück, das mal ein brisantes Thema aus einer anderen Perspektive bearbeitet. Denn wer kennt sie nicht: Filme, in denen jemand im Koma liegt und die tragische Geschichte aus dem Blickwinkel der Angehörigen erzählt wird. Doch wie geht es dem im Koma liegenden? Es heißt ja, dass Koma-Patienten immer noch das um sie herum Geschehende wahrnehmen und hören. Doch wie sieht es mit dem Zeitgefühl aus und wie fühlt es sich an im eigenen Kopf gefangen zu sein?

All das sind Fragen mit denen sich die beiden kreativen Köpfe Laura Eyselin und Constantin Schmitz in ihrem Stück auseinandersetzen und bearbeiten. Weiterlesen

Aktionstage von sneep: Tolle Aktionen rund um das Thema Umwelt

Kampagnenbild von der Facebook-Seite von sneep Nürnberg (Foto & Grafik: sneep Nürnberg)

Vom 29. Mai bis zum 01. Juni finden am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der FAU in Nürnberg die Aktionstage Nachhaltigkeit von sneep Nürnberg statt. Die studentische Organisation beschäftigt sich seit Jahren äußerst engagiert mit unterschiedlichsten gesellschaftlichen Themengebieten. Nachhaltigkeit und Umwelt sind dabei meist zentral. Und genau diese Themen stehen bei den Aktionstagen kommende Woche auch im Fokus. Wir haben uns vorab mit Anna Cordes und Lara Botta unterhalten. Beide studieren International Business Studies an der FAU und sind schon seit dem ersten Semester aktive Mitglieder bei sneep.

Wie genau kam es denn zur Organisation der Thementage?
Lara: Schon seit der Gründung von sneep sind diese Tage eine Idee. Bislang haben aber die Leute gefehlt, denn anfangs war sneep in Nürnberg noch ziemlich klein. Letztes Jahr haben wir das Ganze mit einer Smoothie-Aktion schon im Kleineren aufgezogen, dieses Jahr sind wir richtig viele Leute und wollten dementsprechend etwas Größeres machen.
Anna: In unserem Eventteam sind wir genau acht Leute und haben uns deswegen für vier Thementage entschieden. Jeweils zwei Leute kümmern sich somit um die Planung eines Thementages. Wir beide sind für die Modenschau zuständig. Weiterlesen

Das Café Katzentempel

Miau. Foto: Milena Kühnlein

Immer wieder stellen wir auf unserem Blog ausgefallene, süße, besondere, schöne oder coole Cafés, Bars und Restaurants der Region vor. Diesmal: das „Café Katzentempel“ im Nürnberg.

Über das neueröffnete Café Katzentempel in Nürnberg wurde schon einiges berichtet und geschrieben. Nun habe ich mich im Auftrag unseres Blogs selbst auf den Weg dorthin gemacht. In Los Angeles, Köln oder Wien gibt es sie zum Beispiel schon: Cafés, in denen Katzen frei herumlaufen, spielen und leben. Das Konzept setzt sich daraus zusammen, dass die Gäste Zeit mit den Tieren verbringen, sie beobachten und streicheln können – insofern die Samtpfoten das wollen. Wolfgang Bayer, Besitzer und Gründer des Katzentempels in Nürnberg, stellt nämlich klar: „Wir sind die Gäste der Katzen, nicht umgekehrt. Die Katzen müssen auf die Leute zukommen, das ist der Unterschied zu einem Streichelzoo.“

Ich persönlich war wirklich skeptisch. Katzen sind nicht meine Lieblingstiere, diese selbstgefällige Art macht sie für mich als Haustiere wesentlich unsympathischer als Hunde (Todesdrohungen für diese Aussage bitte direkt an meine Mailadresse richten). Als Kundin des Cafés versuchte ich trotzdem unvoreingenommen zu sein. Das Café liegt zentral in der Nähe der Lorenzkirche, das Ambiente ist ordentlich und ansprechend und die Auswahl an Getränken und Speisen riesig. Neben typischen Snacks wie Kuchen und Sandwiches gibt es auch gesunde Burger und Salate. Alles ist vegan oder vegetarisch. Also bestellte ich einen Cappuccino mit Hafermilch und einen Pfannkuchen mit Marmelade. Schon wenig später sprang eine zierliche Katze direkt auf meinen Schoss und machte es sich dort bequem, wobei selbst mir so ein kleines bisschen das Herz aufging. Während es sie sich auf meinen Oberschenkeln zum Knäul eingewickelt hat, beugte ich mich über sie zum Tisch, um meinen ersten Bissen zu nehmen. So habe ich tatsächlich noch nie gegessen (ich bin keine Haustierhalterin, für alle die sich jetzt wundern). Das Essen schmeckte ausgesprochen gut und auch der Kaffee ließ keine Wünsche offen. An diesem Tag war wenig los im Katzentempel. Ansonsten sollte man –insbesondere am Wochenende – lieber reservieren. Natürlich mag es befremdlich sein, wenn Katzen auf den Tisch springen, an dem man gerade isst, aber dieses Café ist eben außergewöhnlich und richtet sich speziell an Tierliebhaber. Doch wer platziert hier eigentlich gerade sein Pfötchen neben meine Kaffeetasse? Das Beweisfoto hierzu finden sie auf dieser Seite.

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Der Krieg als Karriereleiter

Ein spannendes Leben, das noch heute fesselt. Alle drei Jahre finden in Altdorf die Wallenstein Festspiele statt. Foto: Felix Röser

Wegen Exzessen und Randalen flog er von der Uni. Krankheiten wie die Syphilis brachten ihn regelmäßig zur Verzweiflung und Entscheidungen wollte er nicht ohne die Hilfe von Horoskopen treffen. Was eher nach einem erfolglosen und verunsicherten Menschen klingt, war einer der großen Aufsteiger des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648). Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein (1583–1634) zeigt, wie man als gescheiterter Student dennoch Karriere machen kann: Er war auch böhmischer Feldherr, Herzog, Generalissimus und Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee. Wallenstein wird nun auf einer Tagung in Nürnberg, die von Professoren der FAU mitorganisiert wird, im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Mit 16 Jahren kam Wallenstein zum Studieren an die Akademie nach Altdorf. Allerdings mit wenig Erfolg, denn er glänzte weniger mit geistigen Höhenflügen als mit Raufereien und Exzessen. Die Universität machte kurzen Prozess und Wallenstein musste gehen. Schon wenige Jahre später ebnete der junge Adelige mit einem Glaubenswechsel, einer reichen Heirat, Kaisertreue und Fleiß den Weg zum Erfolg. Der Kriegsbeginn 1618 spielte ihm endgültig in die Karten. Ehrgeizig und mit unersättlichem Machthunger wurde er zum erfolgreichen Kriegsunternehmer. Erst 1632 wendete sich das Blatt, als Wallenstein gezwungen war, den vom Kaiser befohlenen Winterfeldzug abzubrechen und am 25. Februar 1634 ermordet wurde. Der Name des böhmischen Feldherrn ist bis heute in der Region Nürnberg verwurzelt. Die Belagerung 1632 gilt als die katastrophalste Kriegserfahrung für Stadt und Umland vor dem zweiten Weltkrieg. Noch Jahre später hatte die Bevölkerung mit den Folgen von Seuchen und Hungersnöten zu kämpfen. Doch Wallenstein blieb auch in lebendiger Erinnerung. Der Altdorfer Festspielverein organisiert deshalb alle drei Jahre an fünf Wochenenden im Sommer ein großes Festprogramm mit Lagerleben, Festzügen und Schauspielen.

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