Inhalt

Studentisches Engagement in Die Linke.SDS Nürnberg

Die neue Ortsgruppe des SDS in Nürnberg. Foto: Peter Bartels

„Wir können es ändern. Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte, die unfähig sind ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen.“ sagte Rudi Dutschke in einem Interview im Jahr 1967. Dutschke war Mitglied des „Sozialistischen Deutschen Studierendenverbandes“ (SDS) und der 68er Bewegung, die sich zum Ziel setzte die Gesellschaft zu verbessern. Vor genau 50 Jahren, im April 1968, wurde er vom rechtsradikalen Joseph Bachmann zweimal in den Kopf geschossen. Er überlebte dieses grausame Attentat durch komplizierte Operationen, die jedoch zu nachhaltigen Hirnschädigungen führten. Im Jahr 1979 starb er im Alter von 39 Jahren an einem epileptischen Anfall als Folge dieser Verletzungen.

2007 gründete sich in Erinnerung an Dutschke, und die Gesellschaftskritik der 68er, der Bundesverband „Die Linke.SDS“ (Sozialistisch-Demokratischer-Studierendenverband). Er ist ein anerkannter Studierendenverband der Partei „Die Linke“ und ist als Arbeitsgemeinschaft mit Sonderstatus Bestandteil des Jugendverbandes „Linksjugend“ (solid).

Im Februar dieses Jahres hat sich eine neue Ortsgruppe in Nürnberg gebildet. Sie wollen die Lebensumstände der Studierenden verbessern und zu politischer Partizipation aufrufen. Die beiden Vorsitzenden der Nürnberger Studentengruppe Gizem Fesli und Maharyta Kavaliova haben sich für ein Interview mit mir bereit erklärt:

Hallo Gizem und Maharyta, in welchen Bereichen bringt sich der SDS-Nürnberg gesellschaftlich ein? Was sind euere derzeitigen Projekte?

Maharyta: „Im April haben wir einen Vortrag von Nicole Gohlke zum Thema „Soziale Durchlässigkeit in der Bildung“ in Gostenhof organisiert. Außerdem waren wir Mitveranstalter der letzten beiden Demonstrationen gegen das neue „Polizeiaufgabengesetz“. Das Gesetz beinhaltet Neurungen zur Überwachung der Bürgerinnen und Bürger. Es können ohne Tatbestand Daten gesammelt, Telefone abgehört und Menschen in Gewahrsam genommen werden. Das müssen wir verhindern! Die letzte Demo am 20.4. war mit 6000 Besuchern ein großer Erfolg.“

Weiterlesen

Wählt das FAU-Shirt 2018 / Vote for the 2018 FAU T-shirt

Diese Galerie enthält 6 Bilder.

(english information below) 2018 feiert die FAU nicht nur ihr 275. Jubiläum – es gibt natürlich auch wieder ein FAU-Shirt! Und ihr bestimmt, wie das T-Shirt aussehen soll. Wählt bis Freitag, 18. Mai 2018, 12.00 Uhr mittags, unter den folgenden sechs Shirts euren Favoriten und gewinnt mit etwas Glück das FAU-Jubiläumspaket. Verlost werden fünf FAU-Jubiläumspakete […]

Fernsehen ist out

Interessante Vorträge bietet der Marketing Innovationstag alle sechs Monate. Foto: Felix Klaasen

Alle halbe Jahre ist es wieder so weit. Der Deutsche Marketing Innovationstag findet Einzug in Nürnberg und thematisiert neue Marketingstrategien, die sich in Folge des gesellschaftlichen und technologischen Wandels entwickeln. Veranstaltet wird das Ganze von der wissenschaftlichen Gesellschaft für Innovatives Marketing und der FAU. So war es am Donnerstag den 19. April wieder so weit. Vertreter diverser Firmen, Studenten und natürlich Referenten aus verschiedenen Fachbereichen trafen sich im Marmorsaal der Nürnberger Innenstadt, um über folgendes Thema zu diskutieren: Bilder und Videos statt Text?!

Das klingt zunächst gar nicht so innovativ, schließlich werden in der Werbebranche schon seit langem Videos und Bilder eingesetzt. Doch hat sich in diesem Bereich in den letzten Jahren tatsächlich viel verändert. YouTube und Instagram sind die neuen Plattformen, über die Menschen erreicht werden. Fernsehen oder gar Kataloge rücken immer mehr in den Hintergrund.

Weiterlesen

Orientierungshilfe und Chancengleichheit – die Diversity Scouts der FAU (Teil 1)

Judith Holland koordiniert an der FAU das Projekt der Diversity Scouts. Fotorechte: Judith Holland

„In Zeiten der Verhärtung gesellschaftlicher Fronten ist es besonders wichtig, die Individualität jedes Menschen wertzuschätzen und sich für Diversität einzusetzen“. Davon ist Judith Holland, Mitarbeiterin im Bereich Diversity Management des Büros für Gender und Diversity an der FAU, überzeugt. Ursprünglich war es das Büro der Frauenbeauftragten. 2012 wurde es umbenannt, da es neben der Geschlechterungleichheit auch gegen andere Ungleichheiten vorgehen möchte. Das Projekt der Diversity Scouts wurde vergangenes Jahr ins Leben gerufen. Holland leitet diese Initiative. Ich habe mich mit ihr und Michaela Strickle, die als Diversity Scout arbeitet, darüber unterhalten.

Frau Holland, was hat es mit den Diversity Scouts auf sich? Und welche Aufgabe haben sie an der FAU?

Judith Holland: Wir im Büro für Gender und Diversity setzen uns dafür ein, Chancengleichheit auch unter Studierenden der FAU zu erhöhen. Studierende haben unterschiedliche Voraussetzungen, wenn sie an die Uni kommen. Es gibt ein vielfältiges Beratungs- und Förderangebot an der FAU, aber manche Studierende kennen es nicht oder haben Hemmungen, es in Anspruch zu nehmen: Zum Beispiel studieren sie als erste Person in ihrer Familie oder möchten eine psychische Beeinträchtigung nicht offen ansprechen. Daher sollte ein niedrigschwelliges Angebot geschaffen werden – von Studierenden für Studierende. Die Diversity Scouts kennen sich mit den verschiedenen Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten der Uni aus. Diese vermitteln sie situationsbedingt an hilfesuchende Studierende. Sie fungieren also als Vermittlungsinstanz.

Weiterlesen