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Hochschulwahlen: Die Juso Hochschulgruppe im Interview

Die Spitzenkandiat*innen der Juso Hochschulgruppe Erlangen-Nürnberg (Foto: Juso HSG)

Die Spitzenkandiat*innen der Juso Hochschulgruppe Erlangen-Nürnberg (Foto: Juso HSG)

Am 19. und 20. Juni finden die Hochschulwahlen statt. Hier und hier findet ihr alle Infos dazu. Und natürlich wollen wir euch auch vorstellen, wer alles zur Wahl steht. Es geht weiter mit der Juso Hochschulgruppe Erlangen-Nürnberg. Eda Simsek beantwortet unsere Fragen.

Eda, stell deine Hochschulgruppe doch bitte kurz vor. Wer seid ihr?

Wir, die Juso Hochschulgruppe, sind eine bunt gemischte Gruppe von Studierenden, welche die Werte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidariät vertreten. Mit dem Anspruch, die FAU hochschulpolitisch mitzugestalten, machen wir uns nur für bildungs-, sozial- und wissenschaftspolitische Verbesserungen stark und verschaffen den Studis in verschiedenen Gremien an der Uni Gehör. Weiterlesen

Christian Lindner an der FAU

Prof. Clemens Kauffmann (links) mit seinem prominenten Gast Christian Lindner. Foto: Peter Bartels

An den Türen des Großen Hörsaals in der Bismarckstraße 1a in Erlangen herrschte am 3. Mai 2018 bereits Einlasstopp, da Christian Lindner – Bundesvorsitzender der FDP – als Gastredner auftreten sollte. Im Rahmen eines wissenschaftlichen Kolloquiums zum Thema „Zukunft der Demokratie in Europa“ wurde er von Prof. Dr. Clemens Kauffmann eingeladen. Kauffmann ist geschäftsführender Vorstand des Instituts für Politische Wissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, sowie Vertrauensdozent der „Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit“ – eine FDP-nahe Stiftung.

Da sich der prominente Gast verspätete, wurde ein Präludium genutzt, um Diskussionen um die Beschaffenheit des Vortrages zu führen. Die anonym ausgelegten Flugblätter zu den Parteispenden der FDP verdeutlichten die Kontroversität der Thematik. „Deutsche Universitäten müssen frei sein und einen Raum für gesellschaftliche und politische Auseinandersetzung bieten“, entgegnete der Gastgeber auf Fragen um den Zweck der Veranstaltung. Der Charakter müsse aber wissenschaftlich sein und es sei „wichtig, dass man die Universität freihält von parteipolitischer Agitation und Propaganda.“

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Der größte Kindergarten der Welt – UN-Jugenddelegierter Johannes Wagner in Nairobi

Johannes und Rebecca mit den UN-Delegierten für Deutschland bei den Verhandlungen in Nairobi. ©Johannes Wagner

Seit November 2016 ist der FAU-Student Johannes Wagner deutscher UN-Jugenddelegierter für Nachhaltige Entwicklung bei den Vereinten Nationen und repräsentiert mit seiner Kollegin Rebecca Freitag junge Menschen aus Deutschland bei wichtigen UN-Versammlungen. In einem früheren Interview hat er bereits über seinen Amtsantritt und über Nachhaltigkeit gesprochen, jetzt erzählt er ein bisschen genauer, wie es ist, bei den Verhandlungen der UN dabei zu sein.

Das Konzept der UN-Jugenddelegierten

Da gerade Themen wie Nachhaltigkeit besonders junge Menschen betreffen, die schließlich mit den Konsequenzen der heute getroffenen Entscheidungen leben müssen, werden in Deutschland von dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) Jugenddelegierte zu Nachhaltigkeitskonferenzen mitgenommen. Dort können sie ihr Mitspracherecht nutzen und sich für die Interessen der jungen Generation einsetzen. Bisher machen das aber nur wenige Länder, teils aufgrund der entstehenden Kosten, oft aber auch aus Transparenzgründen – immerhin dürfen die Jugenddelegierten auch an internen Sitzungen teilnehmen.
Es sind vor allem Länder des globalen Nordens, die Jugenddelegierte ernennen und sie auf Konferenzen mitnehmen. Deutschland finanziert zwei Programme mit jeweils zwei Delegierten, eines davon ist die Jugenddelegation für nachhaltige Entwicklung zum HLPF (High Level Polical Forum) mit aktuell Johannes (2016 bis 2018) und Rebecca (2017 bis 2019) als Vertreter, das andere begleitet die deutsche Delegation zur UN-Generalversammlung.

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Kasachstan und das „Great Game des 21. Jahrhunderts“

Der meineFAU-Blog sucht immer wieder Studenten und Studentinnen, deren Abschlussarbeit online präsentiert werden kann. Hier stelle ich meine Bachelorarbeit im Fach Politikwissenschaft vor. Gerade gegen Ende des Studiums habe ich mich mit der Region Zentralasien und insbesondere Kasachstan beschäftigt. Zentralasien und die der Region zugehörigen Länder sind für uns hier in (West-)Europa faktisch „Terra Incognita“, eine Region, die wir vielleicht noch entfernt mit Märchen aus unserer Kindheit in Verbindung bringen, wenn wir die Namen „Samarkand“, „Marco Polo“ und „Seidenstraße“ hören. Ich habe mich in meiner Abschlussarbeit nun mit der Außenpolitik Kasachstans auseinandergesetzt.

Von Khanaten, Kommunismus und Kapitalismus — ein kleiner Streifzug durch Kasachstans Geschichte

Kasachstan liegt in Zentralasien und damit in einer Region, die bis heute nicht exakt definiert ist. Welche Länder zählen zu ihr und welche nicht? Eine Frage für die es unterschiedliche Antworten gibt. Die wohl gängigste geografische Definition rechnet zu Zentralasien Teile Russlands — genauer das südliche Sibirien —, Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan (die oftmals mit einem Hauch Geringschätzung als „Stan-Länder“ oder „Stans“ bezeichnet werden), die westliche chinesische Uiguren-Provinz Xingjan — die Region gehörte früher zum Großraum Turkestan und war dessen östlicher Ausläufer —, die Mongolei und Afghanistan. In der Politikwissenschaft wird Zentralasien oft kleiner gefasst. Zentralasien seien die ehemaligen Sowjetrepubliken Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan.

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