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Hannah and the Deep South of the USA – Recap of my first two months in the Bull City

Welcome to Duke University. Photo: Hannah Riemann

Over two months ago, I was sitting at home packing my bags to go on my next big adventure: studying in the United States for a year at Duke University in North Carolina. Considering the current American political scene and the fact that I am a political science student who does not really agree with most of the political choices Americans have made lately, it was quite a jump  for me. The fact that I would live in the conservative South of the United States did not really calm my fears of spending my next 10 months arguing with Americans about politics.

Now I have lived and studied at Duke University for over two months, visited great lectures, had amazing conversation and discussions with other students and professors and came to the conclusion: I really like it here.

Make America great again?

But don’t worry. I did not turn into a redneck, hillbilly, gun-owning Trump supporter. As an American friend put it when I asked him whether North Carolina belongs to the Deep South: “Yes, they were part of the Confederacy, but you are in a super liberal pocket of North Carolina in Durham. Drive 20 minutes in any direction and you will find some hillbilly …… (*insert censor beep sound here*).” It seems that I just got lucky and ended up in one of the most liberal areas of the Deep South. So far, I have not had “the pleasure” of talking with a Trump-supporter, because everyone I met here is ashamed of having him as their “president”. It is true though that as soon as you leave Durham and drive through the more rural areas of North Carolina, it is not uncommon to find Confederate flags hanging in front yards or “Make America great again” stickers on bumpers.

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How to prepare for a semester abroad – learning from my mistakes

So many places to go to. Photo: Hannah Riemann

After applying for the exchange program of the FAU with the Duke University in North Carolina, USA, I was more than excited to find out in March, that I was accepted along with two other FAU-Students. What I did not know was all the preparation work that comes with an exchange semester, so here I will write down what hurdles I stumbled upon, so you don’t make the same mistakes.

Paperwork, paperwork, paperwork

First of all, there is all the paperwork to deal with. The program I applied for came with a DAAD-scholarship and there were all the papers I had to sign to make sure that everything with the scholarship runs smoothly, because to be honest, I could not afford paying 50,000$ to study at an American university. Most scholarships come with obligations: Students have to take a certain amount of credit points at the exchange-university and have to write several reports on how their stay is. Keep that in mind and note down the due dates, because when you sign an agreement that wants you to hand in a report six months later, it is easy to forget it.

After dealing with the first bunch of paperwork, some host-universities still want the student to apply separately. So even though I was already accepted by my home university I still had to apply directly to the American university. I had to go through the entire process and also had to ask some professors to write me letters of recommendation in English. I had to hand in more paperwork, and the process this time was even longer, because I had to send it to the States via mail and it felt like it was taking ages. So, make sure to start your paperwork as soon as possible, because it all takes longer than you’d expect.

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„Innovationsfonds Lehre“ der FAU – Ein Preisträger stellt sich vor: Austerität im Vereinigten Königreich. Eine interdisziplinäre Medienanalyse

Anfang des Jahres 2016 initiierte die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit einem neuen Förderprogramm zur Optimierung der Lehre neue Anreize. Ziel war dabei insbesondere die Aufwertung der Lehrqualität und damit einhergehend die Unterstützung besonders innovativer sowie vielversprechender Lehrkonzepte. In der diesjährigen Förderrunde wurde zusätzlich zum allgemein, fachunabhängigen Fonds noch der „Fokus Lehrerbildung“ ausgeschrieben.

Bewerben können sich bei diesem Projekt alle Lehrenden der Universität, ein Auswahlverfahren wird dann anhand von vorab veröffentlichten Kriterien durchgeführt. Wichtige Eckpunkte sind hierbei zum Beispiel die Stärkung der Internationalisierung, die Erweiterung der Lehre durch innovative Lehr- und Lernkonzepte oder eine Anbahnung von Konzepten zum produktiven Umgang mit Diversität sowie Heterogenität.

Speziell für die Studierenden der FAU birgt der Fonds ebenso Vorteile: Besonders berücksichtigt werden bei der Ausschreibung Projekte, die eine  Optimierung der Studierfähigkeit (insbesondere für Studienanfänger/innen) sowie ein verbessertes Beratungs- und Betreuungsangebot im Auge haben. Darüber hinaus spielt auch der geplante Einbezug der Studierenden in das Lehrangebot eine entscheidende Rolle bei der Auswahl der Förderprojekte.

Das aktuelle Bewerbungsverfahren endete am 15. Mai diesen Jahres. Nach einem zweistufigen Beurteilungsprozess (Begutachtung & Ranking durch die Studiendekan/innen der Fakultäten sowie anschließend endgültige Entscheidung durch ein zentrales Auswahlgremium) wurden dann am 3. Juli die Gewinner des Wettbewerbs bekanntgegeben.

Einer der Preisträger ist Dr. Tim Griebel vom Institut für Politische Wissenschaft, der in Kooperation mit Prof. Dr. Stefan Evert (Lehrstuhl für Korpuslinguistik) ab dem Wintersemester 2017/2018 das interdisziplinäre Seminar „Austerität im Vereinigten Königreich. Eine interdisziplinäre Medienanalyse“ anbietet. Das Seminar wird mit 6200 Euro gefördert.

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„Eine gefährliche, demokratiegefährdende Richtung“ – Dr. Hüseyin I. Çiçek zur Lage in der Türkei

Dr. Hüseyin I. Çiçek vom EZIRE ist besorgt über die Lage in der Türkei. Foto: Denise Kopf

Dr. Hüseyin I. Çiçek vom EZIRE ist besorgt über die Lage in der Türkei. Foto: Denise Kopf

Am 15. Juli versuchten Teile des türkischen Militärs einen Putsch gegen die Regierung Recep Tayyip Erdogans. Nach der Niederschlagung verkündete der Präsident der Republik Erdogan einen dreimonatigen Ausnahmezustand, der es ihm erlaubt, per Dekret zu regieren. Wohl auch deshalb bezeichnete Erdogan den Putschversuch als „Geschenk Gottes“. Er „säubert“ nun die Türkei in jedem Bereich – Justiz, Militär, Schulen und Universitäten, Medien – nach seinen Vorstellungen. So ließ er insgesamt mutmaßlich über 70.000 Staatsbedienstete entlassen, suspendieren oder festnehmen. 45 Zeitungen und 16 Fernsehsender wurden geschlossen.

Ob die Türkei sich auf dem Weg zu einem islamischen Gottesstaat befindet und wie türkische Kollegen mit der Situation umgehen, erklärt Dr. Hüseyin I. Çiçek vom Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa (EZIRE) im Interview via Skype.

Herr Çiçek, seit Erdogan den Ausnahmezustand ausgerufen hat, ist die Europäische Menschenrechtskonvention teilweise außer Kraft gesetzt; Presse-und Meinungsfreiheit sind noch mehr als zuvor eingeschränkt. Nimmt die Regierungspartei AKP von Präsident Erdogan Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit noch Ernst?

Dr. Çiçek: Schon vor den Ereignissen des 15. Juli gab es vor allem im Südosten der Türkei massive Menschenrechtsverletzungen. Das Militär ging stark gegen die PKK vor, davon war auch die Zivilbevölkerung betroffen. Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière hat vor dem Putsch diese Menschenrechtsverstöße klein geredet, man dürfe sich nicht in innertürkische Angelegenheiten einmischen. Hintergrund war das Flüchtlingsabkommen, das er nicht gefährden wollte. Das Interessante ist: Seit dem 15. Juli hat sich in Europa eine andere Front gebildet, die Erdogan plötzlich sehr stark kritisiert. Das ist ein Doppelstandard. Im Zusammenhang mit den Demokratieverhältnissen in der Türkei ist anzumerken, dass es zwischen 2002 und 2012, also unter der AKP-Regierung, extrem richtige und wichtige Fortschritte gab. Wenn man sich die Politik von 1923 bis 2002 anschaut, kam es zu vielen Menschenrechtsverstößen, immer wieder. Zwischen 2002-2012 verbesserte es sich, aber die Türkei hat ein sehr eigenwilliges Demokratieverständnis, es deckt sich nicht mit dem deutschen. Die politische Opposition wurde historisch gesehen sehr oft stark bekämpft. Weil die Türkei wichtiger NATO-Bündnispartner im Kalten Krieg war, wurden hier gewisse Übertretungen in Kauf genommen. Im Rahmen der Flüchtlingskrise sehen wir heute dasselbe. Die EU ließ der Türkei einfach zu viel durchgehen und jetzt ist dieser „point of no return“ schon überschritten. Man kann der Türkei keinen Druck mehr machen oder von ihr verlangen, dass sie mit der gegenwärtigen „Säuberung“ aufhören soll und Opposition und Regierungskritiker nicht mundtot machen soll.

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