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„Kunstradfahren ist meine große Leidenschaft“ – Weltmeister und FAU-Student Lukas Kohl im Interview

Lukas Kohl bei der Kunstrad-WM 2016. Foto: Robert Niedermeier

Fahrradfahren und Erlangen – das gehört einfach zusammen. Gerade die Studierenden sorgen dafür, dass Erlangen nicht nur als Unistadt, sondern gleichsam als Fahrradstadt sehr bekannt ist. Für einen Studenten an unserer Uni spielt das Fahrrad allerdings eine noch viel größere Rolle, ja es macht sogar einen zentralen Bestandteil seines Lebens aus: Lukas Kohl ist 21 Jahre alt, studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der FAU und er ist der amtierende Weltmeister im Kunstradfahren. Wie Lukas es geschafft hat, ein aufgeschlossener und engagierter Student zu sein und gleichzeitig einen Weltmeistertitel zu gewinnen und was für ihn das Faszinierende am Kunstradfahren ist, erfahrt ihr hier. Trotz seines getakteten Wochenplans hat sich der Sportler aus Ebermannstadt Zeit genommen, um sich Euch in einem Interview vorzustellen.

Hallo, Lukas! Erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Weltmeistertitel! Wie fühlst Du dich nach einem so großartigen Erfolg?

Lukas: Vielen Dank! Das ist eine nicht so leichte Frage. 2016 habe ich zum ersten Mal an der Weltmeisterschaft teilgenommen und wusste deswegen nicht, was mich genau erwartet. Zudem bin ich noch nie zuvor vor so vielen Zuschauern aufgetreten. Es kam also eine große Unbekannte ins Spiel und ich war überhaupt sehr froh, einen der beiden deutschen Startplätze zu bekommen. Deswegen habe ich mir vor meinem Start keinen übermäßigen Druck aufgebaut, sondern hatte lediglich das Ziel vor Augen, im Finale noch einmal starten zu dürfen, also in der Vorrunde unter die besten vier zu kommen. Dies habe ich dann auch geschafft, weshalb ich im Finale sehr befreit auftreten konnte. Nach meiner Final-Kür war ich überglücklich, dass ich ein zweites Mal an dem Tag so super durch meine Kür gekommen bin. Auf das Ergebnis von 199,43 Punkten an meiner ersten WM-Teilnahme war ich sehr stolz und habe mich riesig darüber gefreut.

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Langzeitstudenten: Die Disziplin, etwas zu Ende zu bringen

Christopher Wesley spielt für den Nürnberger HTC (Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink)

Christopher Wesley spielt für den Nürnberger HTC (Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink)

Christopher Wesley, 29 Jahre alt, hat an der FAU in Erlangen Medizintechnik studiert. Nebenher war er sportlich, untertrieben gesagt, erfolgreich. Der Feldhockey-Spieler gewann im Jahr 2012 zusammen mit seiner Mannschaft die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in London. Aktiv spielt er beim Nürnberger HTC. Dass das Studium bei diesem Sportpensum zu kurz kommt, ist durchaus verständlich. Wie er es trotzdem gepackt hat, erzählt Wesley hier:

Wie lange wäre denn nun die Regelstudienzeit für Medizintechnik gelaufen?
Christopher Wesley:
Sechs Semester für den Bachelor. Ich habe elf Semester mit zwei Urlaubssemestern studiert.

Woran hat das gelegen?
Christopher Wesley:
Ich habe nebenher Sport auf professioneller Ebene betrieben. Ich spiele Feldhockey. Ich habe viel trainiert, eigentlich das ganze Jahr über. Da kamen noch 2-3 Monate dazu, in denen ich mal gelernt habe. Das Ganze lief als Fernstudium. Es wäre auch möglich gewesen, hinzugehen und sich etwas anzuhören. Ich bin von Typ her einfach anders, ich war zu faul.

Kann man sagen, dass Uni nie wirklich deine Priorität war?
Christopher Wesley
: Nein, definitiv nicht. Aber mir war klar, dass ich es beende. Das war immer das Ziel. Weiterlesen

Ist Gott ein gerechter Schiedsrichter? – Präsentation des Theo-Cup-Pokals am Fachbereich Theologie

Der Pokal bleibt in Erlangen. Collage und Fotos: Philipp Himmelein

Der Pokal bleibt in Erlangen. Collage und Fotos: Philipp Himmelein

Der Theo-Cup, ein Fußballturnier zwischen den Hochschulstandorten Erlangen, München und Neuendettelsau, hat Tradition. Seit 2005 wird er alljährlich ausgetragen. Unsere studentischen Fußballmannschaften vom Fachbereich Theologie und dem Werner-Elert-Heim aus Erlangen sind seit Jahren erfolgreich mit dabei. Im Sommersemester 2016 hat die „erste“ Mannschaft vom Fachbereich den Pokal bereits zum fünften Mal nach Hause gebracht. Am kommenden Donnerstag, den 27.10.2016, wird er um 12:15 Uhr im Foyer der Kochstraße 6 feierlich präsentiert. Dazu sind alle herzlich eingeladen! Prof. Dr. Reinhold Friedrich vom Lehrstuhl für Kirchengeschichte II Neuere Kirchengeschichte der FAU ist der Koordinator des Theo-Cups. In einem Interview stellte er sich Fragen zum Thema „Fußball und Religion“. So gelang ein spannender Vergleich.

Herr Friedrich, aus welcher Motivation heraus entstand die Idee, ein Fußballturnier unter Theologiestudierenden auszurichten?

Herr Friedrich: Mit dem Theo-Cup wollen wir den Gemeinschaftssinn an den Fachbereichen Theologie und unter den Studenten aus verschiedenen Theologenwohnheimen fördern (Anm. d. Red.: In Theologenwohnheimen wohnen nicht nur Theologiestudierende, sondern auch Studierende anderer Fachrichtungen). In den Mannschaften sind meist Sport- und Theologie-Studenten vertreten. Es gibt bei uns die Regel: Mindestens eine Frau pro Mannschaft muss beim Spiel immer mit auf dem Feld sein. Viele Studentinnen aus den Theologenwohnheimen sind fußballbegeistert und nehmen am Turnier teil. Der Theo-Cup ist jedes Jahr aufs Neue ein wundervolles Sommer-Ereignis. In Erlangen haben wir außerdem den Vorteil, dass uns der Hochschulsport der FAU finanziell hervorragend unterstützt. So können wir Spieler wie Gäste mit Essen und Trinken versorgen und im Anschluss an das Turnier gemeinsam feiern. Die Siegermannschaft erhält den von der ev.-luth. Landeskirche im Jahr 2005 gestifteten Pokal und darf im nächsten Jahr den Theo-Cup ausrichten.

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„Golf wird immer mehr zur Trendsportart“

„Einmal ausprobieren und dann mal schauen.“ - Udo Volland ist Leiter des FAU Golfteams. Foto: Milena Kühnlein

„Einmal ausprobieren und dann mal schauen.“ – Udo Volland ist Leiter des FAU Golfteams. Foto: Milena Kühnlein

Udo Volland und Marco Dietrich sind derzeit ziemlich beschäftigt damit, ihren Master an der FAU fertig zu stellen, neben dem Studium zu arbeiten und ach ja: zu Golfen. Die beiden Studenten sind so begeistert von diesem Sport, dass sie keine Mühen scheuen wollten, die diesjährige Deutsche Golf Hochschulmeisterschaft in die Region zu holen.  Und es ist ihnen gelungen! Am 15. und 16. Oktober finden sich die besten studentischen Golfer aus ganz Deutschland am Golfplatz des Golfclubs Herzogenaurach ein, um gegeneinander anzutreten. Im Interview hat sich Udo Volland, der Leiter des FAU Golfteams, unseren Fragen rund um das Event, seiner Leidenschaft zu dieser Randsportart und sogar zu ewig gestrigen Golfer-Vorurteilen gestellt.

Wann hast du angefangen Golf zu spielen?

Udo: Vor über zehn Jahren bin ich durch meine Familie dazu gekommen. Meine Oma hat auch gespielt. Früher habe ich Tennis gespielt und bin dann zum Golf gewechselt.

Warum bist du bei Golf geblieben?

Udo: Wie gesagt, der familiäre Bezug war da. Außerdem spielen es viele Freunde von mir, das hat sich dann einfach so ergeben. Zudem macht es unglaublich viel Spaß.

Ist Golfen nicht auch sehr schwierig?

Udo: Ja. Die Ball-Augen-Koordination ist schwierig, die hatte ich aber bereits vom Tennis.

Was würdest du als deinen bisher größten Erfolg bezeichnen?

Udo: Bei der Viererclub-Meisterschaft bei unserem Golfclub im Reichswald in Nürnberg bin ich letztes Jahr Clubmeister geworden. Im Team sind wir mit der Unimannschaft amtierender Deutscher Vizemeister und auch Deutscher Vizemeister im Einzel. Im Juli waren wir in Zagreb bei den Student University Games und durften Deutschland vertreten. Das war cool!

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