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„Diese Unterstützung treibt mich an“ – Stipendiatin Larissa Rexin über das Deutschlandstipendium

Das Deutschlandstipendium ermöglicht FAU-Studentin Larissa Rexin einen Auslandsaufenthalt. Foto: Salome Mayer

Das Deutschlandstipendium ermöglicht FAU-Studentin Larissa Rexin einen Auslandsaufenthalt. Foto: Salome Mayer

Larissa Rexin studiert an der FAU im 6. Semerster Humanmedizin. Als eine von über 3.400 Stipendiatinnen und Stipendiaten in Bayern profitiert sie vom Deutschlandstipendium. Jeden Monat erhält die 24-Jährige 300 Euro. Die eine Hälfte davon stammt vom Bund, die andere Hälfte von ihrer Förderin Katharina Kempe, Geschäftsführerin der Rudolf Kempe Unternehmensgruppe. Larissa hat bereits während ihres Abiturs in Berlin von dem Stipendium erfahren, sich darüber informiert und sich beworben. Seit ihrem vierten Semester erhält sie die Förderung. Im Interview erzählt sie, wie die Beziehung zu ihrer Förderin ist und auf was es beim Auswahlprozess ankommt.

Larissa, warum hast du dich für das Deutschlandstipendium beworben und nicht bei einem der 13 Begabtenförderungswerke?

Larissa: Mir war es ganz wichtig, politisch unabhängig zu sein; ich wollte kein Stipendium, das an meine politische Gesinnung gebunden ist. Ich interessiere mich zwar für viel, aber ich engagiere mich nicht parteipolitisch. Deshalb fand ich die Idee des Deutschlandstipendiums, dass es vom Staat und privaten Förderern finanziert wird, total gut.

Neben guten Noten müssen die Bewerber auch zeigen, dass sie bereit sind, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Wo engagierst du dich neben deinem Studium?

Larissa: Ich habe Nachtwachen auf der Palliativstation gemacht, engagierte mich zum Zeitpunkt der Bewerbung für die Kulturtafel Erlangen und schreibe meine Doktorarbeit nebenher. Außerdem bin ich im Triathlon im Leistungssportbereich aktiv. Ich tanze ganz gern auf vielen Hochzeiten, aber das brauche ich neben der Uni einfach; ich ziehe einen großen Mehrwert daraus. Mir bedeutet es oft viel mehr, wenn ich ein Lächeln oder einen Händedruck bekomme, als wie wenn ich mich ins meinCampus-System klicke und sehe: Prüfung bestanden.

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Leaders in Entrepreneurship: Gründen will gelernt sein

"Es ist ein tolles Programm, das zudem alle entstehenden Kosten deckt." Larissa Burgert über das Stipendienprogramm „Leaders in Entrepreneurship“. Foto: Salome Mayer

„Es ist ein tolles Programm, das zudem alle entstehenden Kosten deckt.“ Larissa Bugert über das Stipendienprogramm „Leaders in Entrepreneurship“. Foto: Salome Mayer

Sich bereits im Studium mit dem Thema „Existenzgründung“ beschäftigen? Vielleicht machen das BWL-er oder VWL-er. Für viele Studenten aus den technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen ist es aber nicht vorgesehen. Das muss sich ändern, dachte sich die renommierte Fulbright-Kommission und entwickelte das Stipendienprogramm „Leaders in Entrepreneurship“. 20 deutsche Studenten der Ingenieurs- und Technikwissenschaften dürfen drei Wochen lang in die USA. An der Louisiana State University (LSU) lernen sie das Campusleben kennen, besuchen Industrieunternehmen und Labore und tauschen sich mit amerikanischen Studenten aus. Eine der 20 Deutschen war die Studentin Larissa Bugert. Sie studiert Maschinenbau im achten Semester an der FAU und erzählt im Interview von Alligatoren, der NASA und dem American Way of Life.

Larissa, das 3-wöchige Workshop-Programm „Leaders in Entrepreneurship” möchte die Bereiche „Engineering“ sowie „Entrepreneurship“ unter transatlantischer Perspektive zusammenbringen. Was hat dich daran gereizt?

Larissa: Zum einen der Ort! (lacht) Die USA sind einfach ein tolles Land. Und dann natürlich das Thema. Viele Patente kommen aus technischen Studiengängen. Viele Naturwissenschaftler überlegen sich auch, sich selbstständig zu machen. Im Studium kommen diese Themen aber nicht vor. Ich habe die Ausschreibung des Stipendiums in einem Newsletter der Uni gesehen, fand sie sehr spannend, habe mich beworben – und wurde genommen.

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Wer lesen kann ist besser dran – und mit einem Bücherstipendium erst recht

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Salome Mayer hat schon ein Bücherstipendium und empfiehlt es gerne weiter. Foto: privat

„Dieses Buch ist wirklich essentiell für Ihr Studium“ – wie oft bekommt man diesen Satz nicht im Studium zu hören. Schaut man dann im Internet nach, wie viel diese Bücher kosten, fallen einem manchmal fast die Augen aus dem Kopf. Um Studenten zu helfen, ihren Wissensdurst zu stillen, bieten verschiedene Stiftungen Stipendien an. Genauer gesagt, Bücherstipendien. Wie etwa das Oskar-Karl-Forster-Stipendium, das an der FAU angeboten wird. Bis zum 11.02.2016 kann man sich dafür bewerben. Salome Mayer, 25, ist eine der Glücklichen, die dieses Stipendium erhalten haben.

Salome, wie lief das bei dir mit dem Oskar-Karl-Forster-Stipendium ab?

Salome Mayer: Als ich mich hier eingeschrieben habe, habe ich am Schwarzen Brett von der Stipendiendienststelle erfahren. Ich habe mich dort beraten lassen und bin so auf das Oskar-Karl-Forster-Stipendium gestoßen. Bis Anfang Februar letzten Jahres musste ich den Antrag abgeben und im Sommersemester 2015 habe ich dann das Bücherstipendium erhalten. Bei mir waren das damals noch 400 Euro, die einmalig ausgezahlt wurden. Heute sind es 500 Euro.

Eine Menge Geld. Wie sieht die Bewerbung für das Stipendium aus?

Salome Mayer: Voraussetzung für das Stipendium ist zunächst, dass man Bafög bezieht. Dabei ist es egal, welchen Bafög-Satz. (Anm. der Redaktion: Studierende können das Stipendium auch ohne Bafög-Bezüge erhalten, wenn ihre laufenden Nettoeinnahmen der Unterhaltspflicht monatlich nicht höher als der doppelte Freibetrag nach Bafög ist). Außerdem muss man Student der FAU sein. Für meine Bewerbung musste ich meinen Bafög-Bescheid vorlegen, ebenso wie meinen Pass. Außerdem gab es einen Antrag auszufüllen, der von einem Dozenten der Fakultät unterschrieben werden muss. In diesem Antrag muss man dann noch die Bücher angeben, die man sich von dem Geld kaufen möchte – die Unterschrift des Dozenten sichert also auch zu, dass es sich um studienrelevante Bücher handelt. Mir wurde empfohlen, ruhig Bücherkosten anzugeben, die über die 400 Euro hinausgingen, falls ein Buch nicht mehr im Handel ist oder Ähnliches. Ich habe einige Bücher auf Risiko schon im Voraus gekauft, ohne das Stipendium zu haben – glücklicherweise erhielt ich den Höchstbetrag!

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Ein Studiengang, drei unterschiedliche Stipendien – Teil 3/3

Die Bewerbung und Vorbereitung um ein Stipendium kann in einigen Fällen auch wegfallen. Nicolai Cerveny erklärt, wie es bei ihm war. (Foto: Nursel Esma Ayar)

Die Bewerbung und Vorbereitung um ein Stipendium kann in einigen Fällen auch wegfallen. Nicolai Cerveny erklärt, wie es bei ihm war. (Foto: Nursel Esma Ayar)

Heute stelle ich euch einen weiteren Stipendiaten aus der FAU vor. Den Artikel mit der sehr sympathischen Bianca Ritter findet ihr hier. Falls ihr den letzten Artikel mit Max sucht, klickt hier. Die Studenten von denen ich berichte, studieren alle Psychologie. So unterschiedlich und interessant wie die Stipendiaten, ist auch ihr jeweiliger Weg zur Förderung.

Nicolai Cerveny von der Studienstiftung des deutschen Volkes

Zur Person:

Der 35-jährige kommt ursprünglich aus Wien. Nicolai hat vor dem Studium bei einer Versicherung gearbeitet. Nach Deutschland ist er 2001 gekommen. Hier hat er ein paar Jahre bei der Post gearbeitet und sein Abitur 2013 über den zweiten Bildungsweg nachgeholt. Sein Nachname ist übrigens tschechisch und bedeutet rot. Derzeit studiert er noch Psychologie im Bachelor, aber der Master soll folgen und er will dann in die Forschung gehen. Am interessantesten findet er die forensische Psychologie. Er arbeitet als studentische Hilfskraft am Universitätsklinikum. Allerdings nicht bei den Psychologen, sondern bei den Medizinern. Es handelt sich aber um einen ähnlichen Bereich: medizinische Psychologie und medizinische Soziologie. Weiterlesen