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Studieren mit Kind? Kein Problem. Teil 1

Es gibt zahlreichen Beratungsangebote zum Thema Studieren mit Kind. Foto: Carmen Oberlechner

Studieren, dann arbeiten und irgendwann mal Familie, so kann die Zukunftsplanung eines Studenten aussehen. Wenn sich dann plötzlich ein Kind ankündigt, ändert sich alles. Nicht immer können die Großeltern auf das Baby aufpassen, während die Eltern bei der Arbeit oder in der Uni sind. Was dann?

In diesem Beitrag möchte ich eine kleine Übersicht geben, wo man sich beraten lassen und sich Tipps zum Elternsein, der Finanzierung und dem Zeitmanagement holen kann.

Studium, Arbeit, Familie: wie soll man das schaffen?

Schaut man sich auf Youtube Videos von studierenden Eltern an oder liest man sich durch den Blog von StudierenPlus, so sind sich alle einig: das Studium ist eine perfekte Zeit, um eine Familie zu gründen. Man ist flexibler in der Zeiteinteilung, kann auch mal Veranstaltungen ausfallen lassen und die Vorteile als Student machen Ausflüge mit der Familie bezahlbarer. Nichtsdestotrotz muss man damit rechnen, die Regelstudienzeit zu überschreiten, um Prüfungen, Veranstaltungen und Vor- und Nachbereitung zu schaffen und genug Zeit für die Familie zu finden.

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Der Weltmeister im Interview

Marib Aldoais holte den World Dwarf Games jede Menge Gold. Foto: Altun Furkan

Obwohl bei Marib Aldoais in letzter Zeit deutlich mehr Journalisten und Medienhäuser als üblich anriefen, nahm sich der gebürtige Erlanger gerne Zeit, auch unserem Blog Rede und Antwort zu stehen. Der Grund dafür ist einfach: Marib ist Weltmeister! Bei den World Dwarf Games 2017 in Kanada räumte der 19-Jährige ordentlich ab und durfte zudem noch eine unglaublich spannende Reise in den hohen Norden erleben. Die World Dwarf Games sind das größte Sportevent exklusiv für Kleinwüchsige. Das Event besteht bereits seit dem Jahr 1993 und fand seither an unterschiedlichsten Orten weltweit statt. In allen möglichen Disziplinen treten Athletinnen und Athleten der ganzen Welt hier gegeneinander an. Marib war diesmal unter ihnen und hat beachtliche Erfolge erzielt. Wenn Marib nicht gerade Goldmedaillen poliert, studiert er übrigens Mathe und kickt in der Herrenmannschaft des DJK Erlangen.

Warum studierst Du eigentlich Mathe an der FAU?

Marib: Ich hatte im Mathe-Abi 14 Punkte und meine Mutter meinte deswegen, wenn ich irgendetwas studieren will, sollte es wohl Mathe sein. Es ist das Einzige, was ich so richtig kann. Mein Opa war außerdem auch Mathelehrer.

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Archiv-HiWi – Ein Nebenjob der besonderen Art

Foto: Susanne Krüger

Seit Dezember 2015 arbeite ich während meines Geschichtsstudiums als Recherchekraft für ein populärhistorisches Buch. Das klingt zunächst nicht weiter aufregend. Mein Arbeitgeber und unser Projekt sind es dafür um so mehr. Mein Chef ist der ehemalige amerikanische Botschafter für die Tschechische Republik Norman Eisen. Mr Eisen war 2011 bis 2014 unter Barack Obama als Botschafter in Prag tätig. Während dieser Zeit lebte er dort in der sogenannten Petschek-Villa, der Residenz des jeweiligen US-Botschafters. Das Buch, an dem er schreibt, dreht sich um die verschiedenen Bewohner der Villa.

Ein einzelnes Gebäude spiegelt zwei stürmische Jahrhunderte

Was am Anfang nicht besonders spannend klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als komplette Bandbreite menschlicher Schicksale und Emotionen der beiden letzten Jahrhunderte. Erbaut wurde die Villa vom Architekten Max Spielmann für Otto Petschek (1882-1934). Begründer der Familie war Moses Petschek (1822-1888), dessen drei Söhne erfolgreich im Braunkohlebergbau tätig waren und nach dem ersten Weltkrieg auch ins Deutsche Reich expandierten. Die Petscheks mauserten sich über Generationen zu erfolgreichen Bankern und Großindustriellen mit Sitz in Böhmen und der ersten Tschechoslowakei. Von ihrem Erfolg zeugen heute noch fünf große Stadtvillen in Prag. Der Sitz des US-Botschafters ist in der größten, der russische Botschafter residiert in einer weiteren.

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Leben mit sozialen Phobien – Wie sehen Alltag und Studium für eine Betroffene aus? Teil 1

Soziale Phobien machen sich gerade in Menschenansammlungen auch körperlich bemerkbar. Foto: Susanne Krüger

Etwa fünf bis zehn Prozent der Deutschen leiden an einer sozialen Phobie. Am häufigsten ist das Krankheitsbild bei Männern und Frauen zwischen 18 und 34 Jahren. Auch an deutschen Universitäten sind viele Studenten Sozialphobiker. Aufgrund des Krankheitsbildes fällt das kaum auf und die Betroffenen werden meistens nur als introvertiert wahrgenommen. In 80% der Fälle hilft ihnen eine Verhaltenstherapie. Doch oft ist der tatsächliche Entschluss dazu schwer. Zu groß ist die Angst davor, was andere darüber denken könnten.

Die FAU bietet ihren Studenten Möglichkeiten zur psychologischen Betreuung durch ausgebildetes Fachpersonal. Die psychosoziale Beratungsstelle kann eine erste Anlaufstelle sein, wenn soziale Ängste unüberwindbar scheinen und Betroffene immer mehr einengen. Aber wie sieht eigentlich der Studienalltag mit einer sozialen Phobie aus? Eva* macht gerade an der Philosophischen Fakultät der FAU ihren Master und kämpft seit der Pubertät mit sozialen Ängsten.

Als Außenstehender kann man sich wahrscheinlich nur schwer vorstellen, wie es ist, eine soziale Phobie zu haben. Kannst du versuchen, das kurz zu erklären?

Eigentlich ist es so, als ob man ständig Angst hat, sich zu blamieren. Aber eben nicht, wie beim Karaoke singen oder im Sportunterricht, wenn man sich peinlich berührt umschaut. Es fühlt sich an, als wäre das eigene Leben vorbei, wenn man in einer bestimmten Situation negativ auffällt. Es reicht die bloße Vorstellung, Leute würden mich skeptisch anschauen oder vielleicht sogar tuscheln oder sich eben einfach nur denken „Wie blöd ist die denn?!“. Ich habe dann solche Angst vor der Bloßstellung, dass ich vieles eben einfach nicht mache, um das Risiko zu vermeiden. Wenn ich trotzdem durch muss, zum Beispiel in der Uni oder im Nebenjob, dann macht sich die Angst auch körperlich bemerkbar. Ich werde schnell rot, mir wird heiß und kalt oder auch übel, ich schwitze und bekomme Herzrasen, manchmal verschwimmt mir sogar das Blickfeld und die Augen können nicht mehr scharf stellen.

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